Frage von Thiemo4711, 47

KFW Unterlagen wurden nicht durchgereicht. Wer haftet für den Schaden?

Wir haben im September 2015 eine kompl. Finanzierung unseres Hauses (KFW 70) genehmigt bekommen. Aus dieser Finanzierung wurde auch im Oktober das Grundstück bezahlt. Nach der Baugenehmigung (Februar 2016) stellte sich, bei der Durchsprache des Bauvorhabens mit dem Bauleiter( im Feb. 2016) heraus, dass zusätzlich 1500,- € bei der Herstellung der Bodenplatte von Nöten sind. Daraufhin verlangte der Hauslieferant eine neue Finanzierungsbestätigung der Bank. Durch Nachlässigkeiten seitens des Hausherstellers und der Bank verzögerte sich die Finanzierungsbestätigun bis in den April 2016.Nun stellte die KFW-Bank im April 2016 plötzlich fest das die Finanzierung mit KFW 70 nicht mehr möglich ist, nur noch KFW 55. Laut der Finanzierungsberaterin sind wohl irgendwelche Unterlagen nicht bei der KFW Bank bzgl. der KFW 70 rechtzeitig eingegangen. Wir haben unsererseits alle Unterlagen der Finanzierungsberaterin zwecks Weiterleitung eingereicht es wurde auch nie das fehlen von Unterlagen angemahnt. Nun müssen wie das Haus auf KFW 55 aufrüsten um die Finanzierung zu retten. Wer kommt für die Mehrkosten (Bauergänzung ca. 10 000,- €, längere Bauzeit, Schaden durch längere Mietphase ca. 9000,- €) auf? Danke für Eure Hilfe!

Antwort
von Simko, 27

Haften muß stets der Verursacher.
Hier hilft wohl nur der Gang zum Fachanwalt für Baurecht.

Dabei wird sicherlich geprüft, woher die plötzlichen Mehrkosten für die BPL kommen. Denn die Kosten hierfür sind doch i.d.R. inklusive (Vertrag).

Die KfW Förderbedingungen haben sich ab 04/2016 verschärft (Stichtagsregelung).

Was ist denn das für eine Finanzierungsberaterin? Die hat vermutlich die Unterlagen nicht rechtzeitig weitergeleitet.

Ich würde ohne KfW weitermachen, denn an dem Gebäude hat sich ja nichts geändert.

Antwort
von pharao1961, 26

Nun, zunächst einmal würde ich die Aufrüstung auf KFW 55 nicht unbedingt als Schaden ansehen. KFW 70 ist ja wirklich von übervorgestern (du kaufst dir ja auch heute keinen Röhrenfernseher mehr); insbesondere wenn man bedenkt, das ab 2020 sogar Passivhäuser Pflicht werden...

Den KFW-Antrag stellt ein bei der Dena zugelassener Energieberater, der den Bau auch begleitet. Dieser ist doch verantwortlich für alles was mit diesem Antrag zusammenhängt. Also wäre dieser "Schaden" wohl dem Energieberater anzulasten. In wie weit dieser nun Schadenersatz leisten muss (wegen den Mehrkosten auf KFW 55) kann dir nur ein Anwalt beantworten. Schließlich müßt ihr euch auch eine Energieeinsparung anrechnen lassen.

Ich verstehe durchaus die Verärgerung wegen der Nachfinanzierung, aber für meine Begriffe ist es nicht wirklich ein Schaden. Anders sieht es natürlich mit dem Schaden für die längere Mietphase aus.

Kommentar von Thiemo4711 ,

Also am Energieberater liegt es nicht. Alle Unterlagen sind rechtzeitig zur Bank gegangen. 

Wir haben das Bauvorhaben nun auf KFW 55 umgestellt.

Nun, es gelingt der DSL Bank seid 4 Monaten nicht, das richtige Dokument (Finanzierungsbestätigung) für die Fa. Ein SteinHaus zur Verfügung zu stellen, um den Bau nun frei zugeben. Die haben auch keine Chef's bei der DSL Bank. Mann soll Mails als Beschwerde schicken um dann evtl. eine Antwort zu bekommen. Mehrmalige Anrufe, Mails, Briefe etc. fruchten nicht. Wir rufen an und mailen seid Wochen täglich! Wir sind machtlos. Selbst die Vorgabe was Ein SteinHaus genau benötigt , wird nicht richtig bearbeitet. Ein  Wahnsinn!!!!!!

Kommentar von pharao1961 ,

Dann hilft wohl nur noch ein Anwalt.

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