Kernkraftwerk: Kühlung bei Revision?

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1 Antwort

In der Regel wird die Kühlung weiter aktiv durch das Umwälzen

des Kühlwassers gesichert. Das jedoch nicht zwingend aktiv gekühlt
werden muss, zeigt das Schweizer KKW Gösgen, welche ihr Nasslager
mit einem passiven Wärmeübertrager nach dem
Schwerkraftheizungs-Prinzip im Regelfall kühlen.

http://de.areva.com/EN/customer-668/passive-cooling-technology.html

Auch bei anderen KKW ist eine passive Kühltechnik installiert,
jedoch wird sie nicht im Regelfall eingesetzt.

"dass der Brennstoff soweit aufgebraucht ist, sodass die
Nachzerfallswärme begrenzt auftritt" Wenn der Brennstoff
aufgebraucht ist, ist das durch die Kernspaltung geschehen. Das
bedeutet jedoch, dass vom Brennstof die nukleare Asche
(Spaltprodukte) übrig ist. Die Spaltprodukte sind gerade der
Ursprung der Nachzerfallswärme

Sind die Brennelemente noch im verschlossenen Reaktordruckbehälter
(RDB) eines Druckwasserreaktor (DWR), wird sich bei Pumpenausfall
ebenfalls eine passive Wasserzirkulation nach dem
Schwerkraftheizungsprinzip einstellen. Diese passive
Wasserzirkulation im geschlossenen RDB reicht aus, um die
Nachzerfallswärme aus dem Reaktorkern zu in den Sekundärkreis zu
übertragen. Im Sekundärkreis würden bei totalem Stromausfall der
Wasservorrat schrittweise verdampfen und damit die Wärme abführen.
Dieser Prozess kann ohne aktive Bauteile erfolgen. Ist jedoch der
Sekundärkreis leer, kann die Nachzerfallswärme nicht mehr abgeführt
werden. Bis dieser Zeitpunkt bei einem BRD-DWR erreicht ist, sind
vielleicht 3-4 Tage vergangen. Um den Sekundärkreis wieder zu
befüllen sollte eine tragbare Wasserpumpe und im Notfall der in
jedem BRD-KKW vorhandene Brunnen ausreichen. Eine solche Pumpe könnte von einer Person bedient werden. Also alles gut :-)

Zum Schwerkraftheizungs-Prinzip kannst du ja mal deine Großeltern befragen. Bevor es flächendeckend Elektropumpen gab, wurden nach dem Prinzip der Schwerkraftheizung (Wärmeschichtung) die Heizungssysteme passiv betrieben. Das ist also eine verlässliche Angelegenheit (im Einphasenbetrieb!)

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