Frage von teletobbi, 80

Kernfusionskraftwerke - Chance oder Utopie?

Die erneuerbaren Energien reichen von der Energiemasse die sie erzeugen nicht aus, um unseren Strombedarf zu decken. Hinzu kommt, dass sie relativ teuer sind und es schon an simplen Stromterassen durch Bayern scheitert, um eine grüne Energiewende einzuläuten. Kohle/Öl und Gas verstärken die globale Erwärmung und Atomkraft erzeugt nicht nur hochradioaktiven Atommüll, sondern ist gilt derzeit auch Anschlagsziel Nummer 1. Ist die Kernfusion unsere Rettung? Woran scheitert sie derzeit in der Forschung und wie viel Energie könnte sie denn bestenfalls liefern? Mehr als ein Atomkraftwerk oder weniger?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Unsinkable2, 19

✔ Kernfusion ist die EINZIGE Chance für die Zukunft. Allerdings wird sie zu einer echten gesellschaftlichen Revolution führen.

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Begründung: 

Allein die Fusion von Helium 3 kann alle Energie-Probleme des gesamten Planeten lösen. Zugleich sind die Nebenwirkungen - anders als bei allen bisherigen Arten der Stromerzeugung, einschließlich der angeblich "grünen Energie-Erzeuger" - auf einem sehr überschaubaren Niveau (praktisch keine Radioaktivität, leichte Kontrollierbarkeit der Prozesse, etc.).

Damit stünde nahezu nebenwirkungsfreier Strom in unbegrenzten Mengen zur Verfügung, was für die kommende Zeit der "E-Mobilität" (man arbeitet sogar schon an Flugzeugen mit E-Motoren) eine fast schon zwingende Voraussetzung ist.

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Zugleich ist es eine der größten Gefahren für die gegenwärtige Gesellschaft.

Da die Stromerzeugung praktisch "nichts kostet" und da Strom in unbegrenzten Mengen erzeugt werden kann, erzeugt eine Neuausrichtung hin zu "Fusion statt Öl/Kohle" gewaltige wirtschaftliche Verwerfungen. 

Ganze Industrien werden "arbeitslos" und damit in den Ruin getrieben. Und neue lassen sich in diesem Bereich gar nicht aufbauen, denn es braucht bei Weitem weniger Arbeitskräfte und kraft der Tatsache, dass die Stromerzeugung nur durch die Größe der Anlagen begrenzt wird, auch längst nicht so viele unterschiedliche Betreiber-Unternehmen. 

Damit wird es also auch - wenn nicht sogar vorrangig - eine gesellschaftliche Frage werden...

Kommentar von teletobbi ,

Und wie viel Energie erhofft man aus einem Kernfusionskraftwerk zu bekommen? Bitte in Kilowatt angeben.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Aktuell erhofft man sich 1.000.000 - 1.500.000 kW pro Anlage. ( https://de.wikipedia.org/wiki/Fusionsenergie )

Technisch gibt es aber kaum Grenzen; mit besserer Technik sind also auch 100.000.000 kW oder mehr pro Anlage möglich.

Kommentar von realfacepalm ,

Bei der Kernkraft wurde auch mit dem Märchen geworben und Stimmung gemacht, die Kernenergie sei praktisch kostenlos oder billig. (google mal  "too cheap to meter").

Das war damals ein Märchen und wird es bei der Fusion auch sein.

Echt, die Milliardenkosten für ITER lösen sich in Nichts auf? Die Gebäude und die Technik für neue Kraftwerke werden von der Erbauern aus reiner Menschenfreundlichkeit für lau errichtet? Die durch die Vorgänge bei einer Fusion radioaktiv belasteten Wände der Kammern entsorgen sich spontan selbst?

Träum weiter.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Bei der Kernkraft wurde auch mit dem Märchen geworben und Stimmung gemacht, die Kernenergie sei praktisch kostenlos oder billig..

Du solltest differenzieren lernen, realfacepalm.

Die Werbung "pro Atomkraft" war ZUNÄCHST SOGAR RICHTIG; wurde dann aber zugunsten der Lobbyisten aufgeweicht und später (nahezu) ganz - und zum Ende, nicht zuletzt dank SPD und GRÜNEN, sogar doppelt - auf den Steuerzahler umgelegt.

Die Werbung "pro Fusion" kommt derzeit ausschließlich aus der Wissenschaft. Weder die Politik noch die Realwirtschaft sind involviert. Hier geht es um realistische Zahlen mit realistischen Kenngrößen ... und zwar OHNE PROFIT-OPTIMIERUNG.

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Echt, die Milliardenkosten für ITER lösen sich in Nichts auf? 

Das Denken in Milliarden muss man "gewöhnt" sein, das ist richtig. 

Doch ich gebe dir ein Beispiel dafür: Wenn jeder Deutsche - vom Kleinkind bis zum Greis - jeden Monat 1 Euro bezahlt, dann sammeln sich in einem Jahr fast 1 Mrd Euro an.

So schnell geht das? So schnell geht das!

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ITER soll - pessimistischen Schätzungen zufolge - etwa 15 Mrd Euro kosten. (ursprünglich rund 5 Mrd; aktuelle Schätzungen gehen von 300% aus) Es reicht also schon, wenn nur jeder beteiligte Bürger (Frankreich, USA, Deutschland) 12 Monate lang 2,69 Euro pro Monat hinlegt; und schon ist ITER in einem einzigen Jahr bezahlt.

Doch das wäre gar nicht erforderlich: Es würde völlig ausreichen, diese Kosten auf 10 Jahre zu strecken. Dann beträgt der Anteil der beteiligten Bürger gerade einmal 0,27 Euro pro Monat. Das ist weniger als eine einzige kWh Strom im deutschen Durchschnitt kostet... (0,287 Euro; Quelle: BDEW 2016)

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Die Gebäude und die Technik für neue Kraftwerke werden von der Erbauern aus reiner Menschenfreundlichkeit für lau errichtet?

Glaubst du, du bekommst die Solar- und Windkraft-Anlagen geschenkt? Allein die Windkraft wird pro Jahr mit 6 Mrd Euro Steuergeldern subventioniert. Tendenz: steigend; etwa um 1 Mrd pro Jahr

Und dieses Geld schießt der Steuerzahler - in des Wortes wahrstem Sinne - in den Wind, denn es landet ohne Umwege in den Taschen der Besitzer der Anlagen...

Ähnliche Größenordnungen mit ähnlichen Effekten (nur, dass der Steuerzahler hier sein Geld in der Sonnenhitze verbrennt) gelten für Solaranlagen. (5 Mrd Euro pro Jahr für lau)

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Legen wir die Kohle mal zusammen: Das sind entspannte 11 Mrd Euro PRO JAHR. Nur für diese beiden "Erneuerbaren". Und nur die Subventionen; also die "finanzielle Leistung für nix".

Gehen wir jetzt mal spaßeshalber davon aus, dass ein Fusionskraftwerk doppelt so teuer wie ein durchschnittliches AKW ist. (Das ist zwar unsinnig teuer; weil es gar nicht so hoher Anforderungen, wie bei AKW bedarf, aber hey, lass uns großzügig sein!) 

Dann könnte sich der Steuerzahler jedes Jahr ein neues Fusionskraftwerk bauen und selbst betreiben, so dass keine Gewinne abgeschöpft werden. 

Da der Betrieb eines Fusionskraftwerks praktisch ein "Selbstläufer" ist, und da die "Brennstoffe" so gut wie nix kosten (Wasser, Helium oder Tritium), sind die Betriebskosten sehr übersichtlich: Hauptsächlich die Lohnkosten der Hand voll Mitarbeiter. 


Kommentar von Unsinkable2 ,

Teil II

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Mit anderen Worten: Eine Umrüstung auf Fusionskraftwerke würde der Steuerzahler schlicht nicht bemerken. Er zahlt weiterhin seine Subventions-Kosten; nur dieses Mal in die eigene Tasche.

Da die Produktionskosten von "Fusions-Strom" bei weniger als 0,01 Euro/kWh liegen, kann der Steuerzahler selbst bestimmen, was er daraus macht... völlig freie Hand. 

Soll der Strompreis gleich bleiben? ... Dann hat der deutsche Steuerzahler pro Jahr 172 Mrd Euro im Bundeshaushalt "zum Party machen".

Soll der Strompreis halbiert werden? ... Dann hat der deutsche Steuerzahler pro Jahr und Nase durchschnittlich 1.000 Euro mehr in der Tasche.

Die durch die Vorgänge bei einer Fusion radioaktiv belasteten Wände der Kammern entsorgen sich spontan selbst?

Nicht alle Fusions-Varianten erzeugen gleich starke Strahlung. Die "radioaktivste" (Tritium) hat eine Halbwertzeit von 12,5 Jahren. Alle 12,5 Jahre halbiert sich also der Strahlungswert. (Zum Vergleich: U = 700 Mio Jahre; Pu = 24k Jahre)

Außerdem: Es werden nur wenige Gramm Tritium für den Betrieb benötigt. Das bedeutet: Die Strahlung ist um ein Millionenfaches niedriger als bei AKW: 

Überdies: H3-Fusion ist nahezu GÄNZLICH STRAHLUNGSFREI. 

Für jedes Jahr AKW-Betrieb kannst du also grob 500k - 1 Million Jahre FKW-Betrieb kalkulieren ... so bedrohlich ist die Strahlung...

Träum weiter.

Bilde dich! Naive Emotionen helfen in der Diskussion nicht weiter... 

Antwort
von realfacepalm, 13
Kernfusion ist eine Utopie und nicht realisirbar.

Die Kernfusion ist vor allem eines: Jetzt nicht da.

Die Fusion wird uns seit mindestens 30 Jahren immer für "aber in 30 Jahren!!" versprochen - und jetzt sind wir gerade mal soweit ab 2025 zu prüfen ob Fusion überhaupt Energie liefern kann (ITER), und ob vielleicht ab 2050 wirtschaftliche Kraftwerke gebaut werden könnten. Und das mit Milliardenaufwand. Diese Grundlagenforschung ist richtig und wichtig, aber nichts, auf das man energiepolitische Entscheidungen bauen könnte.

Du sagst ja in der Frage, dass die fossilen Brennstoffe die globale Erwärmung verursachen. Diese Brennstoffe müssen jetzt ersetzt werden, um die Erderwärmung noch auf ein halbwegs verträgliches Maß zu begrenzen, nicht in 50 Jahren.

Und die vorhandenen erneuerbaren Energien sind sehr wohl in der Lage, dies zu leisten. https://www.ise.fraunhofer.de/de/veroeffentlichungen/veroeffentlichungen-pdf-dat...

Die Preisvergleiche von erneuerbaren Energien sind allerdings meist noch verzerrt, da die Schäden aus Verfeuerung der fossilen Brennstoffe noch größtenteils von der Allgemeinheit getragen und nicht eingerechnet werden – allein die daraus folgende Luftverschmutzung kostet jährlich etwa 5 Million Menschen das Leben. http://www.wiwo.de/technologie/umwelt/luftverschmutzung-5-5-millionen-menschen-s...

Daher müssen wir die fossilen Brennstoffe jetzt durch die vorhandenen Energieerzeugungstechniken ersetzen, und nicht auf eine ferne Wundertechnologie hoffen, die uns irgendwann mal alle unbequemen Entscheidungen von heute abnimmt.

Kommentar von Messkreisfehler ,

Die Frage ob Fusion Energie liefern kann muss nicht beantwortet werden, ein Blick auf das helle Ding da oben am Himmel reicht dafür in der Regel aus...

Kommentar von realfacepalm ,

Tja, das erzähl doch mal lieber den ganzen Öko- und Solar-Hassern, die die reine Idee von Energie von der Sonne als grün-linke Verschwörung zur Abzocke von Fördergeldern halten, die aber gleichzeitig die Fusionsnutzung auf Erden als die ultimative heilsbringende Lösung aller Probleme verehren.... 

(Deren Haltung könnte allerdings auch damit zu tun haben, dass die Fusion [-snutzung auf  Erden {muss man jetzt diesen Zusatz immer bringen, um Haha-Scherzchen zu vermeiden?}] so schöön weit in der Zukunft liegt, und man bei ausreichend festem Glauben an diese genau gar nichts am bequemen status quo ändern müsste?)

Antwort
von OlliBjoern, 30
Kernfusion ist eine Chance

Die Fusion ist schon eine Chance, aber derzeit ist sie noch nicht rentabel einsetzbar. Technisch gesehen kann man im Moment die Fusion nur kurzzeitig durchführen (im Sekundenbereich), dann gerät das Plasma in einen Zustand, der noch nicht gut unter Kontrolle zu bringen ist. Daher forscht man weiter an der Stabilisierung des Plasmas. Im Moment ist der Netto-Energiegewinn noch nicht vorhanden, aber man arbeitet daran. Wie lange es dauern wird, kann man im Moment nicht sicher sagen.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass selbst wenn die Fusion mal rentabel wird, diese kaum weltweit eingesetzt werden kann. Die Einrichtung und der Betrieb einer solchen Anlage erfordert nicht nur eine sehr gute Infrastruktur, sondern auch sehr gutes Personal. In den meisten Gegenden der Erde ist das nicht machbar.

Die Probleme mit der Verteilung der elektrischen Energie wird man dennoch immer noch haben. Aber es ist schon eine Chance.

Kommentar von teletobbi ,

Und wie viel Energie erhofft man sich konkret bei der Kernfusion? Leider findet man dazu nirgendwo eine Angabe.

Kommentar von Kefflon ,

Unendlich

Antwort
von juergen63225, 13
Kernfusion ist eine Chance

Auch wenn die technische Realisierung noch in weiter Ferne zu sein scheint, im Wasserstoff der Meere steckt ein unerschlossenes und gigantisches Engergiepotential.

Ob es aber jemals wirtschaftlich wird, halte ich für nicht klar zu beantworten. die Aussage, die alternativen Energien würden nicht ausreichen, stimmt so nicht ! .. Es ist nur eine Frage der Technologien, der Wirtschaftlichkeit, keine Globale Physikalische Frage .. der bestehende Fusionsreaktor, genannt Sonne, liefert ein vielfaches an Energie zur Erde, was wir Menschen jemals nutzen können. Gespeist von der Sonnenergie sind ja sowohl Biosprit, Windkraft, Wasserkraft, Solarkraftwerke  ... ob da Fusion oder Kernkraft sich langfristig durchsetzt, ist letztlich eine reine Wirtschaftlichkeitsfrage. Eine Energieknappheit hat es nie gegeben, und wird es auch Sicht mindestens  einer Milliarde Jahren auf der Erde auch nicht gehen. 

Kommentar von teletobbi ,

Und wie viel Energie kann man aus einem Kernfusionskraftwerk schöpfen? Angabe bitte in Kilowatt.

Antwort
von JTKirk2000, 16
Kernfusion ist eine Chance

Noch ist es eine Utopie, genauso wie die wirtschaftliche Nutzung von Antimaterie, aber langfristig gesehen - vermutlich bei Antimaterie noch sehr langfristig - ist es eine jeweilige Chance. 

Von daher haben entsprechende Forschungen auch durchaus ihren Sinn, damit diese Formen der Energieumwandlung irgendwann wirtschaftlich genutzt werden können, um "günstigere" Energie nutzbar zu machen, ohne dabei auf begrenzte fossile Rohstoffe zurückgreifen und schlimmstenfalls radioaktiven Restmüll über Jahrhunderte oder Jahrtausende irgendwo lagern zu müssen. 

Bei der Kernfusion selbst kommt es natürlich darauf an, welche Elemente in welche Elemente umgewandelt werden, sodass diese hoffentlich nicht von sich aus wieder radioaktiv sind, aber wie ich schon schrieb, sind Kernfusion langfristig, und die Nutzung von Antimaterie noch wesentlich längerfristig, durchaus eine Chance.

Antwort
von triggered, 47
Kernfusion ist eine Chance

Die bisherigen Anlagen sind für eine Zündung des Plasmas noch zu klein, so dass das Plasma zu stark auskühlt. Es ist eine bestimmte Mindestgröße des Plasmas nötig, um im Zentrum 10 bis 15 keV (170 Mio. °C) zu erreichen, weil bei gegebener Größe das Plasma nur eine bestimmte maximale Gesamtenergie besitzen kann.[32] Eine positive Energiebilanz soll erstmals im zukünftigen internationalen Fusionsreaktor ITER verwirklicht werden, der seit 2007 im südfranzösischen Forschungszentrum Cadarache errichtet wird. Der Reaktor soll etwa zehnmal mehr Fusionsleistung liefern, als zur Heizung des Plasmas aufgebracht werden muss. Dafür sollen ab 2026 mit Zuheizung die für solche Fusionsraten erforderlichen Temperaturen erzeugt werden. An ITER sollen auch das Tritiumbrüten und die dazu nötige Neutronenvermehrung entwickelt und optimiert werden. Die Forschungsergebnisse aus ITER sollen den Weg ebnen für das erste „Demonstrationskraftwerk“ DEMO, welches ab 2050 Strom erzeugen und damit die kommerzielle Nutzbarkeit der Kernfusion nachweisen soll.[34]

Antwort
von voayager, 19
Kernfusion ist eine Utopie und nicht realisirbar.

Kernfusion ist zumindest vorerst nicht machbar, daher nicht ernsthaft zu verfolgen.

Die erneuerbaren Energien sind daher auszubauen. Der Hinweis, dass deren Energie zur Bedarfsdeckung nicht ausreiche, ist nicht wirklich stichhaltig, da Vieles durch eine Energieeinsparung zu meistern ist. Darauf ist nämlich der Fokus zu richten, mit dem Ergebnis, dass dann Engpäße entfallen.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Der Hinweis, dass deren Energie zur Bedarfsdeckung nicht ausreiche, ist nicht wirklich stichhaltig, da Vieles durch eine Energieeinsparung zu meistern ist.

"Nieder mit den Strom-Erzeugern! Mein Strom kommt aus der Dose!", oder wie?!

Denkst du auch an "Elektro-Mobilität", die ungeheure(!) Mengen an Strom fressen wird; vor allem wenn, wie derzeit im Gespräch, ab 2030 NUR noch E-Fahrzeuge zugelassen werden sollen?

Die erneuerbaren Energien sind daher auszubauen.

Selbst heute - also ohne kommende Energie-Anforderungen - müsste die Zahl der Erzeuger erneuerbarer Energie mindestens vervierfacht(!) werden, um "nur grünen"* Strom zu erzeugen.

*) "Grün" ist hier nur ein extrem oberflächliches Wort, denn der Flurschaden, den etwa "Windmühlen" anrichten, ist enorm; betätigen sie sich doch onshore gern als "Vogel-Schredder-Anlagen" und offshore als Irritationen für Meeresbewohner, die akustisch orten.

Und falls du aus einer Gegend stammst, wo die Windkraftanlagen noch nicht so verbreitet sind:

Das ist dann entweder auch deine Zukunft - oder HIER stehen dann bald vier Mal so viele Anlagen. (Da sie aber einen räumlichen Mindestabstand benötigen, um wirkungsvoll zu arbeiten, wird die Fläche ausgedehnt.)

Tipp: Im Umkreis solcher Windkraftanlagen flüchtet das Wild aufgrund der Infraschall-Emissionen weiträumig, hat man mittlerweile festgestellt. (Gut, man hätte auch vorher Leute fragen können, die sich damit auskennen. Aber das war noch nie eine Sache der Grünen ... oder generell in der Politik.)

Kommentar von voayager ,

In Sachen Windenergie pflichte ich dir weitestgehnd bei, die Nachteile und Gefahren, die die Windanlagen mit sich bringen, sind nicht zu geringschätzen. Daher ist der Schwerpunkt sehr viel mehr auf Solar,- und Bioenergie zu setzen. Da damit allein der Energiebedarf gedeckt werden kann, müßte eigentlich sehr viel mehr für die Energieeinsparung getan werden. Wenn dann immer noch Lücken in der Energiebereitstellung vrherrschen, muß dann z.Z. mit Erdgas flankiert werden. Inwieweit die Kernfusion mittel,- oder langfristig einsetzbar ist, möchte ich nicht beurteilen. Ich kann lediglich mit Sicherheit sagen, dass sie z.Z. nicht anwendbar ist.

Kommentar von Unsinkable2 ,

"Energie-Einsparung" ist eine andere Formulierung für "Wir haben versagt, wollen es aber nicht zugeben!"

Die Umweltprobleme entstehen nicht durch den Verbrauch an Energie, sondern durch deren Erzeugung. 

In diesem Sinne sind - offensichtlich - Kohle- und sonstige "fossilen" Kraftwerke überaus benachteiligt und die EINZIGE Option lautet hier: "Energie-Einsparung, wenn man die Folgen der Energie-Erzeugung minimieren will".

Bei Windkraft sind wir uns ja weitgehend einig. Auch hier ist die EINZIGE Option "Energie-Einsparung, wenn man die Folgen der Energie-Erzeugung minimieren will".

Bio-Energie ist seinerseits _noch_problematischer_, weil hier unter anderem auch Lebensgrundlagen(!) Dritter regelrecht "verheizt" werden. Man tauscht also "besseres Klima" gegen "Vernichtung menschlicher Lebensgrundlagen"; setzt folglich also voll auf die Reichen, die es sich leisten können.

Und was Solar-Anlagen für Kollateral-Schäden bewirken können, insbesondere wenn sie in großflächigen Anlagen ausgelegt werden, ist bis heute Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen. (Wenn Energie "abgezogen" wird, dann könnte sie unter Umständen - etwa bei der "Wetterregulierung" - fehlen.)

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Mit anderen Worten: Die - aktuellen(!) - Energie-Erzeuger mit erneuerbaren Energien richten bei großflächigem Einsatz erhebliche und teilweise sehr nachhaltige Flurschäden an. 

Ihr einziger echter Vorteil: Es handelt sich um "andere Klima-Schäden", als bei den fossilen Energie-Erzeugern...

Es gibt allerdings auch im Bereich der Erneuerbaren Energie Alternativ-Modelle; etwa die Erzeugung des Stroms auf Basis der Solar-Energie in der Erdumlauf-Bahn; so dass GAR KEINE Beeinflussung der Umwelt auf dem Planeten selbst eintritt. 

... Doch auch hier spart man an relevanten Forschungsgeldern, um die so gesparten Summen in die Subventionierung von Windmühlen und Solaranlagen - und damit in spontane Gewinnabschöpfung - zu stecken...

Kommentar von realfacepalm ,

Einfach furchtbar, wie die Windkraft die Landschaft verschandelt!!1!elf!

http://img.binmitdabei.com/original/2015/34/7693193069559276998237049-871526.jpg

/ironie

Kommentar von voayager ,

Bio-Energie ist seinerseits _noch_problematischer_, weil hier unter
anderem auch Lebensgrundlagen(!) Dritter regelrecht "verheizt" werden.
Man tauscht also "besseres Klima" gegen "Vernichtung menschlicher
Lebensgrundlagen"; setzt folglich also voll auf die Reichen, die es sich
leisten können.

So sollte man es nicht sehen. Hier mal ein Beispiel: es ist nicht einzusehen, dass noch immer Gülle auf die Felder versprüht wird. Hier wäre es erforderlich, dass diese verpflichtend Biogasanlagen zugeführt wird, wo sie dann zu Methangas umgewandelt werden kann.

Kommentar von Unsinkable2 ,

An dieser Stelle gebe ich dir Recht, voayager. Doch selbst hier gibt es weitere Umweltprobleme, die es zu lösen gälte. Allein die Schadstoff-Liste ist schier endlos: Chlor, Fluor, Schwefel, Schwefelwasserstoff, Ammoniak, Ölnebel, Staub, verschiedene Kohlenwasserstoffe, Methan, Stickoxide, Formaldehyd, ...

Natürlich kann man "filtern" ... doch das sind Kostentreiber. Denn das Filtern ist nicht so leicht, wie es sich anhört. Und es wird immer problematischer, je mehr relevante Anlagen existieren. Denn dann müssen die Grenzwerte immer weiter runter und runter und runter, um die Schadstoffbelastung zu reduzieren.

Ich sage ja nicht, dass die aktuellen "Erneuerbaren" gar keine Option wären. Ich sage allerdings sehr wohl, dass sie "klimatisch zu teuer" sind, um voll darauf zu setzen. Es braucht also eine "Primär-Quelle"... 

Und eines Tages wird auch Fusion als Energie-Quelle obsolet sein. Dann kann man auf Solar-Kraftwerke in der Erdumlaufbahn, oder andere Erzeuger, die gänzlich außerhalb der Ökologie stehen, setzen. Doch das ist noch schwieriger als die leidige Fusion...

Kommentar von voayager ,

Die Schadstoffliste und deren Stoffe die du anführst, könnten durchaus gemindert werden, wenn es denn entsprechende gesetzliche Auflagen gibt. Machbar wäre das schon, sofern ein guter Wille bestünde. Da er nicht ausreichend erkennbar ist, muß eben von Unten Druck auf die Regierung und sonstigen Behörden ausgeübt werden.

Kommentar von Unsinkable2 ,

Machbar wäre das schon, sofern ein guter Wille bestünde.

Richtig. Aber mit exponentiell steigenden Kosten, wie man schon heute an den Filteranlagen fossiler Kraftwerke sehen kann. Denn je weiter die Grenzwerte gesenkt werden, desto teurer wird das "Filtern". Und irgendwann erreichst du dann eine "gesellschaftlich nicht mehr verkaufbare Grenze", denn versuche doch mal, den Leuten beizubringen, dass sie fortan 1 Euro/kWh bezahlen sollen, weil halt die Grenzwerte so aggressiv sind und Filtern so teuer wird...

Da mag noch so viel "guter Wille" vorhanden sein: Wenn es "zu teuer" wird, kippt es um...

Kommentar von voayager ,

Beim Kapital, bei den Reichen ist noch Einiges zu holen, das ist noch lang nicht ausgereizt. Allein die alte Besteuerung vor 1998 brächte Abermilliarden an Steuern, die man zu einem beachtlichen Teil für den Umweltschutz einsetzen könnte.

Antwort
von Nube4618, 22
Kernfusion ist eine Utopie und nicht realisirbar.

Die interessantere Frage wäre, wie man mit Energie intelligenter umgehen könnte, nicht wie man noch mehr davon erzeugen könnte. So gesehen lohnt es sich, den Fokus auf erneuerbare Energien zu legen. 

Damit ist auch die Frage irgendwie nicht beantwortbar, denn es geht nicht darum, ob Kernfusion eine Chance wäre oder nicht, sondern darum, wie wir lernen sinnvoll mit Energie umzugehen. 

Antwort
von TimeosciIlator, 8
Kernfusion ist eine Chance

Sie ist in meinen Augen sogar mehr als eine Chance. Eigentlich der einzige Ausweg in der Zukunft. Ich hoffe auf viele positive Resultate in Greifswalds Stellarator und ITER.

Alles ist noch viel zu frisch, als dass man mal eben 'ne Prognose abgeben könnte, ob es am Ende alles auch wirklich so funktioniert, wie man es sich vorstellt.

Antwort
von soissesPDF, 13
Kernfusion ist eine Chance

Woran es liegt? ITER ist noch gar nicht fertig, gebaut.

Energie war seit je eine Frage der Ideologie und der Technologie.
Objektiv führt kein Weg an Energie vorbei, soweit man sie denn besitzt.
Die Behauptung der Kernfusion ist, dass sie mehr Energie erzeugt als sie selber verbraucht, ein Perpetuum Mobile.

Werden wir sicher erfahren, wenn ITER einst fertig sein wird.
So begründet sich schon die Behauptung selbst, denn ohne ITER erfahren wir das ganz sicher nicht.
Wozu brauchen wir dann die erneuerbaren Energien?
Na weil wir die Kernfusion noch nicht haben.

So schließt sich der Kreis.
Das eine haben wir noch nicht, weshalb wir das andere brauchen.
Was dann sein wird, das sehen wir dann, falls jemals.

Antwort
von DieWahrheit1984, 43
Kernfusion ist eine Utopie und nicht realisirbar.

Kernfusion findet im Inneren der Sonne statt. Der Druck dort und die Temparatur(15 Mio°K) mit welchem Energieaufwand will man das auf der Erde herstellen?

Und wenn das dann ausser Kontrolle gerät: Servus "homo sapiens!" Der grosse Fusionsreaktor Sonne liefert genug Energie um uns alle zu versorgen. Diese Richtung sollten wir einschlagen.L.G.

Kommentar von Kefflon ,

Da ist jemand schlecht informiert. Eine Kernfusion ist keine Kettenreaktion(Wie bei einer Kernspaltung). Zieht man den Stecker ist sofort Schluss.

Momentan ist das Problem, dass man viel Energie braucht um eine Kernfusion zu starten. (Es müssen knapp 150.000.000°C erzeugt und gehalten werden).  Leider bekommt man nur ein Achtel der Energie heraus, die man braucht um die Reaktion zu starten. Also noch ein Minus Geschäft.

Aber es funktioniert.

Kommentar von DieWahrheit1984 ,

15 Mio° K steht in meiner Antwort. 150 000 000° C entspricht diesem ungefähr. Und was ist mit der "Coulomb-Barriere" (Tunnel-Effekt)?

Kommentar von OlliBjoern ,

Die Risiken sind nicht so wie bei einem AKW. Es werden keine schwere Nuklide eingesetzt - die Freisetzung von radioaktivem Material (bei einem Störfall) ist beschränkt auf Tritium, was aber deutlich weniger problematisch ist als die Freisetzung schwerer und langlebiger Nuklide, wie es z.B. beim Unfall von Tschernobyl der Fall war.

Das ist übrigens einer der Vorteile der Kernfusion.

Kommentar von Mikkey ,

Kernfusion findet im Inneren der Sonne statt. ...das auf der Erde herstellen?

Den Vorgang, der im Inneren der Sonne stattfindet, kann man auf der Erde nicht nachbilden, dafür ist die Erde viel zu klein. Die Energieausbeute aus dem Sonneninneren beläuft sich AFAIR auf 160W/m³. Das ist weniger als im Inneren eines Misthaufens. Ein entsprechendes Kraftwerk (1,6 GW) müsste also einen Quader von 100x100x1000m³ bei der bereits angegebenen Temperatur unter immensen Druck setzen.

Für das außer-Kontrolle-Geraten gilt dann natürlich das von Dir gesagte  Dagegen ist ein Vulkanausbruch ein Furz.

Antwort
von Latexdoctor, 26
Kernfusion ist eine Chance

Kernfusion (Kalte Fusion) ist nicht nur eine Chance oder gar Utopie, die einzige Utopie ist zu glauben dass wir die Kalte Fusion nicht beherrschen

Die Kalte Fusion und auch andere (umweltfreundliche) Energieerzeugende Modelle gibt es z.t. schon seit Jahrzehnten, aber alle diese Patente wurden von den Energiekonzernen aufgekauft und weggeschlossen - es gibt auch z.t. bewiesene, aber niemals verfolgte, Fälle von Mord in diesem zusammenhang

Kommentar von OlliBjoern ,

Das Problem mit der "Kalten Fusion" ist: sie funktioniert nicht. (Im Gegensatz zu der Fusion, die in den Forschungsanlagen eingesetzt wird, diese funktioniert tatsächlich, wenngleich noch nicht rentabel)

Viele Wissenschaftler haben Veröffentlichungen in diesem (prestigeträchtigen) Umfeld der "Kalten Fusion" gemacht, aber die Ergebnisse konnten an anderer Stelle nicht reproduziert werden. Ist zwar bedauerlich, aber die Physik ist nun mal kein Wunschkonzert.

Antwort
von Knoerf, 16

Ich finde, dass es Pflicht sein muss jedes einzelne Gebäude mit Solarplatten auf den Dächern und kleinere Windräder auszustatten, die für eine gewisse Eigenversorung des Gebäudes sorgen. Dabei ist es egal ob das ein Haus, ein Plattenbau, ein Bürokomplex oder eine Fabrik ist.

Antwort
von Kefflon, 17
Kernfusion ist eine Chance

Kohle, Öl und Uran gibt es seit Jahrzehnten. Niemand kann voraussagen was mit der Kernfusion passieren wird. Niemand kann in die Zukunft gucken.

Von daher kann man dem nur eine Chance geben. Es von vorn herein aufzugeben macht keinen Sinn.

Antwort
von feetz42, 33

Wenn du jetzt deinen Rechner ausmachst, dann spart schon mal einer von vielen Strom. Wenn das dann alle machen würden, da brauchen wir uns keine Gedanken über Strom machen...

Ok, Spass, ich denke mal das die Wissenschaftler das eines Tages packen werden den Strom durch Kernfusion herzustellen, oder aber noch andere Möglichkeiten finden werden. Wenn ich könnte, ich würde mit der Energie der Sonne experimentieren, denn die Sonne bringt die mit Abstand größte Energie.

Kommentar von teletobbi ,

Eines Tages ist es zu spät. Im Punkt globale Erwärmung haben wir ein wenig viel Zeitdruck.

Kommentar von Kefflon ,

Kernfusion ist die Energie der Sonne. Genau das passiert im Kern eines Sterns.

Das Problem dabei: Sonnen werden mit der  Zeit größer und schließlich zu einem Schwarzen Loch.

Die Menschheit muss in den Nächsten etwa 1Mrd Jahren dieses Sonnensystem verlassen haben, sonst reist unsere Sonne die Menschheit in den Tod.

Antwort
von quantthomas, 6
Kernfusion ist eine Utopie und nicht realisirbar.

Mir fehlt der Glaube an diese Technologie! Wir sind schon bei der herkömmlichen Atomkraft kräftig belogen worden. 

Antwort
von Fredchen21, 29

Ich denk mal mehr energie... und ist so eins nicht schon in planung?

Kommentar von Kefflon ,

Sogar 2. Funktionieren nur noch nicht wie gewünscht.

Kommentar von Fredchen21 ,

ja gut xD

Antwort
von RexImperSenatus, 8

Ich glaube, es gibt schon lange bessere Lösungen.

Erneuerbare Energien sind nur teuer, damit unsere Herrschaften da oben kräftig absahnen können - und aus dem Öl steigen wir erst aus, wenn die Luft hier so aussieht, wie in Mexico City in der Rushour.

Es sei denn, der Bürger wacht hier voher mal auf.

Zudem werden wir zu immer mehr Verbrauch "getrieben", das erhält bzw. schafft Arbeitsplätze !

Warum wurde denn das Patent der Ölheizung mit fast 0 % Schadstoff und halben Verbrauch - in Deutschland erfunden - aber nicht in Deutschland zugelassen, stattdessen nach China verkauft ???

Warum wurde das Patent des Ölfilters für KFZ - der einen Ölwechsel überflüssig macht und ewig hält nicht annerkannt und der Verkauf dieses Filters verboten ??

BIG LOL - alles weitere, was ich hierzu noch sagen könnte grenzt an .......

möcht ich gar nicht sagen - macht Euch mal alleine nen Kopf drüber.


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