Frage von Rappel01, 49

Kennt sich wer mit westerngitarren aus?

Hab dazu mal ein paar Fragen (spiele bis jetzt seit einem halben Jahr auf ner Akustik) -Was hat es mit dieser Technik auf sich die man in manchen w-gitarren findet? -Ist der Umstieg schwer? -Sind Barrees einfacher oder schwerer als auf ner Akustik? -Muss man mit Plektrum spielen? (spiele bis jetzt immer ohne, liegt natürlich an der Akustik, wegen den anderen Saiten etc.)

Danke im vorraus

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von JimiGatton, 12

Wenn man vorher schon Konzertgitarre gespielt hat, sollte auch Hornhaut vorhanden sein, also was erzält ihr hier von schwerem Umstieg wegen Stahlsaiten, Mädels... xD

Ist doch einfach nur die Frage, was will ich spielen ?

Klassik oder Flamenco, oder will ich "richtig" Gitarre spielen, Pop, Rock, Country & auch Western ? xxD

Johnny Cash oder Neil Young auf ner Konzertklampfe haut wohl nicht wirklich rein...(lol)

Also, Du spielst seit einem halben Jahr Konzertklampfe, dann brauchst Du dir vor einer Westernklampfe nicht in die Buchse machen ;-)

Müssen tust Du gar nix. Ich liebe es, mit Plek zu spielen, es gibt aber auch sehr viele unglaublich gute Gitarristen, welche ohne Plek spielen (absolut alles, Western und E-Klampfe, harte Riffs, schrubben, heftigste Soli etc...)

Gerade als Anfänger solltest Du alles mögliche (und unmögliche) probieren und üben.

So stellt sich sehr schnell raus, worauf Du stehst, was dir am ehesten liegt, wofür Du mehr Talent hast, oder wo Du einfach Bock drauf hast.

Flache/Niedrige Saitenlage und dünne Saiten sind auch so eine Aussage...

Ich bevorzuge selbst bei E-Gitarren eine etwas höere Saitenlage und ziemlich dicke Drähte.

Andere Gitarristen hingegen bevorzugen halt das Gegenteil.

Mit dem Handballen dämpfen kann ich auf jeder Klampfe, das kommt mit der Zeit von selbst (automatisch).

Ein paar Tipps von mir wären, lass dir nix erzählen !

Ein Schwachmat meinte vor kurzem, bevor man auf der Konzertklampfe nicht flüssig den "Reinhard-Mey-Shuffle" spielen kann, sollte man nicht auf Western- oder E-Klampfe umsteigen.

Selten solch einen Schwachsinn gelesen, deswegen auch Schwachmat ;-)

Gleiches gilt zur Körper- oder Gitarrenhaltung. Wenn ich sehe, wie Klassik- oder Flamenco-Gitarristen ihr Instrument halten, bekomme ich Krämpfe. (Linker Fuss auf nem Hocker und Klampfe auf linkem Schenkel)

Wenn man wirklich Klassik oder Flamenco lernt, sollte man das auch beinhart durchziehen und sich diszipliniert an die Regeln halten.

Ich bin aber Autodidakt und kann am entspanntesten spielen, wenn ich ganz normal sitze und die Klampfe auf dem rechten Schenkel habe.

Allerdings spiele ich auch kaum Klassik oder Flamenco.

Oberste Direktive : Das spielen/üben muss DIR Spass machen !

Also grundsätzlich gar keine Regeln, erlaubt ist, was gefällt, was DIR Spass macht.

Um zu sehen, was alles möglich ist, und zur Inspiration, solltest Du dir mal ein paar begnadete Gitarristen auf Youtube ziehen.

Als da wären : Steve Stevens (unglaublich auf der E-Gitarre, ist aber auch ausgebildeter Flamenco-Gitarrero), Al DiMeola, Jeff Beck, Monte Montgomery...um nur ein paar Gitarrengötte zu nennen.

Kommentar von JimiGatton ,

Der muss auch noch, und liebe Grüße aussem Pott ;-)

https://youtu.be/PjpkVv9OrZQ

Kommentar von Rappel01 ,

Vielen Dank für den ausführlichen Text. Die Videos werd ich mir mal anschauen :) nur noch eine Sache zum Plektrum: Ich hab deswegen gefragt, weil ich mal versucht hab auf meiner Konzertgitarre mit Plektrum zu spielen. Das hat aber absolut nicht geklappt. Klappt das bei einer WesternGitarre besser ? Weil ich sehe häufig die Konzertgitarristen ohne und Westerngitarristen mit Plektrum spielen.

Kommentar von JimiGatton ,

Ist wirklich eine reine Übungssache. Am Anfang habe ich seeehr weiche/dünne Pleks genommen.

Im Laufe der Zeit nehmen 99,9999999% aller Gitarristen immer härtere. Das passiert automatisch, im Laufe der Zeit.

Es klappt halt nicht alles auf Anhieb, was man üben/lernen will. Einige Sachen lernst Du schneller, weil es dir einfach mehr liegt (leichter von der Hand geht...), andere Sachen brauchen länger.

Das wichtigste ist, höre nicht auf zu spielen/üben. Du kannst dir ruhig mal eine Auszeit nehmen (ein paar Wochen), aber nie ganz aufhören.

Zwischendurch platzt immer wieder mal ein Knoten, und Du machst einen sehr großen Fortschritt.

Und es gibt immer und für absolut jeden Gitarristen Phasen, in denen er denkt, ich komme nicht weiter etc....

Dem ist aber nicht so, man darf nur nicht komplett aufhören.

Es müssen auch nicht alle Musiker solche Virtuosen wie DiMeola oder Steve Vai / Steve Stevens etc. werden.

Wenn man 2 Akkorde mit Herzblut/Feeling spielt, kann das genauso geil sein, wie die 9. von Beethoven ;-)

Mit Worten von Peter Gabriel :

https://youtu.be/uiCRZLr9oRw

Kommentar von Rappel01 ,

Danke :)

Antwort
von TorstenKraemer, 28

Also ich hab füher sehr viele Jahre Gitarre gespielt.

Die Technik bei den meisten Westerngitarren sind Tonabnehmer. Du kannst damit die Gitarre an einen Verstärker anschließen. Meistens kannst Du dann an der Gitarre noch die Lautstärke und die Höhen bzw. Basse regulieren.

Der Umstieg ist in dem Sinne eigentlich nur schwer, weil eine Westerngitarre Stahlsaiten hat und wenn Deine Finger noch keine Hornhaut geblildet haben, tut das am Anfang sehr weh.

Aber ich finde eine Westerngitarre ist eigentlich leichter zu spielen. Ich hab fast nur mit Plektrum gespielt. Ist bei Stahlsaiten vorteilhafter.

Kommentar von Rappel01 ,

dankeschön :)

Antwort
von OnkelSchorsch, 19

Zuerst einmal: eine Westerngitarre ist eine Akustikgitarre. Du meinst als Gegensatz sicher eine Konzertgitarre.

Eine Westerngitarre hat Stahlsaiten, die etwas härter als die Nylonsaiten einer Konzertgitarre sind. Dafür ist die Saitenlage niedriger, womit sich das dann wieder ausgleicht. Barrès sind gleich, auf der Konzertgitarre ist die Saitenlage höher, die Saiten sanfter, während auf der Western die Saitenlage niedriger und die Saiten härter (straffer) sind. Gleicht sich insgesamt aus.

Du kannst die Westerngitarre mit Plektrum oder mit Fingern spielen. Gerade für Westerngitarre gibt es ausgefeilte Fingerstyle-Spielweisen zB im Bereich Blues und/oder Country&Western.

Antwort
von Music10, 26

Ich finde den Umstieg gar nicht so schwer, die Saiten tuen zu beginn mehr weh, aber das fand ich nicht schlimm, der Klang auf der Westerngitarre gefällt mir persönlich besser.
Die "Technik" ist oft ein Stimmgerät... Zudem kannst du die meisten Westerngitarren mit dieser "Technik" auch an einen Verstärker stecken (Deswegen die anderen Drehmechanismen...Bass, Volume)
Natürlich musst du nicht unbedingt mit Plek spielen, ich spiele auch relativ selten mit Plek, aber ich denke, dass muss jeder für sich entscheiden, genauso auch das mit den Barrees, manch einem fällt es auf der Westerngitarre einfacher und manchen auf der Akustischen ( obwohl dieser Begriff vermutlich auch nicht richtig ist, denn genau genommen ist eine Westerngitarre ja auch Akustisch... ich glaube man nennt sie Konzertgitarren, frag nicht warum :D)

Kommentar von Rappel01 ,

dankeschön :) ja mir ist grad auch aufgefallen, dass ich Akustik anstatt Konzertgitarre geschrieben hab :o

Expertenantwort
von WebThoWeb, Community-Experte für Musik, 18

Diese kleinen Regler oder Schieber sind an einen Tonabnehmer in der Westerngitarre angeschlossen. Du kannst sie an einen Verstärker anschließen und praktischer Weise Lautstärke und Klang direkt an der Gitarre einstellen.

Der Umstieg von Konzert- auf Westerngitarre ist nur am Anfang schwer. Stahlsaiten sind eben etwas härter, und Barreeakkorde gewöhnungsbedürftig. Ich habe aber, weil ich den silbrigen Klang so toll fand, soviel auf meiner neuen W-Gitarre gespielt, dass ich mich schon nach kurzer Zeit dran gewöhnt hatte.

Melodien spielt man eigentlich immer mit Plektrum, rockige Quinten und volle Akkorde auch. Mit Fingern gezupfte Arpeggios können aber auch schön klingen.

Wichtig ist aber noch: Eine W-Gitarre mit flacher Saitenlage und dünnen Stahlsaiten lässt sich natürlich gerade am Anfang leichter spielen. Dann brauchst du nicht soviel Kraft aufwenden, um Töne wirklich sauber klingen zu lassen und hast schneller Erfolgserlebnisse.


Kommentar von Rappel01 ,

dankeschön :) der Tipp am Ende hilft mir denk ich echt weiter :) Hab da nur noch eine Frage, die mir grad wieder eingefallen ist. Und zwar kann man ja die Saiten auch abgedämpft spielen mit dem Handballen. Das hab ich oft gesehen in Videos und wollte das dann auf meiner Konzertgitarre nachspielen, hat aber nicht geklappt. Klappt das bei einer Western Gitarre auch besser?

Kommentar von WebThoWeb ,

Ganz dicht an der Stegeinlage abdämpfen

Antwort
von sr710815, 13

bei meiner Western mit Tonabnehmer ist dieser Fishman Pickup eingebaut incl. Equalizer sowie Tuner-Stimmgerät

Das ist eine LTD X-Tone. Die Signature Version hat XLR symmetrische Ausgänge, meine Variante die Klinkenbuchse mit 6.3 mm

Antwort
von SaFle, 18

Moin. Eine Westerngitarre ist erst einmal auch eine akustische Gitarre. Was spielst du denn? Eine klassische? Sprich mit Nylonsaiten? Der offensichtlichste Ubterschied besteht in dem Material der Saiten. Bei der Klassischen aus Nylon und bei der Western aus Stahl. Beide können gleich gespielt werden klingen aber sehr unterschiedlich.
Wenn du mit Technik die kleines schwarzen Kästen am Korpus meinst, ist das i.d.R. die Steuereinheit für das Tonabnehmer System. Allerdings haben nicht alle Westerngitarren Tonabnehmer verbaut genauso gut bekommst du auch klassische Gitarren mit eingebauten Tonabnehmersystem.

Kommentar von Rappel01 ,

ah mist sorry. Hab mich beim schreiben der Frage vertan, ich meinte anstatt akustik natürlich konzertgitarre. :)

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