Frage von MarcoAH, 120

Kennt sich jemand wirklich aus, ist ein Mathestudium an der Uni schwerer Mathe in der Oberstufe?

Der Grund dieser Frage ist, als ich die Oberstufe in Hessen machte, war sie für mich sehr anspruchsvoll gewesen. Als ich danach studierte, sagten ALLE, dass das Studium noch anspruchsvoller ist. Selbst Mathe. Als ich im ersten Semester war, wurden meine Noten, im Gegensatz zur Oberstufe, deutlich besser. Da sagte man mir, warts nur ab, es wird noch schwerer. Leider habe ich gemerkt, dass das Studium deutlich einfacher war als die Oberstufe. Da man ja nicht Äpfel mit Birnen vergleichen sollte, da jeder seine Stärken hat, bezog ich das in erster Linie nur auf Mathe, damit ich eine Basis habe (obwohl alle Fächer sehr anspruchsvoll waren und trotz intensiver Lernerei und sehr gutem Gefühl stellenweise nur einen Punkt bekam). Die Noten beim Studium waren deutlich besser bei Mathe (drei Notensprünge). Da haben sich alle getäuscht. Wer meint, ich übertreibe, meine Noten kann ich vorweisen. Auch dass der Abstand zwischen Ende der Oberstufe und Anfang des Studiums etwa acht Monate betrug.

Kennt sich jemand wirklich aus und kann mir sagen, ob Mathe auf dem gleichen Niveau ist wie die 12. Klasse der Oberstufe, dann mache ich das Mathestudium nicht. Wenn es auf dem gleichen Niveau ist wie auf der Uni (BWL), dann mache ich es.

Zur Anmerkung: Mathe liegt mir super. Habe sehr gute Noten gehabt. Mit Ausnahme von der Oberstufe in Hessen.

Antwort
von Fool09, 26

Die Mathe-Anforderungen im BWL-Studium entsprechen ja mehr oder weniger dem Oberstufenstoff in der Schule. Ein reines Mathestudium unterscheidet sich davon allerdings fundamental, sowohl in Bezug auf die Herangehensweise als auch auf das mathematische Niveau. Mathe ist in den Wirtschaftswissenschaften eben nur eine Hilfswissenschaft, derer man sich in dem Ausmaß bedient, wie es sinnvoll erscheint. Ein Matheabsolvent kann deshalb über das bisschen BWL-Mathe nur müde lächeln (umgekehrt der Ökonom natürlich über das bisschen BWL/VWL, das ein Mathematiker evtl. im Nebenfach macht). Gute Mathenoten in BWL sagen also noch nicht besonders viel über ein mögliches Mathestudium aus. Was aber natürlich nicht ausschließt, dass man auf diese Weise sein besonderes Interesse an der Mathematik entdecken kann. Man muss eben nur beachten, dass das zwei gänzlich verschiedene paar Stiefel sind.

Kommentar von MarcoAH ,

Wenn die Mathe-Anforderungen beim BWL-Studium dem des Oberstufenniveaus entsprechen, warum ist die Notendifferenz so groß?

Ich habe mich in Mathe eingeschrieben und schau im ersten Semester, was Sache ist. Das ist wesentlich besser, als viele Menschen zu fragen, was ich aber anders erlebe, wie hier: Studium ist anspruchsvoller als Oberstufe. Ich habe es erlebt, dass die Oberstufe anspruchsvoller ist als das Studium. Auch wenn ich scheinbar der einzige oder einer der wenigen bin, der das so erlebte, die Erfahrungen, ob mir ein Mathestudium leichter oder schwerer fällt als Oberstufenmathe kann ich nur durch die eigene Erfahrung sagen, denn Oberstufenmathe in Hessen ist echt hart. Abgesehen davon liegt mir Mathe sehr gut. Ich werde sehen, was mich erwartet.

Antwort
von LoveMathVulcan, 97

In der Schule geht es größtenteils um das Anwenden, auf der Uni um das Verstehen. Somit unterscheidet sich die Mathematik. Eigentlich ist das falsch ausgedrückt. Auf der Uni wird einen erst die richtige Mathematik beigebracht. Mathe soll das schwerste Studienfach sein. Das bestimmt allerdings die Masse. Zudem ist einer der wichtigsten Faktoren die Motivation und der Spaß. Also von dem her: Weder noch!

Kommentar von MarcoAH ,

Dann habe ich das richtige Studienfach ausgewählt. Bin darauf gespannt.

Antwort
von Rubezahl2000, 36

Ca. 80% Abbrecherquote beim Mathe-Studium.
Und das obwohl es fast nur Abiturienten mit (sehr) guten Mathe-Noten sind, die ein Mathe-Studium beginnen.
Diese eine Zahl sollte wohl ausreichen, um den tatsächlichen Schwierigkeitsgrad des Mathe-Studiums deutlich zu machen.

Kommentar von MarcoAH ,

Danke für die Antwort. Die hohe Abbrecherquote reizt mich, auch mein Glück zu versuchen.

Kommentar von Rubezahl2000 ,

Glück allein reicht nicht ;-)
Viel Arbeit, viele Hausaufgaben, viel Lernen für Klausuren und Prüfungen, ... (spreche aus eigener Erfahrung ;-)
Viel Erfolg!
www.spiegel.de/unispiegel/studium/toerner-erklaert-warum-80-prozent-der-mathemat...

Antwort
von nicinini, 87

Also ich War einser Schülerin im Abi im mathe und habe das Studium nicht gepackt^^ es ist aller sehr theoretisch, man rechnet kaum noch im ursprünglichen Sinn sonder verfasst viele Beweise.... also eine zahl kannst du vergessen :)

Kommentar von MarcoAH ,

Da bin ich gespannt, was mich da erwartet.

Antwort
von FelixFoxx, 69

Das Mathematikstudium ist anspruchsvoller als die Oberstufenmathematik, denn man lernt fast nur noch Theorie und muss Sätze, Theoreme und Lemmata beweisen. Ich habe Mathematik studiert und das Studium 1996 mit dem Diplom abgeschlossen, das entspricht etwa dem heutigen Master of Science.

Kommentar von MarcoAH ,

Es reizt mich sehr, Mathe zu studieren.

Antwort
von FrankCZa, 94

Hmmm also ich will dir ja nicht irgendwie Angst machen aber das Studienfach Mathematik an der Uni hat so gut wie nichts mehr mit der "Mathematik" an der Schule zu tun. Sowohl vom Niveau her als auch vom Inhalt.

Den Sprung vom Gymnasium zur Uni ist, speziell was Mathe angeht, immens.

Ich gebe dir den Tipp dich wirklich zu erkundigen, und nicht weil du in BWL ein paar "Mathe"vorlesungen gehört hast zu glauben Mathematik an der Uni wäre einfach. BWL Mathe und richtige Mathe Mathe sind komplett kein bisschen ähnlich xD

Rede am besten mit Mathematikstudenten darüber. Ich hatte es nur als Nebenfach an der Uni, deshalb sag ich jetzt mal nicht mehr dazu...

Kommentar von MarcoAH ,

Abgesehen von Oberstufenmathe, wo ich wirklich keine guten Noten hatte, war ich, ohne angeben zu wollen, im Mathewettbewerb der beste von der Real- und Hauptschule, beim studieren hatte ich einer und zweier gehabt und mir wurde ein IQ in Mathe von 130 bescheinigt. Als ich neu in eine Berufsschulklasse kam und ich in Mathe noch nie dieses Thema hatte, lernte ich einen Nachmittag und schrieb eine 1+. Ich werde mir das erste Semester in Mathe anschauen. Wenn es leichter ist wie Mathe in der Oberstufe, mache ich weiter.

Ich kann mit Mathematikstudenten reden, aber ich halte es für besser, wenn ich meine eigenen Erfahrungen mache. Ich habe damals auch mit vielen Leuten geredet. Alle und ich meine alle, sagten, dass studieren bedeutend schwerer ist. Selbst alle Lehrer, die mich unterrichteten und ich fragte, sagten dasselbe. Ich habe Gegenteiliges erlebt. Daher mache ich einfach, was ich für richtig halte und versuche mein Glück. In ein paar Jahren, wenn ich feststellen sollte, dass das Mathesstudium leichter ist als die Oberstufe, frage ich erneut. Was kommen dann für Antworten? Solange warte ich aber noch ab, da ich noch nicht zu 100%ig weiß, ob es leichter ist. Ich weiß halt nur soviel, daß Mathe in der Oberstufe sehr hart ist und dass Mathe beim studieren, obwohl das derselbe Stoff ist und tiefgehender geht, viel leichter ist.

Kommentar von FrankCZa ,

Ich will ja nicht so sein, aber ein IQ von 130 in Mathe bedeutet nichts. Ich selber bin in der Schule ohne Probleme mit der Mathematik klargekommen, das ging so weit dass ich mich in der Oberstufe 0,0 am Unterricht beteiligt habe weil es mich einfach nurnoch angepisst hat so hirnlose Sachen zu denken. Hatte dann im mündlichen immer um die 6 oder 7 punkte und schriftlich 14-15.

An der Uni ist es einfach anders.

Okay wenn du nicht mit Studenten darüber reden willst dann würde ich dir als Alternative raten dir einfach mal ein paar Scripte von den verschiedenen Vorlesungen des ersten und zweiten Semesters anzuschauen. Also lineare Algebra, Analysis, Numerik und Stochastik und so ein Gedöhns. Das weicht von Uni zu Uni immer etwas ab schau einfach mal auf nen paar uni homepages nach.

Ich meine letzten Endes passiert in der Vorlesung nichts anderes als dass der Prof das Skript runterarbeitet, natürlich erklärt er es ein wenig aber die meiste arbeit bleibt an dir selbst hängen.

Wenn du keine Probleme damit hast die Inhalte zu verstehen, also Beweisführung etc etc. dann solltest du auch keine Probleme mit dem Studium haben.

IQ ist totaler Schwachsinn^^ Wenn das was bedeutet dann hab ich nen IQ von 150 im Pizza essen :D :D...

Antwort
von Herkules74, 66

Ein Mathematikstudium hat mit Schulmathematik nicht so viel zu tun. In der Schule wird Mathematik in der Regel nicht wissenschaftlich unterrichtet.

Wenn dich Mathe Interessiert schau dir das Studium mal an, es ist ziemlich abstrakt. Ob es schwer ist ist relativ. 

Ich finde das Studium angenehmer als die nervige Schulmathematik.

Kommentar von MarcoAH ,

Ich habe mich eingelesen. Ich finde das nicht so schwer. Das sind aber die Anfänge. Wie es wirklich wird, kann ich nicht sagen.

Kommentar von Herkules74 ,

Hat es dir auch Spaß gemacht ? Hast du dir zu dem Stoff auch Aufgaben angeschaut ? Tipp wenn du anfangen willst : besorg dir schon vorher die Unterlagen für die Einführungsvorlesungen. Bereite dich am besten vor der Vorlesung  vor indem du dir den Stoff kurz anschaust bzw schau ihn dir nachher an. So verhinderst du das du mit dem Stoff überfordert bist.

Antwort
von GanMar, 68

Mathe liegt mir super. Habe sehr gute Noten gehabt. Mit Ausnahme von der Oberstufe in Hessen.

Möglicherweise liegt es auch an den unterschiedlichen Konzepten, nach denen in der Schule und dem Studium Wissen vermittelt wird.

Es ist ja nicht so selten, daß sich Noten oder Lernerfolg mit einem Wechsel des Lehrers verändern.

Kommentar von MarcoAH ,

Aber so einen großen Unterschied der Noten?

Kommentar von GanMar ,

Ich habe es selbst erlebt, Lateinunterricht auf dem Gymnasium - von 5 auf 3 nur durch den Wechsel des Lehrers und die damit verbundenen Änderungen im Unterricht.

Kommentar von MarcoAH ,

Vermutlich lag das wirklich an den Lehrern. Dann müssten aber so gut wie alle Lehrer an dieser Schule zu schlecht sein.

Antwort
von WillieTaylor91, 89

Mein Cousin hat mal Mathe studiert und er meinte es soll sau schwer gewessen sein. Auch eine andere bekannte von mir hat im Abi Mathe geliebt und als Sie dann an der Uni war wurde ihr das alles zu kompliziert und Sie hat ebenfall abgebrochen. Soweit ich weiß soll ein Mathe Studium schon etwas anspruchsvoller sein. 

Kommentar von MarcoAH ,

Da bin ich sehr gespannt. Genau das reizt mich, es auszuprobieren, ob ein Mathestudium oder das Mathe in der Oberstufe anspruchsvoller ist.

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