vonRichthoven am 12.05.2009 um 13:07 Uhr
War vor kurzem in einer Rheumaklinik. Dort wurden mir die Traml-Tropfen verabreicht und verordnet. Seit der Zeit nehme ich sie regelmässig - aber nur abends. In der Klinik bekam ich "jeden Tag", morgens, mittags und abens jeweils 30 Tropfen. Habe jetzt angst davor, abhängig zu werden. Jetzt nehme ich nur noch 30 Tr. abends vor dem Schlafengehen.

Tramal kann abhängig machen.
Aber die Frage ist, was dir lieber ist chronische Schmerzen, die Du irgendwann (Entwicklung des Schmerzgedächnis) nicht mehr oder nur noch sehr schwer behandeln kannst.
Oder eine evtl. Abhängigkeit.
Wobei die Gefahr der Abhängigkeit bei einer Modernen Schmerztherapie relativ gering ist.
Bitte lasse dich dazu doch mal von einen Schmerztherapeuten (Palliativmediziner) beraten.
ich habe auch Rheuma, aber 3x30 Tropfen ist der Hammer und in meinen Augen etwas verantwortungslos. Ich habe auch Tramal genommen, aber da ist man ja zu nichts mehr fähig. Ich nehme jetzt eine Basistherapie und nur im absoluten Notfall Valoron, das wirkt ähnlich. es kommt natürlich darauf an wie es dir geht, aber das sollte nicht das mittel der Ersten Wahl sein, bist du denn mit einer Therapie eingestellt worden?
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:17 Erst einmal Danke! Nein habe keine Therapie bekommen. In der Rheumaklinik wurden mir diese Tropfen einfach, wie gesagt 3xtägl. verabreicht. Am Anfang wußte ich noch nicht einmal, was ich da trinke. Nach langem Nachfragen, bekam ich es heraus.
oh, Gott und sowas nennt sich Rheumaklinik, das kann doch nicht war sein. Ist denn wenigstens die Diagnose gesichert?
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:36 Nein, nicht 100%ig. Muss mit meinem Arzt noch einmal alles durchkauen!!!
das geht gar nicht, such dir so schnell wie möglich einen Rheumathologen oder Internisten, nur der bekommt die nötigen Untersuchungen auch bezahlt, ein Hausarzt hat kein Budget dafür, warum wurde das alles nicht schon längst in der klinik gemacht? das verstehe ich nicht, die sind doch darauf spezialisiert.
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:47 Wurde nach 1Wo.bereits wieder entlassen. Schreiben f.d.Hausarzt in die Hand gedrückt und tschüss. Ich versteh die Welt nicht mehr !!! :-(
lass dich bitte nicht unterkriegen, das gleiche habe ich auch durch, nur ich hatte schon so lange so schlimme Schmerzen, das ich mich selbst als Notfall ins Krankenhaus habe eingewiesen, weil ich nicht mehr konnte, nach 3 Tagen sollte ich ohne Befund entlassen werden, und ich habe in meiner Verzweiflung gesagt, dass ich nicht eher gehe bis mir jemand sagt woher meine Schmerzen kommen, Antwort:"Na wenn das so ist können wir ja noch ein paar Untersuchungen machen" unglaublich !!! Ich wünsche Dir viel Glück und Kraft, frage nach, sei kritisch und lass dich weder vertrösten, noch abspeisen - sei Mutig - es ist dein Körper und Dein Leben !!!
Hallo, lassen Sie sich erstmal nicht verunsichern ! Die 3x30 sind eine Dosierung, die vielleicht hoch erscheinen mag, zum Abfangen von starken Schmerzen werden teilweise viel höhere Dosen gegeben ! Ein Abhängigkeitsrisiko besteht, es gilt aber als gering - mit Ausnahme von Patienten, die dazu neigen. Tramadol nimmt nur die Schmerzen, es heilt nicht, es hat keinen Einfluss auf die Primärerkrankung => saubere Diagnose nötig. Versuchen Sie mal unterstützend "harmlosere" Präparate, zB Phytodolor (zwar "nur" pflanzlich, aber gut verträglich und sehr oft verblüffend gut wirksam) und Enzyme (Entzündungshemmung !). Wenn Sie mit Tramadol aufhören, kann es zu "Entzugserscheinungen" kommen - das ist dann normal, unangenehm, aber kein Grund zur Sorge. Manchmal hilft "Ausschleichen", also das schrittweise Reduzieren der Dosis - aber die Entscheidung bleibt dem behandelnden Arzt überlassen.
Alles Gute !

die tropfen haben ein hohes abhängigkeitspotenzial-vorsicht! es gibt aber noch die möglichkeit, dass du anstatt der tropfen dir die retard-tabletten von tramal verschreiben läßt! dort wird nur wenig wirkstoff über stunden in den organismus abgegeben und es kommt zu keiner abhängigkeit!meist reicht pro tag eine 100mg retard-tablette! aber egal, was du einnimmst, sollte daneben eine therapie erfolgen! lass dir doch einfach mal eine überweisung zum schmerztherapeuten ausstellen! der hat dann auch mehr ahnung von der suchtsymptomatik als der onkel doktor hausarzt! viel glück und gute besserung! antje
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:34 Danke für die guten Ratschläge. Es geht mir echt besser und ich fühle mich nicht allein.
antje31 am 13. Mai 2009 16:50 gern geschehen, wenn du noch fragen hast, schreib mich einfach über ein freundschaftsangebot an! alles gute!

Nach 3 Wochen wirst du bei drei mal täglich mit 45 Tropfen abhängig! Meine Frau hat das einmal durch. Aber ganz genau kann dir das dein Arzt erklären!
besprich das mit deinem Hausarzt.Ich weis z.B. aus unserer Familie reagieren einige sehr empfindlich auf dieses Medikament.Meine Mutter hatte immer durchfall, Magenkrämpfe und erbrechen.aber extrem.Die Schmerzen lindert es super aber du hast recht-es kann abhängig machen.Dieses Zeug macht dann schläfrig und irgendwann merkt man das man dadurch gar nicht mehr richtig anwesend ist.Lass Dir was anderes verschreiben.Alles Gute.anna74rg

tramal ist ein sehr starkes schmerzmittel... ich habe es während meiner krankheit auch über längere zeit nehmen müssen. es ist ein morphin wenn ich mich recht erinnere... natürlich kann man davon abhängig werden... und 30 tr. sind ne menge... wenn du die schmerzen ertragen kannst dann nimm es abends bevor du ins bett gehst. du solltest das aber auf jeden fall mit deinem arzt besprechen. auf jeden fall sind deine bedenken nicht grundlos
Wolpertinger am 12. Mai 2009 13:15 kein Morphin.
Es ist ein mittelstrakes Opioid
Morphin ist die nächste Stufe bzw. die übernächste Stufe der der Schmerzbehandlung.
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:19 Danke. Ja, ich nehme sie jetzt erst einmal "nur" abends. Nächste Woche gehe ich zum Arzt.
akademikus am 12. Mai 2009 13:24 richtig ein opioid...

ein Bekannter nimmt sie, er ist dann nimmer ziemlich verändert.
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:18 Wie ververändert? Davon merke ich an mir nichts.
krise3 am 12. Mai 2009 13:25 er machte immer einen recht benommenen eindruck.

Tramal ist ansich ziemlich schläfrig und kann abhängig machen. Ich würde sie nie nehmen wollen, da ich jemand persönlich kenne, der jetzt wirklich an der Droge hängt und ewig in suchtkliniken verweilt- richtig schlimm. gibt doch auch andere mittel zum schlafen!
vonRichthoven am 12. Mai 2009 13:12 Danke für die Antwort. Die Tropfen sind gegen meine starken Schmerzen, die im ganzen sind. Mal sehr schlimm, mal weniger. An manchen Tagen kann ich mich kaum bewegen vor Schmerzen. Ich kenn nur keine Alternative ...
da bin ich absolut NICHT deiner Meinung !!! Hier muß eine ordentlich Basistherapie verschrieben werden, sie kann doch nicht ständig Tramal o.Ä. nehmen. Und außerdem können auch moderne Medis abhängig machen, und es muß heute keiner mehr Schmerzen ertragen, dafür sind die Basismedis da, es kann nicht aus Notfallmedis eine therapie gemacht werden !!!
Tramal gehört aber zu der modernen Schmerztherapie.
Und nach der Behandlung, des Rheumas wurde nicht gefragt und auch erst auf nachfrage Informationen zu gegeben.
Meine Antwort hat sich nur auf die Frage bezogen.
Wenn Du dich mit palliativ Medezin auskennst, dann weiß Du auch, dass man das Risiko einer körperlichen Abhängigkeit oder sogar den Tot als NW eingeht.
Danke, aber was ist ein "Palliativmediziner"? Ich kann auch nicht alles wissen - oder?
ohne eine vernünftig gesicherte Therapiemit gesicherter Diagnose ist auch ein Schmerztherapeut nur ein Notfallmediziner, das ist nicht zu empfehlen
Ein Schmerztherapeut, also ein Arzt der sich auf die Behandlung von Menschen mit chronischen Schmerzen spezialisiert hat.
Lass dich von deinen Hausarzt überweisen, normalerweise gibt es mittlerweile in jeder größeren Stadt Schmerztherapeuten.
wenn sie aber Rheuma hat muß sie zu einem Rheumatologen, der ggf. auch Schmerztherapeut ist. Aber eine Basistherapie ist unerlässlich, um größere Schäden am und im körper zu vermeiden.
liebe patritia, für dich nochmal.
Ich habe lediglich die Frage beantwortet die gestellt wurde.
Das das Rheuma diagnostiziert und behandelt wird, habe ich vorrausgesetzt.
Kannst Du dich jetzt mal abregen?
Danke.
Ich wollte hier keinen Streit ausbrechen lassen ..... sonst können wir uns ja mal alle im Chat wiedersehen. Es hat so gut angefangen. Ich bin VOLL DANKBAR für ALLE guten Ratschläge. Hätte nicht so viel erwartet. DANKE
ja, entschuldige - aber ich verstehe manchmal echt nicht was mit Menschen so alles gemacht wird. Und weil keiner nachfragt entstehen Mißverständnisse. Ich habe selbst eine 20-jährige Odysee durch und möchte einfach nur vermeiden, das Andere so ignorant von kliniken und Ärzten behandelt werden, es ist absolut unverständlich wie eine "Rheumaklinik" so etaws machen kann. Und es ist ja noch nicht einmal sicher dass sie chronische Schmerzen hat, deshalb meine eindringlichen Empfehlungen entchuldige es sollte nicht gegen dich gehen. Freunde ?
OK, kann das schon verstehen.
Aber ich habe euren Gedankenaustausch nicht mit gelesen, oder erst sehr spät gelesen.
Deine Verbitterung kann ich verstehen.
Bis dann. Wolpertinger
danke!