Kennt sich jemand mit Krebs aus?

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7 Antworten

Moin.

So gerne ich Dir auch schreiben würde, dass es noch eine Möglichkeit gibt, ich kann es nicht.

Speiseröhrenkrebs ist auch ohne Metastasen eine der am schwersten Behandelbaren Krebserkrankungen überhaupt. Alle operativen Verfahren gelten als Hochrisiko-Operationen.

In Verbindung mit hepatischen Metastasen ist der Kampf leider Aussichtslos. Das haben mein Schatz und ich bei ihrem Bauchspeicheldrüsenkrebs auch schmerzlich lernen müssen.

Wie Du in einem Kommentar weiter unten schreibst, machen immer wieder Gerüchte über experimentelle Medikamente die Runde. Auch wir haben von solchen gehört. Das Problem damit ist allerdings a), dass sie eben experimentell sind und es mangels Erfahrungswerten damit auch keine verlässlichen Informationen über die Nebenwirkungen gibt und das sie b) nicht gegen den Krebs als ganzes, sondern meist nur selektiv entweder gegen den primären Tumor oder die Metastasen wirksam sind.

Solche Medikamente zu versuchen, würde auch ohne unerwartete Nebenwirkungen in dem von Dir beschriebenen Stadium die Qualen nur verlängern.

Wie auch Dickerchen123 kann ich Euch nur raten, brint Euren Vater in ein Hospiz. Dort kann er seine letzten Tage wenigstens in Würde verbringen. Und wenn Euch von dem Palliativarzt des Hospizes eine palliative Sedierung für Euren Vater angeboten wird, dann sollte er oder solltet ihr dieses Angebot in seinem Interesse annehmen.

Die palliative Sedierung ist eine kombinierte, intravenöse Gabe von hocheffizienten Schmerzmitteln und einem starken Beruhigungsmittel, über einen Infusomaten als Dauerinjektion.

Ich habe für meinen Schatz davon Gebrauch gemacht und ich kann es jedem nur empfehlen. Der Patient ist dadurch schmerzfrei, ruhig und ohne Angst. Der Preis dafür ist allerdings, dass der Patient Besucher nur noch bedingt erkennt.

Ich kann diese Maßnahme trotzdem jedem nur empfehlen und habe sie längst auch für mich in meine Patientenverfügung aufgenommen.

Es mag hart klingen und es ist auch mir letztes Jahr nicht leicht gefallen, aber es ist das Beste was ihr noch für Deinen Vater tun könnt.

Es tut mir unendlich leid, Dir nichts besseres sagen zu können. Und ich wünsche Dir und Deinen Angehörigen viel, viel Kraft, für die schlimmen Wochen die Euch nun bevorstehen.

ASRvw de André

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Auch wenn dir die Antwort nicht gefällt, aber hier kann dir keiner helfen und auch Krebs kann hier niemand heilen. Da musst du auf die Ärzte vertrauen und das Beste hoffen.

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Stell Dich lieber darauf ein, Dich von ihm zu verabschieden. Wenn der Krebs gestreut hat, sieht es schlecht aus.

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Vertraue bei sowas wichtigen am besten auf einen random aus dem Internet anstatt einem artzt...

Die Frage ist aber ob man was machen kann wie weit fortgeschritten der Krebs ist...
Endstadium ist meist tödlich...

Mein Beileid hast du....
Muss ein großer Schock sein....

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Das kann dir leider niemand sagen. Hast du schon mit dem Arzt sprechen können? Was hat der Arzt denn gesagt?

Ich hoffe für dich, dass es deinem Vater gelingt, den Krebs zu besiegen - allerdings musst du auch akzeptieren, falls es dem nicht so ist. Es ist schlimm, so eine Nachricht zu hören.

Ich wünssche dir von Herzen ganz viel Kraft.

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Kommentar von MaikneedsHelp
04.02.2016, 20:17

Die Ärzte sagen das der Tod in ca. 2 - 12 Wochen eintritt 

Ich hab aber auch schon gehört das irgendein noch nicht zugelassenes Medikament das sich noch in der Testphase ist, hoffnungslose Fälle gerettet hat

Ich versuche mich nur an alle Grashalme zu klammern die sich bieten

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Hallo Maik ... es tut mir sehr leid für Dich. Das muss für Dich und Deine Familie ganz schlimm sein.

Ich befürchte, Du wirst hier keine Wundermittelchen finden, die das schaffen, was die Ärzte vielleicht nicht schaffen. Ich würde zunächst mal den Ärzten vertrauen - die kennen sich bestimmt am besten aus. Und die Medizin hat in den letzten Jahren immense Fortschritte gemacht - ganz besonders in der Krebstherapie. Vertraut den Ärzten und gebt Euch in ihr Hände - auch wenn es sicherlich schwer fällt.

Ich befürchte, es gibt Situationen, in denen man nichts anderen tun kann, als sein Schicksal annehmen und das wenige Gute daraus ziehen, was einem das Leben bietet. Ich kenne Krebskranke, die mit einem unglaublichen positiven Blick in die Zukunft schauen und jeden Tag maximal genießen als wäre es - entschuldige bitte die etwas zu wörtliche Formulierung - der Letzte. Ich glaube, da ist schon was dran.

Was vielen Menschen hilft ist Glaube. Ich bin selbst ungläubig, aber ich bin immer wieder estaunt, wieviel Menschen nur durch Ihren Glauben ertragen können.  Es heißt, Gott lädt Dir immer nur das auf, was Du auch tragen kannst. Vielleicht ein Trost?!

Ich wünsche Euch für die kommende Zeit ganz viel Kraft und das es am Ende gut ausgeht.

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Hallo

das tut mir sehr leid für euch. Ich kann dir da keine Hoffnung machen. Ärzte sind in ihrer Prognose sehr sicher, wenn sie solche Zeiten "voraus sagen".  Kaum je ein Doc wird sich so weit aus dem Fenster lehnen, wenn es "nur" ein Verdacht wäre. Leider sind Lebermetastasen sehr schlimm. Und leider sind Wunder selten. Ich befürchte, dass dein Vater für eine Studie schon zu krank ist. Ich wüsste derzeit auch keine aktuelle Therapie, die helfen könnte und die gerade in Studien getestet wird.

Ich kann euch nur raten, dass ihr euch ein Hospiz sucht. Dort wird dein Vater in den letzten Tagen / Wochen seines irdischen Daseins gut betreut.

ich kann mir vorstellen, dass es für deinen Vater auch eine Erlösung von schwerem Leid bedeutet, auch wenn es für euch nicht leicht wird.

Alles Gute

LG

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