Frage von emel8, 31

Kennt sich jemand mit der Bezahlung von Minijobs aus?

Ich habe anfang des Monats einen Minijob angenommen. Habe bis heute keinen Vertrag gesehen, obwohl ich schon seit 3 Wochen dort arbeite. Also zwei mal die Woche für jeweils 8h am Tag. Heute habe ich das Schreiben bekommen. Der Chef hat mir erklärt, dass ich nur auf 12h die woche (nicht 16h) eingetragen/angemeldet bin. Jedoch bekomme ich trotzdem die 544 euro... und keine 450. Kriege ich den Rest dann bar auf die Hand? Fällt das unter Schwarzarbeit? Papiere wegen Krankenkasse, Versicherungsnummer musste ich auch ausfüllen. Habe das Schreiben schon unterschrieben... Kann mir jemand weiterhelfen?

Antwort
von CharaKardia, 18

Mit 544 ist das kein Minijob mehr, da fallen Steuern an. Wenn das überschüssige Geld nicht über eine Ehrenamtspauschale abgerechnet werden kann, dann muss dein Chef Abgaben für dich zahlen (Krankenversicherung etc.).

Einen Arbeitsvertrag brauchst du nicht unbedingt, ein mündlicher ist auch ausreichend.

Kommentar von emel8 ,

würde mir von den 544 dann auch was abgezogen werden? 

Kommentar von CharaKardia ,

Wenn du dauerhaft (auf 12 Monate gerechnet) darüber kommst, fällt ganz normal die Lohnsteuer an, evtl. auch Sozialabgaben.

Kommentar von emel8 ,

ich habe dieses jahr noch nicht gearbeitet (schule) und werde wahrscheinlich auch nur bis ende august die tätigkeit ausführen weil dann studieren angesagt ist. und im august bin ich auch noch im urlaub, d.h. da bekomme ich jenachdem zw. 408 und 476

Antwort
von MrMiles, 19

Wenn er das regulär abrechnen und auszahlt ist das vollkommen in Ordnung. Du darfst als Mini-Jobber solche "Spitzen" haben, nur nicht regelmäßig.

Interessanter ist, dass du ohne Vertrag arbeitest - das ist nicht in Ordnung. Wenn du in einer Gewerkschaft bist, dann hast du dadurch automatisch das Recht einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit der von dir bisher geleisteten Stundensumme einzuklagen.

Kommentar von emel8 ,

Ja den Vertrag habe ich ja heute bekommen. Meine Mutter hat jetzt aber den Verdacht, er würde mir das schwarz auszahlen. bin aber mal gespannt auf anfang august wieviel geld aufm konto ist.

Kommentar von CharaKardia ,

Man braucht keinen schriftlichen Vertrag, mündliche Verträge haben genauso ihre Gültigkeit. Einen unbefristeten Arbeitsvertrag kann man daraus nicht ableiten, wenn eine geringfügige Beschäftigung ausgehandelt wurde.

Kommentar von MrMiles ,

Ja, allerdings weicht das mündlich abgesprochene ja scheinbar von der Realität ab.

Kommentar von emel8 ,

ich kriege erst ende august gesagt ob ich zum studium angenommen werde. bin mir aber sicher, dass ich auch wenn ich nicht angnommen werde, dort nicht weiterarbeiten möchte. die kündigung muss doch 28 tage vorher erfolgen oder? was kann ich nach einem monat dort arbeiten denn als grund aufführen? ahja und es ist ein unbefristetes verhältnis

Kommentar von CharaKardia ,

Wenn du ein unbefristetes Verhältnis hast, dann ist das keine geringefügige Tätigkeit mehr und damit tatsächlich erstmal Steuerpflichtig (bekommst du am Ende des Jahres zurück). Das kläre bitte direkt mal ab. Die ersten 6 Monate gelten häufig als Probezeit (abhängig davon, was ihr vereinbart habt), dann gilt eine Kündigungsfrist beiseitig von 14 Tagen, einen Grund musst du nicht aufführen.

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