Kennt sich jemand mit dem Thema Klartraum aus?

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6 Antworten

Wir müssen daher draußen sein, außerhalb unseres Körpers, bei der ersten Art Träume, und wir müssen ebenso drinnen stecken in unseren Erlebnissen bei der zweiten Art. Das heißt, wir müssen tatsächlich außerhalb des physischen Leibes sein mit unseren seelischen Erlebnissen, wenn wir träumen. Insofern ist das, was sich ältere Seelenforscher gesagt haben, absolut unanfechtbar; es läßt sich gar nichts dagegen einwenden.
Aber etwas anderes muß gesagt werden. Irgendeine Erkenntnissicherheit über das Selbst kann mir der Traum nicht geben, er kann uns hinführen, wie man auf den Weg zu einer solchen Sicherheit kommt. Denn was wir innen sind, während der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wo wir außerhalb des Körpers sind: das, was uns der Traum da zeigt, das sind wir ja ganz gewiß nicht; denn das sind auf der einen Seite Bilder unseres körperlichen Inneren, noch dazu Sinnbilder dieses körperlichen Inneren, also das, was wiederum von unserem körperlichen Inneren genommen ist. Wir können doch nicht, wenn wir schlafend außerhalb unseres Körpers sind, sozusagen dasselbe sein, was wir im Inneren sind, im physischen Leibe sind. Es muß also etwas anderes vorliegen. Wir müssen da etwas sein außerhalb unseres Körpers, aber das macht sich nicht geltend. Dazu sind wir zunächst nicht fähig, das eigentliche Wesen des Seelischen im schlafenden Zustande zu erfassen. Das verbirgt sich und maskiert sich zunächst; es umhüllt sich mit Bildern der eigenen Körperlichkeit und zeigt sich in bezug auf sein Eigenleben in willkürlichen Zusammenstellungen des Erlebten. Daß wir außerhalb unseres Leibes sind, wenn wir träumen, das haben die älteren Seelenforscher gut geschlossen; aber daß uns der Traum etwas zeige über das außer unserem Körper befindliche Wesen, das haben sie zwar geglaubt, aber das ist nicht der Fall. Denn er zeigt uns gar nichts als das, was wir sonst erlebt haben im Leibe, und unseren eigenen Leib in Sinnbildern. Also, wenn wir außerhalb unseres Leibes etwas sind, so maskiert sich das im Traume, so trägt der Traum in bezug darauf eine Maske. Wollen wir hinter unser eigenes Wesen kommen, so müssen wir dem Traume, das heißt der Seele, diese Maske denn der Traum ist diese Maske — herunternehmen können. — Bis hierher leitet uns auf einen Weg eine intimere Anschauung vom Traume. Indem ältere Seelenforscher durchaus bemerkt haben, daß der Traum schließlich nichts anderes zeigt als das, was er selbst wiederum aus der Sinneswelt nimmt, kamen ihnen natürlich auch darüber die Zweifel. Und ebensowenig wie man Sicherheit zu haben glaubte durch eine gewöhnliche, rückwärtsgewendete Selbstbeobachtung, ebensowenig war man befriedigt von dem, was die Beobachtung der Traumwelt geben konnte.
Demgegenüber tritt nun das auf, was von mir immer genannt wird die anthroposophische Weltanschauung oder anthroposophische Forschungsart. Diese stellt sich zunächst auf den Standpunkt: Wenn uns der Traum zeigt, daß wir etwas außerhalb unseres Leibes sind, so erweist er sich ja für sich zu schwach, um sein eigenes Wesen zur Anschauung, zur Offenbarung zu bringen. Um sich zu offenbaren, bedient er sich der Erinnerungsfetzen des Lebens, der Sinnbilder der eigenen Körperlichkeit. Wir müssen daher das Seelenleben verstärken, erkraften, damit wir an das herankommen, was im Seelenleben maskiert im Traume vor uns steht. Das kann man. Man kann es dadurch, daß man, wie ich in meinem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» und in anderen Schriften ausgeführt habe, mit vollem Bewußtsein durch ein systematisch-exaktes sogenanntes «meditatives» Leben den Traum nachahmt, aber ihn nicht etwa dadurch nachahmt, daß man künstlich Träume erzeugt, sondern daß man dasjenige, was aus dem Unterbewußtsein unwillkürlich im Traume heraufsteigt, mit vollem Bewußtsein in der Seele erweckt. Dazu kommt man dadurch, daß man sich gewöhnt, ebenso zu verfahren, wie der Traum unwillkürlich verfährt so zu verfahren, daß man in innerer Meditation Dinge, die man gut kennt, sinnbildlich vorstellt. Der Traum gaukelt uns sinnbildlich unsere eigene Körperlichkeit vor. Man übt sich nun da uns weder unser eigenes Inneres noch die Natur Sinnbilder gibt streng systematisch, sinnbildlich vorzustellen. So werden Vorstellungen von uns willkürlich in ein Sinnbild gebracht, wie der Traum es uns unwillkürlich vorgaukelt. Durch innere Aktivität muß es erzeugt werden, das heißt aber, es muß der Traum verstärkt werden.
Wenn wir im äußeren Leben sind, geben wir uns passiv den äußeren Beobachtungen und Wahrnehmungen hin. Dann ist die innere Tätigkeit eine schattenhafte. Jeder empfindet eigentlich, wie schattenhaft das abstrakte Vorstellen ist, wie die Gedanken hingegeben sind an die Außenwelt und dann schattenhaft verlaufen. Jeder spricht von den schattenhaften Gedanken gegenüber der konkreten Wirklichkeit. Wenn man aber dazu aufsteigt, jetzt Sinnbildliches vorzustellen, so muß man diese Sinnbilder machen. Und wenn man nun ein vollbewußter Mensch ist und kein Narr, so weiß man, daß man sie selbst macht. Man ist dann durchaus kein Träumer, sondern ein gewöhnlich Wachender, ja noch mehr als ein gewöhnlich Wachender. Dem Träumer kommen die Sinnbilder unwillkürlich, dem Wachenden die Vorstellungsbilder durch äußere Anregung. Der Wachende, der selber sich rege macht, was die Träume geben, der Sinnbilder mit aller inneren Kraft sich vor die Seele hinstellt und in voller, bewußter Besonnenheit den Traum nachahmt, der erweckt sich sozusagen zu einer höheren Denk- und Vorstellungsaktivität und damit zu einer höheren Seelenaktivität überhaupt, als man sie im gewöhnlichen Bewußtsein hat. Das muß dann aber wirklich ganz systematisch durchgeführt werden.
(GA 213, Seite 18f : aus dem Vortrag vom 15. 11.1923 von Dr. R. Steiner)

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Kommentar von Jan2211h
06.10.2016, 16:46

Danke für deine Antwort tatsächlich bin ich auf genau diesen Beitrag gestern Abend noch gestoßen da ich mich nun intensiv mit dem Thema beschäftige aber trotzdem Danke für deine Zeit!

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Selbst wenn man es schafft länger Klarzuträumen und das jede nacht bringt es einem gar nichts. 

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Kommentar von Jan2211h
04.10.2016, 16:14

Naja wenn man dadurch ängst und phobien bekämpfen kann wäre das ja schon mal ein Vorteil

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Ich habe das auch mal eine Zeit lang versucht. Im Internet gibt es ja so einige Anleitungen dafür, da habe ich irgendeine benutzt.

Im Grund hatte ich nur den ersten Schritt befolgt, den "Realitätscheck", also vor und nach dem Schlafen prüfen, ob man auch wirklich wach ist. In meinem Fall habe ich meine Finger gezählt.

Ergebnis war, dass ich, während der Zeit, wo ich das gemacht habe (und noch eine Zeit lang weiter), mich jedes einzelne Mal an den Traum erinnern konnte.

Irgendwann habe ich dann aufgehört, weil ich das Prüfen dann immer mal vergessen habe und das hat sich dan eben verlaufen. Ich denke aber, hätte ich weiter gemacht, hätte ich weitere Erfolge erzielen können.

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Kommentar von Jan2211h
04.10.2016, 16:07

Ok ist ja schon mal ein Anfang, danke dir

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Hi. Ich bin seit 4 Jahren Klarträumer und hatte mehr als 20 Klarträume.

Ich kenne mich mit dem Thema aus.

Wenn du willst, kannst du mich anschreiben.

Hier ist eine Video Anleitung der DILD-Technik, mit der ich nach 4 Wochen Training und Übung meinen ersten Klartraum vor 4 Jahren bekam.

Das ist die Technik, mit der ich am besten klar komme und es klappt auch am besten.

Ich hab aber auch schon mal erfolgreich WILD und MILD ausprobiert.

Zudem mache ich auch noch eine Autosuggestion, mit der ab und zu schon mal 2 Klarträume an 2 Tagen oder 3 Klarträume an 3 Tagen bekomme.

An und zu auch schon mal 1-2 Klarträume die Woche.

In letzter Zeit klappt es nicht so gut, da ich im Moment keine Lust auf Klarträume hab, aber wenn ich mich wieder mehr mit dem Thema beschäftige und Lust dazu hab, dann kriege ich auch wieder Klarträume.

Also wenn du willst, schreib mich einfach an.

Ich könnte noch mehr dazu sagen, aber das würde zu lange dauern, alles er erklären.

Von daher, schreib mich einfach an, wenn du noch mehr wissen willst. ;-)

LG jackjack1995

PS: Was die Autosuggestion angeht: Sage dir vor dem Einschlafen so oft wie du willst den Satz: "Im Traum bemerke ich, dass ich träume."

Oder: "Im Traum mache ich RCs und bemerke, dass ich träume."

Oder: "Im Traum stelle ich mir die kritischen Fragen und bemerke, dass ich träume."

Oder. "Ich werde heute klar träumen:"

Oder, oder, oder...

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Moin! Ich hab ganz gute Ehrfahrungen mit der C-wild technik gemacht, weil man die auch öfters pro nacht anwenden kann. Mindsurfing fand ich auch ganz gut, ich verlinke dir mal ein paar videos weil das wirklich schwer zu erklähren ist.
Viel Glück!
~Pablo

C-Wild:

Mindsurfing:

P. s.

Schreib mal in den komentaren ob du erfolg hattest ;)

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Kommentar von OBobb
04.10.2016, 16:08

Ach ja: ich kann 2 Bücher empfehlen:

-exploring the world of lucid dreaming (stephen laberge)

- gateway to the inner self (robert waggoner)

Beides sehr gute bücher, aber auf englisch

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Kommentar von Jan2211h
04.10.2016, 16:08

Ich versuche das gleich Heute Nacht noch aus und schreibe dir dann morgen, danke dir !

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Hey :)

Ich träume oft klar (luzides Träumen).

Meine Taktik ist , das ich einfach mich sehr dolle anstrenge und so klappt es meist :D

Klappt nicht bei jedem, jedoch bin ich meist nie sehr ausgeschlafen und am nächsten morgen kaputt da, man sich echt dolle anstrengen muss.

Schau dir mal ein Video von SurvivalGuide an - Luzides Träumen.

Vielleicht hilft dir das :)

Lg, Lele

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Kommentar von Jan2211h
04.10.2016, 15:59

Danke ich schaue mal vorbei aber wie meinst du sehr dolle anstrengen ? ^^

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