Frage von 524365434634645, 27

Kennt jemand Künstler des abstrakten Expressionismus und kann sie mir vielleicht beschreiben?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Leobeer, Community-Experte für Schule, 10

Ich stelle dir einmal kurz die vier berühmtesten vor:

Willem de Koonig:

Willem de Kooning (* 24. April 1904 in Rotterdam; † 19. März 1997 in East Hampton, Long Island, New York) war ein US-amerikanischer Maler niederländischer Herkunft. Er war einer der bedeutendsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und gilt neben Jackson Pollock als Wegbereiter des Action Paintings. Willem de Kooning war das jüngste der fünf Kinder und zugleich der einzige Sohn von Leendert de Kooning, einem Weinhändler und Getränkefabrikanten, und Cornelia Nobel, einer Barfrau aus dem Norden von Rotterdam. Zu seiner Mutter Cornelia, die in einer Hafenkneipe arbeitete und häufig wechselnde Männerbekanntschaften pflegte, die sie mit nach Hause brachte, entwickelte der junge Willem eine frühe Hassliebe, die maßgeblich auf sein ambivalentes Frauenbild im Werk, wie im Leben, reflektierte. Um 1924/25 begab er sich auf eine Studienreise nach Belgien, wo er unter anderem die Königliche Akademie der Schönen Künste in Brüssel besuchte und Studien am Museum der Schönen Künste in Antwerpen betrieb. Er war fasziniert von der rasant wachsenden „Neuen Welt“, die ihm nicht so beengt und voller Möglichkeiten erschien. Nach zwei vergeblichen Versuchen schiffte er sich am 18. Juli 1926 in Belgien illegal mit Hilfe eines Bekannten namens Leo Cohan auf dem britischen Frachter „SS Shelley“ in die USA ein. Am 15. August 1926 kam de Kooning in Newport News, Virginia an. Auf der Weiterfahrt nach Boston erwarb er seine Einreisepapiere und ließ sich zunächst in Hoboken, New Jersey, nieder, wo er Gelegenheitsarbeiten als Maler und Anstreicher und Zimmermann erledigte. 1927 zog de Kooning nach New York. 1929/30 lernte er den Kunstkritiker John Graham, den Galeristen Sidney Janis und die Künstler Stuart Davis, David Smith und Arshile Gorky kennen. Gorky, mit dem de Kooning ein gemeinsames Atelier anmietete, wurde bald Mentor und schließlich einer seiner engsten Künstlerfreunde. Um 1940 orientierten sich de Koonings Arbeiten noch sehr an Gorkys surrealistischer Bildsprache und besaßen den postkubistischen Einfluss Picassos. Das änderte sich erst, als de Kooning Bekanntschaft mit dem sechs Jahre jüngeren Maler Franz Kline machte, der ebenfalls unter der figürlich-kubistischen Prägung des Amerikanischen Realismus begonnen hatte und nun zu einer monochromen Dynamik gefunden hatte. Der früh verstorbene Franz Kline zählte zu den engsten Künstlerfreunden de Koonings. Bis Mitte der 1940er Jahre änderte sich de Koonings Bildsprache kontinuierlich: Serien und die Auseinandersetzung mit der Abstraktion und der ständig wechselnden Anordnung von menschlichen Figuren im „Auflösungsprozess“ sollten bald den Schwerpunkt seiner Arbeiten bilden. Um 1942 begegnete Willem de Kooning Jackson Pollock und dessen späterer Frau Lee Krasner in dem New Yorker Künstlertreff The Club an der 39. Straße, der neben der Cedars Tavern die „erste Generation“ der New York School vereinigte. Im selben Jahr kam es zu der Gruppenausstellung American and French Paintings in der Mc Millen Gallery, bei der neben de Kooning und Pollock, Stuart Davis und Lee Krasner die Europäer Georges Braque, Pablo Picasso und der Fauvist Henri Matisse im Vergleich gezeigt wurden. Mit dem cholerischen Jackson Pollock verband de Kooning eine unter Alkoholexzessen besiegelte Freundschaft, die Ende der 1940er Jahre in Rivalität endete. Trotz aller künstlerischer Konkurrenz inspirierten sich de Kooning und Pollock gegenseitig und „prosperierten“ sogar in der Materialsprache voneinander: Während Pollock auf de Koonings schwarze Heizkörperfarben zurückgriff und zunehmend die Farbigkeit in seinem Werk reduzierte, wagte sich de Kooning mit Bildern wie Attic (1949) und Excavation (1950) erstmals an Großformate im Stile Pollocks und sprengte die von Kubismus und Surrealismus vorgegebenen Malgründe. 1955 verließ Willem de Kooning seine Frau Elaine und zog mit der Künstlerin Joan Ward zusammen. Am 29. Januar 1956 kam die gemeinsame Tochter Johanna Lisbeth „Lisa“ zur Welt. Im selben Jahr, am 11. August, verunglückte Jackson Pollock bei einem Autounfall tödlich. Ab diesem Zeitpunkt verschwand das Frauenmotiv plötzlich aus de Koonings Werken und wurde von expressionistischen Großstadt-Szenerien und Landschaften abgelöst. Von 1957 bis 1963 widmete sich de Kooning fast ausschließlich gestisch-abstrakten Landschaftsbildern in immer heller werdenden Farben, die er meistens nach Orten, Straßen oder Verkehrsschildern benannte (-> Fire Island). Offenbar deutete er in dieser abstrakten Allegorie einer Autofahrt oder einer „Zeitreise“ seinen eigenen Rückzug aus der Großstadt mit der Suche nach (eigener) Vergangenheit und Herkunft an. Mit der Entstehungsgeschichte dieser Serien einhergehend, zog sich der Künstler tatsächlich ab Ende der 1950er Jahre nach Springs bei East Hampton auf Long Island zurück, wo er auch am 19. März 1997 mit 92 Jahren in seinem Atelier starb.

Jackson Pollock:

Jackson Pollock gilt als einer der bedeutenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Er beeinflusste nicht nur die amerikanische, sondern auch die europäische Kunst. Pollock schuf in den wenigen Jahren zwischen 1946 und 1951 ein „erstaunlich geschlossenes und außerordentlich innovatives Werk“. Pollocks frühe Arbeiten waren deutlich von seinem Lehrer Benton sowie den Werken der mexikanischen Muralisten (populäre kommunistische Wandmalereien) beeinflusst. Pollocks Auseinandersetzung mit der europäischen Moderne, dem Kubismus sowie dem Surrealismus erweiterte das Spektrum der Einflüsse, ohne dass er zu einem eigenen Stil fand. Insbesondere das Erlebnis des Werks von Pablo Picasso bestimmte seine Malerei über eine längere Phase Ende der 1930er und der frühen 1940er Jahre. Pollock malte in dieser Zeit großflächige, expressive Bilder mit indigene Motiven. Ähnlich wie der Kubismus von Braque und Picasso von den „primitiven“ bzw. ursprünglichen Formen der afrikanischen Skulptur ausgeht, bezog sich Pollock auf indianische und Inuit- (Eskimo)Motive. Interessierte ihn doch in seiner Auseinandersetzung mit C. G. Jung vornehmlich die Auffassung, das Unbewusste sei die Quelle der Kunst. In den mythologischen, totemistischen Zeichen der Indianer sah er die Verbindung von Unbewusstem und künstlerischem Ausdruck. Bei den 1943 entstandenen Bildern Die Wölfin (Museum of Modern Art, New York) und Die Hüter des Geheimnisses (Museum of Art, San Francisco), brachte Pollock individuelle Zeichen auf die Leinwand, die frei verstreut scheinen. Es sind konzentrierte Bilder, die die Summe seiner künstlerischen und subjektiven Erfahrungen der letzten Jahre ausdrücken. Den Wendepunkt hin zu seinem abstrakten Hauptwerk markierte das Bild Geburt von 1941. Hier dominierte zwar das Motiv einer Inuitmaske und stand in formaler Nähe zu Picasso, doch der z. T. dicke pastose Farbauftrag nahm schon materielle Aspekte seiner späteren Werke vorweg. Pollock stand seit 1942 in Kontakt zu den späteren Malern der „New Yorker Schule“, u. a. Willem de Kooning und Robert Motherwell. Ein Jahr später nahm die New Yorker Galeristin Peggy Guggenheim Pollock unter Exklusivvertrag für ein monatliches Salär von 150 $ und stellte seine Werke in ihrer Galerie Art of This Century in New York aus. Diese waren zu dieser Zeit deutlich surrealistisch orientiert und folgten der Écriture automatique, einer ihrer Absicht nach vom Willen abgelösten automatischen Malerei, mit der sich die innere Welt des Künstlers spiegeln sollte. Über diese malerische Haltung gelang Pollock schließlich zu seinem ganz persönlichen Stil. Er wandte sich ab vom Figurativen, überhaupt von allen Elementen, die Bezüge zur Wirklichkeit besaßen.
Ab 1946 entwickelte Pollock die Dripping-Technik (er lässt Farbe auf die auf dem Boden liegende Leinwand tropfen und fließen, schüttet, sprengt und spachtelt, so dass sich Strukturen, Rhythmen und Muster aus Farbspritzern und -flüssen bilden; er trägt die Farbe vielfach nicht mehr mit einem Pinsel auf, sondern lässt sie aus einem Loch im Boden einer Farbdose fließen). Seine Bilder leben vom Kontrast und wollen damit den widersprüchlichen Gegensatz von Körper und Seele ausdrücken. Wie bei allen Künstlern des Action Painting steht der Fertigungsprozess des Kunstwerkes im Vordergrund. Mit dieser Technik des Action Painting schuf Pollock komplexe, ineinander verwobene Farbstrukturen, wie in Kathedrale (1947, Museum of Fine Arts, Dallas). Ab 1950 wandelte sich Pollocks Stil erneut: Er schuf große Kompositionen in Schwarzweiß, überzog weiße Leinwände kreuz und quer mit braunen und schwarzen Farblinien. Zu den Werken dieser letzten Schaffensperiode gehört Die Tiefe (Museum Springs, Long Island). Nach 1951 entstanden kaum noch Werke und ab 1953 kehrte Pollock wieder zu Pinselarbeiten und der figurativen Malerei zurück. Gegen Ende des Jahres 1954 gab Pollock das Malen auf. Er starb am 11. August 1956 in Springs – East Hampton, New York.

Mark Rothko:

Marcus Rothkowitz war ein Vertreter der Farbefeldmalerei und wurde 1903 als viertes Kind des jüdischen Apothekers Jacob und seiner Frau Anna Goldin Rothkowitz im russischen Dwinsk, dem heute lettischen Daugavpils, geboren. Wegen der zahlreichen antisemitischen Pogrome im Zarenreich entschloss sich seine Familie, in die USA auszuwandern. Sie fuhren im August 1913 mit einem Passagierdampfer von Libau nach New York. Ab 1913 lebte Rothko zunächst in Portland, Oregon, später in der Kunstmetropole New York. Seine erste Einzelausstellung fand 1933 im Portland Museum of Art statt. Zwei Jahre später war er Mitbegründer der Künstlervereinigung The Ten. 1938 erhielt er die amerikanische Staatsbürgerschaft und änderte im Januar 1940 seinen Namen zu Rothko. Eine weitere Einzelausstellung fand 1945 in Peggy Guggenheims Galerie Art of This Century in New York statt. Beeinflusst wurde er zunächst vor allem vom europäischen Surrealismus eines Max Ernst, Wolfgang Paalen und Yves Tanguy. Auch die künstlerischen Arbeiten seines Vorbildes Henri Matisse hinterließen in seinem Werk deutliche Spuren. Ein bekanntes Bild Rothkos trägt bezeichnenderweise den Titel Homage to Matisse (1953). Nachdem es im November 2005 auf einer Auktion bei Christie's in New York für 22,5 Millionen Dollar verkauft wurde, galt es längere Zeit weltweit als das teuerste Kunstwerk nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Diesen Rang übernahm später vorübergehend sein Gemälde White Center. Mit seinem ab 1949 entstehenden Hauptwerk gehört Mark Rothko zu den bedeutendsten Repräsentanten des Abstrakten Expressionismus und der Farbfeldmalerei, die maßgeblich von ihm geprägt wurde. Rothko ist besonders bekannt durch seine großformatigen Ölgemälde mit gestapelten, ineinander verschwimmenden, monochromen Farbflächen. Manche dieser Werke erreichen eine Höhe von über 300 cm. Rothko hatte genaue Vorstellungen bezüglich der Hängung und Beleuchtung (in eher düsteren Räumen) und empfahl, die Gemälde aus circa 45 cm Entfernung zu betrachten. Ein zentrales Anliegen seiner Werke ist die intensive Betrachter-Bild-Beziehung, die durch eine rein auf die Wirkung der Farbe ausgerichtete, nicht figurative Malerei erreicht werden soll. Schon 1947 äußerte er: „Ein Bild lebt in Gemeinschaft, indem es sich in den Augen des einfühlsamen Betrachters entfaltet und dadurch in ihm auflebt. Es stirbt, wenn diese Gemeinschaft fehlt. Deshalb ist es ein gewagtes und gefühlloses Unterfangen, ein Bild in die Welt zu entsenden.“ Rothko kommentierte ansonsten sein eigenes Werk fast nie und lehnte insbesondere nach 1950 jeden interpretatorischen Hinweis ab. Stattdessen bekannte er: „Bilder müssen geheimnisvoll sein.“ 1970 tötete sich Rothko in seinem Atelier.

Barnett Newman:

Er war auch ein Vertreter der Farbfeldmalerei. Newman wurde als Barnett Baruch Newman in New York als Sohn russisch-jüdischer Emigranten geboren. Er studierte 1919 bis 1927 an der Art Students League of New York am City College of New York mit Schwerpunkt Philosophie. 1927 erhielt er den Bachelor of Arts. Von 1931 bis 1939 arbeitete er aushilfsweise als Kunstlehrer an New Yorker High-Schools, da er bei seinem Examen, das er im Jahre 1942 jedoch bestand, dreimal durchgefallen war. Aktiv wandte sich Newman erst ab 1937 der Malerei zu und wurde 1944/1945 durch seine surreal-kalligrafischen Zeichnungen bekannt. Zu dieser Zeit stellte er eine Liste der gewünschten Vertreter für das zu gründende New Art Movement auf. Er nannte neben Gottlieb, Rothko, Pollock, Hofmann, Baziotes und Gorky. Motherwell dagegen versah er darin noch mit einem Fragezeichen. 1948 gründete Barnett gemeinsam mit Mark Rothko, William Baziotes, Robert Motherwell und David Hare eine Schule mit dem Namen Subjects of the Artists. Zu dieser Zeit malte Newman vor allem abstrakt-expressionistische Bilder. Ab 1948 führte Newman diese (auch Post-Painterly genannte) Abstraktion weiter zur rein strukturell orientierten Hard Edge-Malerei. Seine erste Einzelausstellung hatte Newman 1950 bei Betty Parsons in New York, nach der er sich allerdings aufgrund der niederschmetternden Kritiken bis 1958 zurückzog, um in einer erneuten Einzelausstellung am Bennington College in Vermont seine Werke wiederum dem Publikum vorzulegen. Im gleichen Jahr beteiligte er sich an der Ausstellung The New American Painting des Museum of Modern Art in New York. In diesen Werken führte er die Reduktion von Form und Farbe ins Extrem, indem er großflächig monochrome Leinwände zeigte, die gelegentlich von kontrastierenden Linien durchzogen wurden. Diesem Stil blieb er bis zu seinem Tod treu, etwa mit seinem letzten Werk Midnight Blue. 1970 starb er in New York an den Folgen eines Herzinfarkts. 1982 wurde auf sein Gemälde Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue in der west-Berliner Neuen Nationalgalerie von einem Besucher eingeschlagen und 1997 sein Werk Cathedra im Stedelijk Museum in Amsterdam mit einem Messer zerschnitten.

Zusammenfassung:

New York School: William Baziotes, Arshile Gorky, Hans Hofmann, Franz Kline, Willem de Kooning, Robert Motherwell, Jackson Pollock, Mark Rothko, Barnett Newman, Clyfford Still

Action Painting: Jackson Pollock, Sam Francis, Willem De Koonig, Franz Kline, Robert Motherwell, Philip Guston, Kazuo Shiraga, Helen Frankenthaler, Alfons Schilling

Farbfeldmalerei: Mark Rothko, Barnett Newman, Frank Stella, Ad Reinhardt, Ellsworth Kelly, Clyfford Still

Ich habe vor kurzem darüber in Kunst ein Referat gehalten, also wenn du noch Fragen hast, kannst du sie gerne stellen, ich beantworte sie dir gerne. Du kannst auch die Fragen von superspidersam1 durchlesen, die waren glaub ich auch ähnlich und hatten was mit dem abstrakten Expressionismus zu tun.

VG Leo

Quellen: Die gleichen wie bei deiner Frage zu den Eigenschaften

Kommentar von Superspidersam1 ,

Lol, des ist ja fast des gleiche, wie bei mir...

Antwort
von FelixFoxx, 14

https://de.wikipedia.org/wiki/Abstrakter_Expressionismus

Die dort angegebenen Künstler kenne ich alle nicht, es sind aber Links zu anderen Seiten.

Antwort
von p4nout, 15

Hans Hofmann (1880–1966)Mark Tobey (1890–1976)Bradley Walker Tomlin (1899–1953)Mark Rothko (1903–1970)Adolph Gottlieb (1903–1974)Seymour Lipton (1903–1986)Arshile Gorky (1904–1948)Clyfford Still (1904–1980)Willem de Kooning (1904–1997)Barnett Newman (1905–1970)Lee Krasner (1908–1984)Franz Kline (1910–1962)Jackson Pollock (1912–1956)Morris Louis (1912–1962)William Baziotes (1912–1963)

Quelle : Wikipedia.org

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