Frage von ssternchen16, 58

Kennt jemand einen schönen Text zum Thema Weihnachten?

Hallo, muss für einen Jugendkreis einen schönen Text zum Thema Weihnachten finden. Er sollte nachdenklich sein und eine klare, innere Aussage oder ähnliches beinhalten. Kann auch ein Zitat sein. Hat jemand eine Idee?

Danke im Voraus!

Antwort
von violatedsoul, 58

Wenn der Stollen ab September
liegt zum Kaufen für uns bereit,
Dann weiß jeder hier in Deutschland:
Weihnachten ist nicht mehr weit.

Wenn es alle Jahre wieder
vom Winterdienst heißt: "Wir sind bereit!",
dann weiß jeder hier in Deutschland:
Weihnachten ist nicht mehr weit.

Wenn man hofft auf fette Umsatzzahlen
in all den Kaufhäusern weit und breit,
dann weiß jeder hier in Deutschland:
Weihnachten ist nicht mehr weit.

Weihnachten - das Fest des Stresses
und vielerorts der Heuchelei.
Und sehr viele Menschen stöhnen:
"Wäre Weihnachten doch bald vorbei!"

War Weihnachten nicht auch mal anders?
Mit weniger Hektik, mit weniger Geld?
Mit weniger Hetze nach Geschenken?
Mit weniger Hass auf dieser Welt?

Wir sollten alle mal innehalten
und uns ein bisschen zurückerinnern,
wie es mal war mit Heimlichkeiten
und schön geschmückten Weihnachtszimmern.

Mit Vorfreude auf das, was uns erwartet,
mit ehrlicher Freude auf dieses Fest.
Mit Kinderaugen, die hell strahlen
und Eltern, die nicht waren so gestresst.

Ich versuche, diese Gedanken zurückzuholen
und festzuhalten in unserer Zeit,
denn Weihnachten ist mehr als kaufen und essen,
Weihnachten ist Familie und viel Zeit.

Zeit mal nur ganz für sich und Zeit für die Kinder,
Zeit, sich zu helfen, Zeit, sich zu sehen.
Zeit füreinander, die sonst vielleicht nicht so bleibt.
Zeit, in der Familie zueinander zu stehen.

Kommentar von amrita1 ,

Sehr schön!

Antwort
von rosacanina45, 54

Das Honigkuchenherz

Vor der Bude vom Zuckerbäcker stand
ein Opa, sein Enkelkind an der Hand;
und Fritzchen wählte nach langem Suchen
ein großes Herz von Honigkuchen.
Zuckerguss war darüber geglättet
mit Plätzchen und Perlen eingebettet,
und für dieses Kinderglück
bezahlte der Opa ein Fünfmarkstück.
Nun ging der Opa und Fritz in die Runde
es dauerte schon eine gute Stunde,
vor jeder Bude blieb Fritzchen stehen,
überall gab es was Neues zu sehen.
Da sagte Fritzchen ganz leise: Opalein,
Opa ich muss mal, bloß klein.
Da sagte der Opa der Gute:
Komm gleich hier hinter die Bude.
Ich bleib dicht vor Dir stehen,
da kannste, und keiner kann Dich sehen.
Fest in der Hand den Honigkuchen
tat Fritzchen nun das Knöpfchen suchen.
Der kalte Wind pfiff um die Ohren,
die Finger waren ganz blau gefroren
und deshalb traf er auch einige Mal
den Honigkuchen mit warmen Strahl.
Das kleine Fritzchen merkte das gleich,
der Honigkuchen wurde weich.
Und Fritzchen flennte ohne Unterlass:
Opa, mein schönes Herz ist nass!
Da ging Opa, der einzige Gute,
mit Fritzchen an die Zuckerbude
und stillte dessen großen Schmerz
mit einem zweiten Honigkuchenherz.
Nun hatte er zwei Herzen und es war ihm klar,
dass eines davon nicht in Ordnung war.
Er wollte den Opa entscheiden lassen:
Opa, was machen wir mit dem nassen?
Der Opa wusste in der Tat
gleich einen guten Rat:
Weißt du mein Junge, das machen wir so,
den gibst du der Oma, die titscht (tunkt) sowieso!

Antwort
von gina86, 46

Was ist Weihnachten?

Kurz vor dem Heiligen Abend saßen die Tiere des Waldes beisammen und diskutierten über Weihnachten. In der gemütlichen Runde kam plötzlich Streit darüber auf, was wohl die Hauptsache an Weihnachten sei.

“Logisch, der Gänsebraten”, rief der Fuchs, “was wäre Weihnachten ohne Gänsebraten!”.
“Schnee”, sagte das Reh, “ganz viel Schnee!” Und es schwärmte verzückt: “Wunderschöne weiße Weihnachten!”
“Ich möchte ein schönes Weihnachtslied singen, damit es schön besinnlich ist”, zwitscherte die Amsel. “Ohne klangvolle Musik ist es für mich kein festliches Weihnachten.”
Auch die anderen kamen zu Wort und äußerten, was für sie wichtig sei.

Einen Tannenbaum, Kerzenschein, eine schummrig und gemütliche Stimmung sei das Wichtigste. Widerum gab es Tiere, denen es auf etwas ganz anderes ankam. So krächzte die Elster auf einmal: “Und Schmuck. Einen Ring, eine Brosche oder eine Kette, das ist für mich das Allerschönste an Weihnachten.”
Anderen wiederum kam es mehr darauf an, was sie an Weihnachten erhalten. Auf die Geschenke kommt es ihnen an. Je mehr sie bekommen, desto schöner sei Weihnachten.

Doch kommt es tatsächlich darauf an, was oder wieviel wir erhalten? Oder bedeutet Weihnachten doch etwas anderes? Gibt es vielleicht doch einen viel tieferen Sinn, den man nur leider mit der Zeit mehr und mehr vergisst?

Da meldet sich plötzlich die Schnee-Eule zu Wort. Alle horchen ...

“Tiere, für jeden mag Weihnachten mit bestimmten, materiellen Dingen zu tun haben, für jeden mag dies etwas anderes sein, doch der tiefere Sinn vom heiligen Abend ist die Geburt des Jesuskind. Es geht um ihn und nicht um euch!
Es geht um Jesus - und somit geht es um uns Menschen und wie wir uns Gott nähern können. Es geht um unsere Zukunft. Und darauf wollen wir uns gemeinsam freuen. Das ist Weihnachten!”

“Übrigens”, fragte der Esel: “Wissen das die Menschen eigentlich?”

(Goethe)

Antwort
von Pangaea, 46

Das hier ist richtig schön: http://www.verlag-am-eschbach.de/die-geburt-p-697.html

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