Frage von Kunimi, 57

Kennt jemand einen guten Rat gegen Angstzustände?

Hey zusammen. Ich habe eine sehr stark ausgeprägte soziale Phobie. Ich werde bald auf eine neue Schule gehen und fühle mich schrecklich unwohl unter vielen Menschen. Ich bin nicht gerade selbstbewusst und weiß nicht wie ich mich in Situationen die mir Angst machen beruhigen kann. Zwar sieht man es mir nicht gerade an, weil ich äußerlich sehr gefasst bin aber dadurch wirke ich schnell arrogant. Das wurde mir öfters schon gesagt. Ich bin auch seit Jahren in therapeutischer Behandlung.

Bitte keine Antwort die beinhaltet mit meinem Psychodoc darüber zu sprechen. Denn ich frage euch und möchte von euch einen Rat hören.

Liebe Grüße Kunimi

Antwort
von manfred1011, 39

Heyy,

das Problem hab ich teilweise auch. Lass dir mal von deinem Arzt Promethazin verschreiben. Das ist gegen Angst und Unruhezustände. Mir hilft das immer relativ gut runter zu kommen und hat meiner Meinung nach auch so eine Leck-mich Wirkung :D, wenn du weißt,was ich meine.

LG und viel Erfolg bei deiner Therapie !

Kommentar von Kunimi ,

Hahaha :) verstehe. Ich nehme zur Zeit auch selbst Medikamente ein. Trotzdem danke dir :) und Gruß zurück 

Antwort
von staffilokokke, 25

Vielleicht hilft es ja, wenn Du etwas vertrautes mit nimmst. 
Ein Foto von und mit Deinen Freunden oder ein Gegenstand das Dir mal jemand geschenkt hat, der Dich mag. Diese Angst haben nicht nur Sozialphobiker (wenn es dieses Wort gibt), sondern alle. 

Antwort
von tantra, 14

Zunächst lerne in den Bauch zu atmen. Die meisten Menschen mit Angststörungen können das nicht. Dazu lege Dich hin, lege eine Hand zwischen Bauchnabel und Schambein auf den Bauch und atme so, dass sich Deine Hand auf und ab bewegt.

Wenn das klappt, übe mit der Hand einen leichten Druck aus und versuche sie mit dem Atmen wegzudrücken. Wenn Du Dich damit wohl fühlst, versuche das ganze im Stehen und zum Schluss ohne Hand, bis Du Dich auf diese Atmung nicht mehr konzentrieren musst.

Dann lege beide Hände gekreuzt auf Deinen Solar-Plexus und konzentriere Dich auf das Wärmegefühl, das sich dabei einstellt. Dabei atmest Du, so wie Du es zuvor gelernt hast. Dies kann anfänglich selbst bedrückend sein. Atme einfach weiter, bis sich das bedrückende Gefühl auflöst.

Nach einiger Zeit wirst Du die Übung eher kräftigend als bedrückend empfinden. Dann ist es soweit. Dann kannst Du diese Übung immer dann anwenden, wenn Du in beängstigende Situationen kommst. Auch dann, wenn die Angst sich noch gar nicht eingestellt hat. Aber mit etwas Übung kann man sich so sogar aus einer Panikattacke heraus atmen.

Namasté,

 - lars.

Expertenantwort
von Buddhishi, Community-Experte für Angst & Psychologie, 23

Hallo Kunimi,

ich verstehe. Therapiebegleitend kann ich Dir folgendes empfehlen:

Selbstsuggestionen, die mehrfach täglich still im Geiste wiederholt werden, am besten mit einem inneren Bild des bereits erreichten Zieles unterlegt, für Dich z. B.: "An jedem Ort, zu jeder Zeit, Ruhe und innere Sicherheit."

Eine weitere Selbsthilfe wären Meditationen, wie z. B. Achtsamkeitsmeditationen aus dem Buddhismus. Hier ein Link für Dich:

http://ich-will-meditieren.de/meditationstechniken/achtsamkeitsmeditation/

Bitte wähle nicht irgendwelche Youtube Filmchen stattdessen aus, die könnten mit evtl. schädlichen Subliminals unterlegt sein.

Alles Liebe und Gute für Dich

Buddhishi

Antwort
von NewKemroy, 21

Achtsamkeitsmeditation. Würde ich auch sagen. Die gibt es in verschiedenen Varianten. Beginnend mit der sehr unproffesionellen "Kaffee-Kränzchen-Meditation" wo sich irgendwelche Leute ohne Anleitung alle Woche einmal treffen, dann gibt es westliche Lehrer, es gibt Achtsamkeitsmeditation auch als therapeutische Version, die von der Kasse bezahlt wird und es gibt die Profis aus den Ursprungsländern Indien, Thailand und Myanmar (Burma).

Ich würde mich an Deiner Stelle super gut informieren und dann einen professionellen Intensiv-Kurs (14 Tage) in Deutschland, Österreich oder der Schweiz belegen, bei vornehmlich Traditionen aus oben genannten Ländern.

Die Achtsamkeitsmeditation wird auch Vipassana genannt, guckst Du z.B. hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Vipassana

Die Vipassana-Meditation ist nicht einheitlich, denn es gibt hier mehrere Untermethoden. Hier solltest Du sehr aufpassen, damit Du auch genau weißt für was Du Dich entscheidest.

Mein Favorit ist die "Technik des Benennens" in der Tradition vom ehrw. Mahasi Sayadaw und Nachfolgelehrer und Ajahn Tong.

Es gibt auch eine schöne Video-Serie von Yuttadhammo Bhikkhu, mit dem Titel "how to meditate" 1 bis 6 auf Youtube, worin dieser Stil gelehrt wird.

Wenn man meditiert sollte man aber runter sein von Medikamenten. Solltest Du mit dem Arzt besprechen.

Antwort
von JustNaTii, 21

Also ich habe eine ausgeprägte panikstörung und mir hilft es sehr gut durch den Bauch zu atmen und sich darauf zu konzentrieren :) das lenkt gut ab bzw bringt einen wieder runter :) viel Erfolg

Antwort
von Sukadev, 12

Ich empfehle Hatha Yoga, insbesondere Atemübungen. Es gibt z.B. Atemübungen gegen Panikattacken, wie im unteren Video erläutert.

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