Frage von groophie, 59

Kennt jemand ein gutes evtl. homöopathisches Nasenspray?

Ich hab schon immer so ein Problem gehabt, aber jetzt fängt der langsam der Winter an und da nervt es ganz schön. Mit Nasendusche und dem Öl hab ichs ne Zeit lang auch gemacht

Antwort
von uteausmuenchen, 33

Hallo groophie,

mein Eindruck ist hier ein wenig, dass Du "Homöopathie" und "Naturheilkunde" verwechselst. Ich nehme einmal an, Du möchtest ein sanftes, naturheilkundliches Spray - keines der abschwellenden, die man ja nur kurzzeitig in der akuten Phase der Beschwerden anwenden darf.
Richtig?

(Homöopathie wird von fast der Hälfte aller Anwender mit Pflanzenheilkunde und Naturheilkunde verwechselt. Tatsächlich handelt es sich dabei um ein 200 Jahre altes, heute nicht mehr haltbares Verfahren, bei dem die Wirkstoffe so lange verdünnt werden, dass sie in den "Globuli" nicht mehr enthalten sind. Homöopathika sind reine Placebos. Bei Interesse kann man das z.B. hier nachlesen: http://www.hno-vahle.de/homoeopathie-in-kuerze/)

Bei einer chronischen Rhinitis, die allergisch bedingt ist, solltest Du immer in Kontakt mit einem guten Arzt sein. Ihr habt bestimmt schon auf die Ursachen geschaut und abgeklärt, gegen was Du allergisch bist. Ihr habt bestimmt auch schon geschaut, ob Du Polypen hast, die man ggf. operativ entfernen lassen müsste?

Der erste und wichtigste Schritt ist natürlich die Vermeidung dieser Allergene, wo möglich.

Abschwellende Nasensprays solltest Du nicht oder nur in wirklich akuten Situationen einsetzen, weil ihr Dauereinsatz zu einer Verschlimmerung des Problems führt: Sie trocknen aus, was zu einer Gegenreaktion der Nasenschleimhaut führt - die dann eben extra anschwillt. Genau das Gegenteil von dem, was Du brauchen kannst.

Gut tut dagegen alles, was die Nasenschleimhaut befeuchtet. Du kannst ein Meerwasserspray benutzen. Auch mit Salzwasserspülungen mit der Nasendusche hast Du eigentlich genau das Richtige gemacht.

Was auch noch gut tut sind Dampfbäder - also inhalieren durch die Nase. Etwas Kamille ins Wasser tut dabei sehr gut. Achte darauf, dass es nicht zu heiß ist - das reizt wieder.

Und im Winter generell auf nicht zu trockene Raumluft achten!


Alles Gute!


Antwort
von Anaschia, 27

Wenn Du Allergikerin bist müßten die Beschwerden in der kälteren Jahreszeit ja eigentlich zurückgehen. Du brauchst also etwas abschwellendes für die Nasenschleimhäute. Ich habe ganz gute Erfahrungen mit dem Meckel-Spenglersan Kit K  gemacht. Langfristig ist bei Allergien aber eine Eigenblutbehandlung am effektivsten.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Langfristig ist bei Allergien aber eine Eigenblutbehandlung am effektivsten.

Es gibt keinerlei soliden Belege dafür dass eine Eigenblutbehandlung bei irgendetwas wirksamer ist als eine Behandlung mit Zuckerpillen - auch nicht bei Allergien.

Umso mehr erstaunt es, dass Anhänger der "Alternativmedizin" solche Behauptungen in die Welt setzen....

Antwort
von Ifosil, 35

Da kannst dir auch Zuckerkügelchen reinwerfen und dir einreden, es würde helfen.
Das die Nase im Winter etwas läuft, ist normal und bei allem anderen hilft nur echte Medizin.

Kommentar von groophie ,

Ehm ja. Ich bin Allergikerin, hab verdickte Nasenmuscheln und eine schiefe Namensscheidewand, aber ok ;)

Kommentar von MagicalMonday ,

Dann helfen Placebos erst recht nicht. Was Ifosil da geschrieben hat, stimmt schon.

Antwort
von berndcleve, 20

Du mußt nach den Ursachen suchen: Wo ist die Energie blockiert ? In erster Linie in Frage kommen hier Blasen und Nierenmeridian sowie Lugen und Dickdarmmeridian.

Die klassische Homöopathie mit C und Q Substanzen ist sehr individuell und funktioniert teilweise völlig anders als die Schulmedizin.

Darüber hinaus gibt es noch eine Hmöopathie mit D Substanzen. Das funktioniert so ähnlich wie die Schulmedizin: Man hat gewisse Symptome und nimmt dagegen ein relativ unspezifisches Homöopathisches Mittel. Da muss man aber ein bisschen vorsichtig mit sein. Hier drohen Gefahren, die in der Werbung verschwiegen werden wie die unfreiwillige Arneimittelprüfung. Das heisst, bei wiederholter und unspezifischer Anwendung kann man Symptome entwickeln, die man eigentlich mit dem Homöop. bekämpfen wollte.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Wo ist die Energie blockiert ? 

Bevor man sich diese Frage stellt sollte man doch erst einmal klären von welcher Art von Energie man eigentlich redet, die da "blockiert" sein soll. 

Hier drohen Gefahren, die in der Werbung verschwiegen werden wie die unfreiwillige Arneimittelprüfung. 

Also wenn man D-Potenzen einnimmt dann besteht die Gefahr das man (unfreiwillig) eine Arzneimittelprüfung durchführt - während bei C-Potenzen diese Gefahr nicht besteht?

Seltsamerweise werden aber freiwillige Arzneimittelprüfungen meist mit C-Potenzen durchgeführt.

Hängt also die Wirkung eines homöopathischen Mittels im Rahmen einer Arzneimittelprüfung davon ab, ob man willentlich an einer Arzneimittelprüfung teilnimmt oder sozusagen nur versehentlich?

Kommentar von GoodFella2306 ,

:D:D:D

Kommentar von berndcleve ,

Ansonsten würde ich mit bioresonanz die Allergien austesten lassen. In dieser Jahreszeit steigt auch die Schimmelpilzbelastung in der Luft, das kann auch eine Ursache sein.

Kommentar von uteausmuenchen ,
Ansonsten würde ich mit bioresonanz die Allergien austesten lassen.

Warum gerade mit Bioresonanz?

http://www.dielunge.info/patienteninformation/erkrankungen/allergie/bioresonanz-...

Ich zitiere:

"Die Bioresonanz ist in den USA seit 1996 offiziell nicht mehr als Behandlungsmethode zugelassen. In Deutschland wird sie mangels Wirksamkeitsnachweis von den gesetzlichen Krankenkassen nicht erstattet.
Eine kritische Übersichtsarbeit zur Anwendung des so genannten
Vegatestes zur Diagnose von Lebensmittelallergien kommt zu dem Ergebnis, dass es sich um ein pseudowissenschaftliches Verfahren ohne diagnostische Bedeutung handelt [3]. In einer deutschen randomisierten Untersuchung wurde die diagnostische Sicherheit der Bioresonanz im Vergleich zur einfachen Pricktestung geprüft mit dem Ergebnis, dass die Bioresonanz weder für die Diagnostik noch für die Therapie der Pollenallergie geeignet ist [4]. Bei Freiwilligen (positiver Pricktest auf Hausstaubmilbe und Katzenallergen) wurde von 3 Testern eine Bioresonanzuntersuchung zur Allergenbestimmung durchgeführt. Kein Patient erhielt durch den Bioresonanztest eine korrekte Diagnose [5]."


Wäre es nicht ein besserer Rat, ein Verfahren zu empfehlen, das zum Nachweis von Allergien auch tatsächlich geeignet ist?

Kommentar von MalNachgedacht ,

Ansonsten würde ich mit bioresonanz die Allergien austesten lassen

Genauso "zuverlässig" aber deutlich preiswerter kann man seine Allergien auch auswürfeln...

Antwort
von Arashi01, 24

Das Problem an den meisten Nasensprays ist, dass sie zwar das Symptom kaschieren, aber der Schleimhaut auf dauer schaden.

Um ein gutes homöopathisches Medikament zu empfehlen, braucht es einer guten homöopathischen Diagnose. Da kann ich Dir nur einen Heilpraktiker in Deiner Nähe empfehlen.

Auf was Du jedoch achten kannst:

Die Zimmerluft in Deinem Wohnbereich sollte nicht zu trocken sein, also Luftbefeuchter aufstellen.

Ein kleines Sprayfläschchen mit Kamillentee ist oft allemal besser, wie die gängigen Nasensprays und hat keine Nebenwirkungen. Nimm einfach ein altes Nasensprayfläschchen und fülle es (jeden Tag neu) mit Kamillentee.

Kommentar von MalNachgedacht ,

Um ein gutes homöopathisches Medikament zu empfehlen, braucht es einer guten homöopathischen Diagnose

Eigentlich braucht es gemäß homöopathischer Lehre nur eine gute Anamnese - die Krankheitsursache (die man ja bei der Diagnose ermittelt) ist aus homöopathischer Sicht eh klar und damit belanglos.

Aus homöopathischer Sicht ist die Ursache sowie immer eine "Verstimmung der Lebenskraft" - ausgenommen der Zustand will sich auch trotz längerer homöopathischer Behandlung nicht bessern. Dann "entdeckt" der Homöopath gerne auch noch einen "miasmatischen" Hintergrund....

Kommentar von Arashi01 ,

Ob dieser Kommentar dem Fragenden wohl hilft?

Kommentar von Anaschia ,

Garantiert nicht !!

Kommentar von MalNachgedacht ,

Na immerhin kennt der "Fragende" nun die Ursache seines "Nasenproblems" (jedenfalls aus homöopathischer Sicht) und weiß auch dass er deswegen gar keine Diagnose braucht (jedenfalls aus homöopathischer Sicht).

Vielleicht spart er obendrein auch noch Zeit und Geld wenn er zu der Erkenntnis kommt dass eine "Medizin" die sich nicht für die Ursachen von Krankheiten interessiert wohl ziemlich absurd ist - erst recht wenn obendrein solide Belege für eine Wirkung homöopathischer Mittel über Placeboeffekt hinaus fehlen (und zwar nun schon seit über 200 Jahren.)

Warum soll das nicht hilfreich sein?

Kommentar von charmpagner ,

Welche Ursachen offenbart denn die Universitätsmedizin? Alle "Ursachen" dort sind lediglich beobachtete Zustandsbeschreibungen, die bereits Folge von etwas sind, aber nie die tatsächliche Ursache. Daher auch die Ohnmächtigkeit dieser sog. Schulmedizin gegenüber allen chronischen Erkrankungen. Und die machen ja die Hauptlast aller  gesundheitlichen Probleme und Kosten im Gesundheitssystem aus.
Placebo ist übrigens ein Synonym für Selbstheilungskräfte. Denn nichts anderes wirkt während dieses Prozesses. Wenn man die also, die eh schon zu rund 30% bei jeder ärztlichen Maßnahme wirken, noch um ein Vielfachen stärken kann, würde ich von hoher therapeutischer Kunst sprechen...Und wenn es die Abwandlung eines Regentanzes wäre ;-)

Kommentar von MalNachgedacht ,

Welche Ursachen offenbart denn die Universitätsmedizin? Alle "Ursachen" dort sind lediglich beobachtete 


Jede Menge - von bestimmten Bakterien und Viren angefangen über Allergien auf bestimmte Stoffe...


Zustandsbeschreibungen, die bereits Folge von etwas sind, aber nie die tatsächliche Ursache.

Nix "Zustandsberschreibungen" sondern nachweisbare Erreger und Ursachen bei denen teilweise die Wirkungsmechanismen bis ins Detail verstanden sind...

Daher auch die Ohnmächtigkeit dieser sog. Schulmedizin gegenüber allen chronischen Erkrankungen.

Chronische Erkrankungen sind heute die Krankheiten die nicht geheilt werden können - wären sie heilbar wären es ja keine chronischen Krankheiten mehr.

Die "sogenannte Schulmedizin" hat durchaus Erfolge vorzuweisen - zu Hahnemanns Zeiten (und auch nach seiner Erfindung der Homöopathie) war die Syphilis eine chronische Krankheiten.


Einmal daran erkrankt wurde man sie in den allermeisten Fällen zeitlebens nicht mehr los - und Hahnemanns Globuli haben daran auch nichts geändert - Penicillin hingegen schon. Seit Penicillin ist die Syphilis in den allermeisten Fällen heilbar.


Tuberkulose war zu Hahnemanns Zeiten ebenfalls eine chronische Krankheit und weit verbreitet obendrein. 
Heute ist Tuberkulose zumindest in einem Teil der Fälle heilbar.


Leukämie bei Kindern war zu Hahnemanns Zeiten eine chronische und praktisch immer tödliche Erkrankung.
Heute werden über 60% der erkrankten Kinder geheilt.


Lepra war früher ebenfalls eine chronische Erkrankung - heute bei rechtzeitiger Behandlung durchaus heilbar - aber eben nicht mit Globuli sondern mit Antibiotika und Thalidomid (dem Wirkstoff aus Contergan)

Andere chronische Erkrankungen wie z.B. AIDS sind zwar bislang noch nicht heilbar (obwohl das sicherlich noch kommen wird) aber dank wissenschaftlicher Medizin haben AIDS Kranke bei richtiger Behandlung eine praktisch normale Lebenserwartung und können ein weitgehend normales Leben führen.

Und nun verrate Du mal eine einzige konkrete chronische Erkrankung bei der Homöopathie oder eine andere "Alternativmedizin" NACHWEISBAR bessere Erfolgsquoten vorweisen kann wie die wissenschaftliche Medizin.
Ich bin gespannt - auch wenn ich weiß das eh keine Antwort kommt.


Placebo ist übrigens ein Synonym für Selbstheilungskräfte. 


Falsch - die Selbstheilungskräfte sind auch dann vorhanden wenn man keine Zuckerpille/Placebo einnimmt.

Wäre es nicht so könnte man ohne eine Pille (ob nun echtes Arzneimittel oder Placebo) ja nie gesund werden (eine Vorstellung die unter Homöopathieanhängern allerdings weit verbreitet zu sein scheint)


Wenn man die also, die eh schon zu rund 30% bei jeder ärztlichen Maßnahme wirken, noch um ein Vielfachen stärken kann, würde ich von hoher therapeutischer Kunst sprechen...


Und wenn der Teppich in meinem Flur fliegen könnte dann bräuchte ich kein Auto....

Den Placeboeffekt haben Homöopathen nicht gepachtet - der wirkt auch beim "Schulmediziner".

Nur ist der Placeboeffekt zum einen nicht besonders zuverlässig und zum anderen hat er auch enge Grenzen.


Eine Syphilis wird man mit Zuckerpillen und schönen Sprüchen alleine eben nicht los - sonst wäre die Syphilis schon zu Hahnemanns Lebzeiten stark rückgängig gewesen


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