Frage von Aylinci, 1.085

Kennt jemand dieses Insekt. Was meint ihr, kann man es in einem Terrarium behalten?

Mein Sohn möchte ihn gerne behalten

Expertenantwort
von antnschnobe, Community-Experte für Insekten, 972

Das ist zu 100% eine amerikanische Kiefernwanze, kein Bockkäfer - überhaupt kein Käfer!

http://www.arbofux.de/img/pinus-leptoglossus-occidentalis1-g.jpg

Er kann es versuchen, diese Wanzen sind ziemlich zäh! : )

http://www.arbofux.de/amerikanische-kiefernwanze.html


Kommentar von Aylinci ,

Wir haben das Tier in den Bergen in Bulgarien in unserer Ferienwohnung gefunden. Für mich sah es wie ein harmloser Käfer aus. Mein Sohn wollte ihn unbedingt mitnehmen und jetzt sitzt die Wanze in einen Glas bei uns im Wohnzimmer 😀 Vielen Dank für die Aufklärung! 

Kommentar von antnschnobe ,

Bitte, gerne.

Der beißt und zwickt nicht. Dümmstenfalls setzt er ein Sekret ab, das die einen als Gestank, die anderen als wohlriechend empfinden.

Im Haus stellt der Bursche nichts an.

Antwort
von AstridMusmann, 732

Es handelt sich um ein Tier aus der Familie der  Bockkäfer, welchen genau kann ich aber nicht sagen. Meines Wissens nach kann man die nicht im Terrarium halten.

Kommentar von antnschnobe ,

Das ist eine Wanze - und kein Käfer. Auch kein Bockkäfer.

Kommentar von AstridMusmann ,

Der Körper einer Wanze ist aber breiter und nicht so lang, zudem sind auch die Beine und die Fühler eine Wanze wesentlich kürzer als die eines Bockkäfers.

Kommentar von antnschnobe ,

Würdest Du bitte das Bild, das der User eingestellt hat (anclicken - so wird es größer) mit dem  in meiner Antwort vergleichen?

Deutlicher geht es nicht. Es ist eine amerikanische Kiefernwanze, nichts anderes. Zu 100%.

Kommentar von AstridMusmann ,

Ich bin halt davon ausgegangen das das gesuchte Tier auch in Deutschland heimisch ist.

Kommentar von antnschnobe ,

Im Jahr 1999 wurde die Art zum ersten Mal in Europa nachgewiesen. Der Fundort lag im norditalienischen Vicenza. In den folgenden Jahren breitete sich die Amerikanische Kiefernwanze nach und nach immer weiter in Europa aus. Im Jahr 2002 erfolgte der Erstnachweis für die Schweiz, ein Jahr später wurde die Art in Slowenien und Spanien gefunden. 2004 gelangen Nachweise für Kroatien und Ungarn. Im Jahr 2005 tauchte die Amerikanische Kiefernwanze erstmalig in Österreich und Frankreich auf. 2006 gelangen Erstnachweise für Deutschland, Tschechien und Serbien.......

http://www.schaedlingskunde.de/Steckbriefe/htm_Seiten/Amerikanische-Kiefernwanze...

Kommentar von AstridMusmann ,

Wieder was dazu gelernt. Aber das die Kiefernwanze hier nachgewiesen wurde bedeutet ja nicht das sie hier heimisch ist, sie wurde ja wie du bereits sagtest erst 2006 hier nachgewiesen und ich bin ,wie bereits gesagt, von heimischen Tieren ausgegangen. Der Kartoffelkäfer, um ein Beispiel zu nennen, kommt zwar häufig bei uns vor, er ist aber nicht bei uns heimisch sondern wurde im 2. Weltkrieg aus den USA als Biowaffe hier eingeschleppt. 

Kommentar von antnschnobe ,

Ich, wie auch der Fragesteller, haben auch nie behauptet, daß diese Wanze heimisch ist.
Nur - sie ist da, das läßt sich nicht verleugnen.

Wie sich nun herausstellte, wurde die Wanze sogar in Bulgarien gefunden.
Nicht alle Fragen über Insekten oder sonstige Tiere hier bei gf sind auf Deutschland bezogen.  Ist ja bei den Pflanzen auch nicht anders.
Deshalb sollte man sich die eingestellten Bilder auch genau anschauen.

Wir hatten hier schon Fragen aus den USA und anderen Ländern (Urlaub oder sogar Wohnort) - nicht alle User schreiben aus Deutschland.

Kommentar von antnschnobe ,

Ach ja, zum Kartoffelkäfer - diese Weltkriegs-Feind-Schädlings-Mär hält sich hartnäckig... : ))

Nur ein paar Ausschnitte:

...Von dort gelangte er Ende des 19. Jahrhunderts mit Schiffstransporten
nach Europa. Schon für 1877 sind erste Funde aus den Häfen in Liverpool,
Rotterdam und Mühlheim am Rhein belegt. Da er in Europa keine
natürlichen Fressfeinde hatte, breitete er sich rasch Richtung Osten
aus. ...
Während des ersten Weltkriegs sprachen die Deutschen vom „Franzosenkäfer“, dachten sie doch, dass Frankreich mit der gezielten Vermehrung des Schädlings die Lebensmittelversorgung im Deutschen Reich gefährden wolle.
Dagegen ist belegt, dass die deutsche Wehrmacht 1943 Kartoffelkäfer
züchtete und 14 000 Stück bei Speyer über der Pfalz abwarf, um zu
überprüfen, ob sie den Fall aus 8 000 Meter Höhe überstehen. Sie taten
es. .....
Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde ab 1950 in der DDR gezielt das Gerücht gestreut, dass die Amerikaner extra dafür gezüchtete Kartoffelkäfer – die Amikäfer ‑ über der DDR abwerfen, um die sozialistische  Landwirtschaft zu schwächen und die Lebensmittelversorgung der  Bevölkerung zu gefährden. Mit dieser Geschichte sollte die Angst vor den Amerikanern im Kalten Krieg geschürt werden. Obwohl das  DDR-Landwirtschaftsministerium längst wusste, dass es keine Abwürfe aus Käferbombern gab, blieb die Regierung noch lange bei der Legende vom  amerikanischen „Karl Kahlfraß und seinem Lieschen“, wofür es aber in den inzwischen geöffneten CIA-Archiven keine Belege gibt.



http://www.iva.de/profil-online/schule-wissen/kartoffelkaefer-ein-schaedling-mit...

Kommentar von AstridMusmann ,

Man kann halt nur das weitergeben was einem mal vermittelt wurde. 

Antwort
von schnucki71, 620

Foto wäre nicht verkehrt

Antwort
von checkenichts, 572

Um welches Insekt handelt es sich denn?

Antwort
von Aylinci, 518

Das Bild kommt hoffentlich diesmal mit

Kommentar von antnschnobe ,

Das ist ganz sicher eine amerikanische Kiefernwanze

http://www.arbofux.de/img/pinus-leptoglossus-occidentalis1-g.jpg

Antwort
von hannler, 493

naja um welches insekt handelt es sich denn ?

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