critter am 09.04.2007 um 2:38 Uhr
Kenia verbietet jetzt unter Androhung von Strafe jegliche Beschneidung von Mädchen und Frauen, das Überreden dazu, das Zuschauen. Inwieweit das Verbot eingehalten wird, sei dahingestellt, aber ist es nicht ein toller Anfang, den Mädchen dieses schreckliche Leid zu ersparen?

Bleibt zu hoffen, daß sich viele Länder dem anschließen - und die Kenianer dieses neue Gesetz konsequent überwachen!

Selbstverständlich handelt es sich dabei um eine grausame Sache. Trotzdem denke ich auch daran, dass (mal wieder) eine fremde Kultur an unserem Wesen genesen soll. Und wisst ihr was? Wenn Kenia nicht extrem tourismusabhängig wäre, würde die sich da unten einen Sch%§$§§ drum scheren, ob Europäer dieses Ritual grausam finden oder nicht. Drum wird dieses Gesetz leider nur makulatur sein...
Kabark am 9. April 2007 10:58 Oh, Verzeihung! Die Antwort war weder Mainstream noch political correct, ich weiss... ;-)
loopwithme am 9. April 2007 11:07 Was stört es eine Eiche, wenn... ;-)
Da kann ich nur zustimmen, leider.
Das Gesetz ist leider nicht neu: Es wurde bereits 2001 erlassen, nachdem es 1996 gar nicht erst zur Abstimmung kam. In anderen Ländern gibt es bereits ähnliche Gesetze. Hier eine Liste von 2003: http://www.djb.de/publikationen/aktuelle-informationen/ai2003-2/ai2003-2f7/
Leider zeigt dies nur bedingt Erfolg, solange nicht konsequent AUFKLÄRUNG betrieben wird.
critter am 9. April 2007 18:00 Es tritt aber ab sofort in Kraft.

Ich finde die Beschneidung bei Mädchen und Frauen grausam und überflüssig. Sehr interessant dazu ist auch das Buch "Wüstenblume" von Waris Dirie, die das selber durchgemacht hatte. Es wäre schön, wenn dieses fragwürdige Ritual nach und nach ausgerottet würde.

Wenn du dich dafür wirklich interessierst, empfehle ich dir den Deutschen Survivalisten Rüdiger Nehberg mit seinem Aktivprogramm gegen Beschneidungen mit dem Namen 'Target'. Rüdiger Nehberg hat viel erreicht, er hat mit Stammesfürsten geredet, Konferenzen in der Wüste einberufen, und er beweist Durchhaltekraft.
Kabark am 9. April 2007 13:37 Was ist ein "Aktivprogramm"? Reden? Konferenzen? Durchhaltekraft? Alles Worthülsen....
critter am 9. April 2007 18:02 Natürlich mit Reden! Und Nehberg hat schon eine Menge erreicht. Was ist heute mit Dir los, liebe(r) Kabark?
Kabark am 9. April 2007 18:27 Alles okay, Critter. Ich frag' doch nur ein wenig nach...und ich weiss immer noch nicht,was Nehberg wirklich erreicht hat.
Isabellla am 10. April 2007 13:42 Ein 'Aktivprogramm' ist, wenn sich jemand ein PROGRAMM, eine Vorgehensweise, überlegt > und dann AKTIV wird. In diesem Beispiel: "Der Hamburger Menschenrechtler Rüdiger Nehberg hat dazu beigetragen, dass namhafte islamische Gelehrte die Beschneidung von Mädchen und Frauen verurteilt haben. Zwei Tage lang hatten Ende der vergangenen Woche hochrangige Gelehrte und Mediziner in der Azhar-Universität zu Kairo über das heikle Thema diskutiert. Zu dem Treffen eingeladen hatte Rüdiger Nehbergs Menschenrechtsorganisation TARGET. Die Konferenz verurteilte die weibliche Genitalverstümmelung als "strafbares Verbrechen". Sie verstoße gegen die höchsten Werte des Islam. Der Beschluss der Konferenz in Kairo gilt als Fatwa, als islamisches Rechtsgutachten. Nehberg bezeichnete das Ergebnis der Konferenz im Gespräche mit NDR 90,3 als Durchbruch." Der Link dazu, falls du dich weiter informieren möchtest: http://www1.ndr.de/ndrpagesstd/0,2570,OID3394276,00.html Unter 'Nehberg' und 'Target' (siehe oben) ergoogelst du dir den Rest.

Richtig so! Schluss mit dieser Verstümmelung beider Geschlechter!