Frage von gesjus 08.07.2009

Keller trockenlegen bei Haus von 1955

  • Hilfreichste Antwort von denecke 08.07.2009
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Die Frage der möglicherweise richtigen Kellerabdichtung lässt sich aus der Ferne nur schwer beantworten.

    Eine Sache vorweg: Wenn du dein Haus richtig abdichtest, wozu dann die immensen Kosten der Drainage. Und noch etwas: möchtest du isolieren oder abdichten? Das sind nämlich zwei verschiedene Dinge.

    Ich bin selbständiger Bauunternehmer im Bereich Abdichtungstechnik. Wenn nun also nur die unteren ca. 20 - 80 cm betroffen sind, kannst du davon ausgehen, dass die Grundfuge und die Horizontalsperre defekt sind. Beides ließe sich auch von innen sanieren.

    Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man eine neue Außenabdichtung aufbringen. D.h. ausschachten bis 20 cm über den Fundamentüberstand hinaus (Grubentiefe zwecks Einsturzgefahr beachten), das Kellermauerwerk reinigen (bei altem Teeranstrich alles Sandstrahlen), ebenen Untergrund herstellen, grundieren, Bitumendickbeschichtung (am besten 2K) in zwei Lagen auftragen, Geotextil davor und dann extrudiertes Polysterol (Styrodur) davor stellen oder kleben.

    Achtung: Nach der neuen EnEV sind die Hausbesitzer verpflichtet, bei der Sanierung von mind. 10 % der Kellerwandfläche diese entsprechend zu dämmen. Der Bauunternehmer muss darauf hinweisen.

    Wenn du möchtest, sende ich die meine Broschüre bezüglich der unterschiedlichen Verfahren der Kellerabdichtungen zu. Einfach unter www.bauws.de kontaktieren.

  • Antwort von Fridbert 24.10.2010
    1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

    Für bestehendes Mauerwerk wendet man diese Norm an: http://www.bdb.at/SearchNormen_Detail~ID~69736.htm

  • Antwort von Kellerassel 08.07.2009

    2007 - Beginn der Trockenlegung am 16.04. Baujahr 1927 - 1.) Aufgegraben bis 20 cm unterm Fundament 2.) 2 Reihen Ziegelsteine gamauer 3.) Zement angerührt und damit alles eingestichen bis dorthin, wo das Haus aus der Erde schaut. ---immer wieder schicht für schicht trocknen lassen --- 4.) Komplett alles mit Bitumen - nicht verottbar eingestrichen. 5.) Kunststoff abdichtplane verlegt 6.) Drainage verlegt und an Sammler angeschlossen 7.) Sammler an Abwasser angeschlossen 8.) Erde zugeschüttet 9.) Platten als Abschluß verlegt.

    Keller waren vorher nass, jetzt kann man wieder Würste und Schinken einlagern.

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