Keller trockenlegen bei Haus von 1955
Hallo zusammen,
wir wollen unseren Keller trockenlegen. Unser Haus besteht aus diesen grauen Hohlblocksteinen.
Nach Überprüfung sind wohl nur die unteren beiden Steinschichten von der Feuchtigkeit betroffen, jedoch wollten wir jetzt die Wände von außen isolieren.
Allerdings denke ich, dass wohl die Bodenplatte auch nicht mehr ganz dicht ist. Leichte Feuchtigkeit war schon immer zu sehen. Wasser direkt stand da keines.
Nun haben wir am Wochenende ausgegraben... leider konnten wir nicht wirklich weitermachen, da es bei uns passenderweise sintflutartige Regengüsse gab.
Dabei stellten wir fest, dass plötzlich Wasser im Keller stand. Nicht viel... nur teilweise 1-2 Zentimeter. Ich nehme an dass das vom Aufgraben kommt, und das Wasser schneller unter das Fundament (sofern eines vorhanden ist) kommt und somit durch den Kellerboden kam.
Nun denken wir daran eine Drainage um das Haus zu legen... ist dies sinnvoll oder muss auch ein neuer Boden rein?
Und wenn Drainage, woran schließ ich die an... separater Schacht oder Abwasserkanal... oder Zisterne... oder oder???
Ich weiß, das sind viele Fragen, aber vielleicht kann mir ja jemand helfen.
Besten Dank im Voraus.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Die Frage der möglicherweise richtigen Kellerabdichtung lässt sich aus der Ferne nur schwer beantworten.
Eine Sache vorweg: Wenn du dein Haus richtig abdichtest, wozu dann die immensen Kosten der Drainage. Und noch etwas: möchtest du isolieren oder abdichten? Das sind nämlich zwei verschiedene Dinge.
Ich bin selbständiger Bauunternehmer im Bereich Abdichtungstechnik. Wenn nun also nur die unteren ca. 20 - 80 cm betroffen sind, kannst du davon ausgehen, dass die Grundfuge und die Horizontalsperre defekt sind. Beides ließe sich auch von innen sanieren.
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte man eine neue Außenabdichtung aufbringen. D.h. ausschachten bis 20 cm über den Fundamentüberstand hinaus (Grubentiefe zwecks Einsturzgefahr beachten), das Kellermauerwerk reinigen (bei altem Teeranstrich alles Sandstrahlen), ebenen Untergrund herstellen, grundieren, Bitumendickbeschichtung (am besten 2K) in zwei Lagen auftragen, Geotextil davor und dann extrudiertes Polysterol (Styrodur) davor stellen oder kleben.
Achtung: Nach der neuen EnEV sind die Hausbesitzer verpflichtet, bei der Sanierung von mind. 10 % der Kellerwandfläche diese entsprechend zu dämmen. Der Bauunternehmer muss darauf hinweisen.
Wenn du möchtest, sende ich die meine Broschüre bezüglich der unterschiedlichen Verfahren der Kellerabdichtungen zu. Einfach unter www.bauws.de kontaktieren.
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Antwort von Fridbert 24.10.20101 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
Für bestehendes Mauerwerk wendet man diese Norm an: http://www.bdb.at/SearchNormen_Detail~ID~69736.htm
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2007 - Beginn der Trockenlegung am 16.04. Baujahr 1927 - 1.) Aufgegraben bis 20 cm unterm Fundament 2.) 2 Reihen Ziegelsteine gamauer 3.) Zement angerührt und damit alles eingestichen bis dorthin, wo das Haus aus der Erde schaut. ---immer wieder schicht für schicht trocknen lassen --- 4.) Komplett alles mit Bitumen - nicht verottbar eingestrichen. 5.) Kunststoff abdichtplane verlegt 6.) Drainage verlegt und an Sammler angeschlossen 7.) Sammler an Abwasser angeschlossen 8.) Erde zugeschüttet 9.) Platten als Abschluß verlegt.
Keller waren vorher nass, jetzt kann man wieder Würste und Schinken einlagern.
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Generell wollen wir von außen abdichten. Wand säubern, neu verputzen plus Bitumenanstrich und dieses Noppen"styropor" (falscher Ausdruck... ich weiß vieles, aber nicht alles ;O) )draufmachen.
Allerdings weiß ich nicht, ob das auf Dauer allein was bringt. Deshalb dachten wir an eine Drainage rund ums Haus... auch weil dieses nur teilunterkellert ist.
Kann man an den Innenwänden, die nicht von außen angehbar sind auch was machen?
Wir haben allerdings diese tollen grauen Hohlblocksteine, die schon beim Anbohren manchmal ausbrechen ;O)... ist immer der Überraschungseffekt dabei, ob der Dübel hält...
Das ganze Haus ist mit diesen Steinen gebaut, deswegen dürfte wohl eine Verdichtung mit dem Injektionsverfahren eher schwierig bis unmöglich sein, oder?
Außerdem weiß ich nicht wie hoch das Grundwasser liegt. Beim Ausgraben sind wir noch nicht darauf gestoßen, waren ca. 1,5 mtr.
Keller liegt zu 2/3 im Erdreich.
Gibt da vielleicht doch was anderes, was man machen kann?
Einen Bitumenanstrich halte ich für wenig hilfreich. Besser ist eine Bitumendickbeschichtung. Aber bitte, macht doch sowas nicht selbst! Wenn das schief läuft und DANN eine Firma ran soll, wirds doppelt teuer, weil der selbstgemachte Kram wieder runter muss. Ich verstehe, dass nicht jeder das Geld für eine Sanierung hat, aber wenn ihr den Keller gleichzeitig energetisch nach KfW saniert, gibts nen Kredit mit 1,25 % Zinsen. Das ist fast geschenktes Geld!
Was die Drainage anbelangt, kannst du diese ja auch nur zum Teil verlegen, an die nicht unterkellerten Bereiche kommst du mit der Drainage ja auch nicht ran.
Alternativ kann man auch eine Innenabdichtung aufbringen, die, wenn sie korrekt ausgeführt wird, sogar druckwasserdicht ist. Ich hoffe ihr seht es mir nach, wenn ich hier nicht erkläre, wie das gemacht wird. Ich bin Unternehmer und möchte ja auch noch was zu tun kriegen.
Richtig ist, dass bei diesen Steinen eine Horizontalsperre oder Schleierinjektion beinahe unmöglich ist. Also aufgraben wo´s geht und RICHTIG abdichten, an den anderen Wänden eine Innenabdichtung aufbringen.