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Keinerlei Freiraum im Job- soll ich gehen?

gefragt von Peterle am 07.05.2007 um 9:35 Uhr

Ich schreib dies nicht vom Büro aus- nein, ich hab heut frei. Und selbst wenn ich frei hab, denke ich daran, dass ich das dort nicht mehr lange aushalte. Wir haben keinen Spielraum, etwas selbst zu entscheiden und müssen die Abläufe so machen, wie von der Seniorchefin vorgeschrieben, obwohl es anders meistens viel logischer und einfacher wäre. anfangs dachte ich 'egal, zieh einfach die Zeit runter', aber es nervt inzwischen massiv. Kann man es heutzutage wagen, wegen so was zu kündigen? Überlege eh, ob ich nicht doch noch studieren soll. Hat jemand eine aufbauende Idee für mich?


Reply


Andrea1204
beantwortet von Andrea1204 am 7. Mai 2007 09:40
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Ich würde mich erstmal woanders bewerben und schauen, wie Du in anderen Firmen mit Deinen Kenntnissen, Alter usw. ankommst. Vielleicht findest Du ja wirklich Deinen Traumjob, wer weiß??!? Wenn das dann sicher ist, kannst Du immer noch kündigen, vorher würde ich das nicht tun! Studieren? Warum nicht, wenn Du einen Richtung hast.... Hier in unserer Firma kann ich Dich mittlerweile mit Promovierten erschlagen ;-) und da hat auch nicht jeder eine Führungsposition. Ich weiß nicht, ob das unbedingt die Alternative ist... nebenbei dann jobben, das kostet ja auch alles Geld!?


anonym
beantwortet von wiele am 7. Mai 2007 10:14
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Hallo, Perterle,
zum Job: Ich kann gut verstehen, dass Dich der Zustand nervt - das ginge mir wohl genauso. Ich würde Dir empfehlen, aktiv und überlegt an eine Änderung heran zu gehen. Da gibt es prinzipiell unterschiedliche Möglichkeiten.
1. Man könnte versuchen, mit der Chefin zu reden - allerdings mit positiver Haltung! Also, zeige beispielsweise auf, dass der Geschäftsvorgang xy viel effektiver, besser, schneller erledigt werden kann, wenn man es auf diese oder jene Weise macht. (Fachlich argumentieren und dabei zeigen, dass es Dir um das Voranbringen der Firma geht.)
Zudem kannst Du Dein Problem ansprechen, dass Deine Neigung, eigenverantwortlich zu arbeiten, brach liegt. (Hier ist natürlich Fingerspitzengefühl nötig - vielleicht kann jemand dabei sein, der Dich versteht und dessen Meinung bei der Chefin etwas zählt - Junior-Chef? Langjähriger Mitarbeiter?)
2. Wenn Punkt 1 nichts bringt oder aussichtslos ist, kannst Du Dich nach einer besseren Arbeit umsehen. Dabei auf keinen Fall kündigen, bevor Du einen neuen Vertrag hast. Dass Du einen Job hast, ist ein Vorteil bei Bewerbungen, da Du nicht unbedingt den neuen Job brauchst (aus Sicht des potenziellen Arbeitgebers).
Lass Dir Zeit für die Bewerbungen und einen neuen Job zu finden, damit Du nicht vom Regen in die Traufe kommst!
3. Zum Studium: Wenn Dich eine Fachrichtung interessiert, würde ich Dir durchaus zum Studium raten. Allerdings nicht, wenn Du es nur als Flucht machst - dann wird es nämlich quälend und die Gefahr des Studienabbruchs ist dann recht groß, was wiederum einen "Fleck" im Lebenslauf zur Folge hat, den Du bei künftigen Bewerbungen "wegerklären" musst. Zudem sind natürlich weitere Randbedingungen zu prüfen: Verpflichtungen der Familie gegenüber? Kosten? Möglichkeit, neben dem Studium die Kosten zu decken (jobben?) oder muss ein Kredit aufgenommen werden?

Bei allem: Bestimme Du Deinen Weg. Entscheide Dich wohlübelegt und dann steh dazu, auch wenn es mal schwierig wird. Um so glücklicher wirst Du mit Deiner Entscheidung sein. Und: Egal, was Du machst, bedenke, ob es eine Flucht aus der momentan schlechten Situation ist (was andere Wege immer positiver erscheinen lässt, als ohne "Notlage"), oder ob das neue Ziel attraktiv genug wäre, wenn Deine Notlage nicht so schlimm wäre.

Ich wünsche Dir die richtige Entscheidung!

Gruß wiele


ArianeHD
beantwortet von ArianeHD am 7. Mai 2007 10:18
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Kündigen bei der momentanen Situation auf dem Arbeitsmarkt halte ich für fatal. Besser anderswo bewerben und/oder mal eine Kur machen, Kraft tanken.


anonym
beantwortet von sulaweyo am 7. Mai 2007 13:41
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Ich war vor ein paar Jahren in der gleichen Situation und habe mich für´s wechseln entschieden. Ich hatte allerdings das Glück, das ich genau in dem Moment ein Angebot von einer anderen Firma hatte. Zeitweise habe ich nachher noch bereut, nicht mit meinem damaligen Chef darüber gesprochen zu haben, bevor ich kündige. Also wie wiele schon schreibt: erstmal drüber reden!


anonym
beantwortet von Dragonvirgin am 8. Mai 2007 08:51
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Suche Dir professionelle Hilfe z.B. von einem Coach. Ich habe bei meiner Krankenkasse eine einwöchige "Präventivkur" mit dem Titel "Lebensordnung - sinnstiftende Lebensstilveränderung" gemacht. Danach hat sich vieles in meinem Leben sehr positiv verändert!





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