Frage von Oldenburg76, 78

Ich habe keinen vollen Krankenversicherungsschutz trotz voller Beiträge, ist das rechtens?

Ich wahr jetzt 5 jahre Selbständig und habe auf grung von verschiedenen schicksals schlägen meine Krankenkasse nicht mehr zahlen können. Jetzt arbeite ich in einer Zeitarbeits firma und drod werden natürlich auch die Krankenkassen beiträge gezahlt.

Laut meine Krankenkasse habe ich aber erst wieder einspruch auf volle leistungen wenn ich alle offenen beträge beglichen sind.

Ist das Rechtens?

Ich kann doch nicht 3 Jahre jetzt an den offen Beträgen abzahlen und bin nur notfall versichert....

Antwort
von kevin1905, 77

Ist das Rechtens?

Yep. Du warst freiwillig versichert, also Beitragsschuldner. Dieser Schuld bist du nicht nachegkommen oder nur unzureichend.

Ich kann doch nicht 3 Jahre jetzt an den offen Beträgen abzahlen und bin nur notfall versichert....

Doch...

Antwort
von eulig, 61

Nach § 16 Abs. 3a ruht der Leistungsanspruch, wenn man mit einem Betrag in Höhe von Beitragsanteilen für zwei Monate im Rückstand (...) ist. Das Ruhen kannst du aber beenden, indem du mit deiner Krankenkasse eine Ratenzahlung der ausstehende Beiträge vereinbarst. Sobald die erste Rate gezahlt ist, hast du wieder vollen Leistungsanspruch. Dieser ruht aber wieder, wenn du die Rate nicht bedienst.

Antwort
von archibaldesel, 68

Ich fürchte, das ist rechtens. Zuerst musst du deine Schulden bezahlen, bevor du dir quasi wieder "Leistungen einkaufen" kannst. Bis dahin bist du in einem "Basistarif", der nur die Grundversorgung abdeckt.

Kommentar von kevin1905 ,

Basistarif ist ein Begriff der PKV, ich würde hier aber mal spontan auf GKV tippen, da angestellt.

Antwort
von LiselotteHerz, 78

Auch wenn das bitter ist, die Krankenkasse ist hier im Recht. Sie kann Rückstände einfordern, sonst bist Du dort nicht mehr ausreichend krankenversichert.

Kommentar von vikodin ,

sollte man nicht als normaler abreitnehmer gesetzlich versichert sein?! sprich mit beendigung der selbstständigkeit (privat versichert) kann man ja wechseln... oder hat man gewechselt?!? und dann wäre es doch egal... hat man halt restschulden bei einer privaten aber den vollen nutzen der neuen gesetzlichen...

Kommentar von kevin1905 ,

sollte man nicht als normaler abreitnehmer gesetzlich versichert sein?!

Das kommt drauf an.

Wenn man vorher privat versichert war und nun 55 oder älter ist, kommt man nicht in der GKV zurück. Ebenso, sollte man jünger sein und oberhalb der JAEG verdienen (aktuell: 54.900,- € pro Jahr), ist der Weg ebenfalls verbaut.

In diesen Fällen tritt keine Versicherungspflicht in der GKV ein und ein Wechsel von PKV in freiwillig gesetzlich schließt der Gesetzgeber aus.

sprich mit beendigung der selbstständigkeit (privat versichert) kann man ja wechseln... oder hat man gewechselt?!?

Wer sagt denn, dass der Fragesteller privat versichert war? Nicht jeder Selbständige ist privat versichert. Bei vielen ist das auch nicht sinnvoll.

und dann wäre es doch egal... hat man halt restschulden bei einer privaten aber den vollen nutzen der neuen gesetzlichen...

Das wäre zwar richtig, aber wie schon gesagt, der Fragesteller macht zu den KV Systemen in denen er war und ist keine Angaben, ebenso zum Verdienst oder Alter.

Ich tippe persönlich mal darauf, dass er als Selbständiger freiwillig gesetzlich versichert war und nun ggf. durch die Anstellung pflichtversichert geworden ist.

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