Frage von janebrodi, 83

Keine Trauer nach Verlust eines Menschen, warum?

Gestern hat ein Mädchen aus meiner Klasse suizid begangen. Ich war letztes sowie dieses Schuljahr mit ihr in einer Klasse, letztes Jahr habe ich in den Pausen viel Zeit mit ihr verbracht. Sie hat mir damals schon viel vol ihren Problemen erzählt, jedoch habe ich diese nicht wirklich ernst genommen, da sie sich auch in therapeutischer Behandlung befand (freiwillig) sowie kannte ich Menschen mit schlimmeren Problemen. Auf jeden Fall hat sie sich immer mehr abgewandt und angefangen über mich und meine Klassenkameraden zu lästern, weswegen wir dann auch nicht mehr eingesehen haben uns damit zu befassen. Das zur Vorgeschichte. Gestern ist es nunmal passiert, am Ende hatte niemand mehr wirklich Kontakt zu ihr und sie kam auch selten zur Schule. Gestern als wir die Nachricht bekamen, haben alle angefangen zu weinen, außer mir. Ich war zwar schockiert und habe gezittert, jedoch empfinde ich nicht wirklich Trauer oder Mitleid, das liegt auch nicht daran, dass ich noch zu schockiert bin, ich bin im allgemeinen ein ziemlich kühler Mensch war Trauer und Mitleid angeht. Auch heute haben wieder alle geweint, als wir eine Gedenkstädte eingerichtet haben, außer mir. Ich habe ein Bild aufgestellt und bin dieekt gegangen, während alle anderen noch ca. eine Stunde davor standen und getrauert haben. Ich war eine von denen, die am meisten Bezug zu ihr hatte. Auch die, die sich immer über sie lustig gemacht haben, haben geweint.

Nun zu meiner Frage, kennt das jemand von euch? Ich fühle mich beinahe wie ein schlechter Mensch, weil ich so weiter mache wie vorher, auch gestern schon wieder gute Laune hatte.

Dass ich es noch nicht realisiert habe, bzw noch zu sehr schockiert bin, so schätze ich mich selbst nicht ein und das denke ich auch nicht, weil es für mich schon "realisierbar" ist.

Vielleicht ist ja jemand da draußen, dem es auch so geht.

Freue mich über jede Antwort!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von pauli1OO, 66

Ich kenne das verhalten von meinem Vater als meine Mutter verstarb das ist mitleiweile drei Jahre her und trotzdem trauert er nicht richtig um sie ich denke jeder Mensch geht andert mit Trauer um und jeder Mensch verarbeitet sie auch anderster wahrscheinlich stehst du auch noch unter shock weil du sie gut gekannt und viel Zeit mit ihr verbracht hast schau nach vorne und mach dir keine Gedanken du bist kein schlechter Mensch du trauerst nur anderst

Antwort
von Pixos, 82

jeder geht anders mit Verlusten um, du bist kein schlechter Mensch. Emotionen können nur schlehct beeinflusst werden

Antwort
von bales11, 53

Ich kann das nachvollziehen. Richtig traurig war ich nur,als meine Mutter und mein Vater starb. Meine Freundin ist auch nicht mehr gesund und könnte auch in 1 oder 2 Jahren sterben. Das würde mich umwerfen. Aber der Tod anderer geht mir eigentlich nicht sehr nahe. Du bist da also nicht allein.Mit Hartherzigkeit hat das nichts zu tun.Eher mit verdrängen.

Antwort
von arindelal, 63

Das ist normal..Bei mir war das so,als mein Onkel gestorben ist und alle ins Krankenhaus gefahren sind,bin ich noch bei meiner Freundin geblieben haben zusammen gelacht (halt wie es immer war) usw..Doch nach paar Tagen habe ich die Abwesenheit stark gespürt er war noch recht jung gewesen deswegen halt.Das ist völlig normal meiner Meinung nach ich glaube nach paar Monaten oder Wochen wirst du merken,das etwas fehlt..

Antwort
von SgtFury, 62

Vlt realisierst du das noch nicht ... vlt redest du dir im inneren ein dass sie morgen wieder da sein wird . Vlt halt sowas oder ähnliches ... wenn ich fragen darf wie hieß sie?

Antwort
von nowka20, 19

notbremsung deiner seele

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