Frage von TobiasHartmann, 86

Keine Schichten mehr:Darf der Arbeitgeber mir keine Stunden mehr geben obwohl im Vertrag steht 20 ist minimum (Arbeitsrecht)?

Also wie oben beschrieben darf der Arbeitgeber mir keine Schichten mehr geben obwohl im Vertrag steht dass mindestens 20 Stunden im Monat gearbeitet werden soll? Ich bekomme keine Schichten mehr und wollte fragen was man gegen machen kann ? Ist das nicht ein Vertragsbruch? Ich war jetzt häufig krank aber immer mit AU , trotzdem wurde mir mitgeteilt dass das kein Grund ist mir keine Stunden mehr zu geben. Der Arbeitgeber hat ein Betriebsrat aber konnte mir schon vorher nie wirklich helfen .. Anwalt ? Ps: bin schon seit Jahren im Betrieb. Danke für Eure Antworten

Antwort
von DerSchopenhauer, 42

20 Std. MONAT mindestens

Das nennt sich "Arbeit auf Abruf" - die Mindeststundenzahl ist zu vergüten, auch wenn man nicht arbeitet, weil man nicht abgerufen wird.

Der Arbeitgeber ist nicht verpflichtet, einen Arbeitnehmer mehr als die vereinbarte Mindeststundenzahl zu beschäftigen.

20 Std. im Monat verstößt allerdings gegen die gesetzlichen Regelungen (§ 12 TzBfG - Teilzeit- und Befristungsgesetz); es müssen mind. 10 Wochenstunden vereinbart werden - es darf um max. 20% nach unten abgewichen werden (ca. 35 Std. im Monat).

Es kommt auch auf die genauen Regelungen im Arbeitsvertrag an, ob sie wirksam sind oder nicht.

Nur per Tarifvertrag kann von den gesetzlichen Regelungen auch zu Ungunsten des Arbeitnehmers abgewichen werden.

Du solltest einen Rechtsanwalt hinzuziehen, der das ganze prüfen sollte und ggf. Nachzahlungen einfordern und die Bezahlung von mind.10 Wochenstunden einfordern auch wenn Du nicht abgerufen wirst.

Kommentar von DerSchopenhauer ,

Korrektur

Die 10 Std. gelten dann, wenn die Arbeitszeit nicht vereinbart ist.

Es kann grundsätzlich auch weniger vereinbart werden; es empfiehlt sich aber bei Problemen, den Einzelfall von einem Rechtsanwalt prüfen zu lassen.

Kommentar von Familiengerd ,

Mit dem gleichen Argument hatte ich Deine Antwort kommentieren wollen.

Aber so ganz falsch ist Deine Antwort ja nun wahrhaftig nicht. ;-)

Die gesetzliche Regelung setzt eine Arbeitszeit von von 10 Wochenstunden fest, wenn keine Vereinbarung zur wöchentlichen Arbeitszeit getroffen wurde.

Hier wurde keine Wochenarbeitszeit festgelegt, sondern eine Monatsarbeitszeit - auf diesen Unterschied hast Du in Deienr Antwort jedenfalls richtig hingewiesen.

Streng nach den Buchstaben des Gesetzes warst Du mit Deiner Antwort also auf der richtigen Spur!

Antwort
von Blacklight030, 48

Interessant wird es erst bei der Bezahlung, vertragsbrüchig sind sie schon, aber es sieht ja so aus, als wenn Du dort ohnehin nicht mehr lange arbeiten wirst, schau mal in den Briefkasten die Tage

Kommentar von TobiasHartmann ,

Ok danke werde ich machen

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