Frage von pingyukw, 69

Keine Rechnung, keine festgelegte Vorauszahlung von Heizkosten bzw. keine Abklärung der Heizkostenanteil von Gesamtmiete. Soll ich trotzdem nachzahlen?

Der Vermieter hat mir kurz Bescheid gegeben dass ich die Heiz- und Stromkosten nachzahlen muss. Aber er kann uns keine Rechnung geben. Außerdem wird die festgelegte Vorauszahlung auch nicht im Mietvertrag angezeigt. Es gibt nur einen Satz "Wenn die Kosten überdurchschnittlich ist, ist eine Nachzahlung angefordert." ich bin auch nicht abgeklärt wie viel Heizkosten ich vorausgezahlt habe. Soll ich trotzdem nachzahlen, wenn ich nur 6 Monate da wohnen geblieben bin.? vieln Dank für die Hilfe!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 32

"Wenn die Kosten überdurchschnittlich ist, ist eine Nachzahlung angefordert."

Schon eine sehr freie Formulierung und aus meiner Sicht als Begründung Betriebs-/Nebenkosten nach zu fordern unwirksam.

Was, wenn überhaupt, steht zu Betriebs-/Nebenkosten im Mietvertrag?

Bitte den exakten Wortlaut.

Der Vermieter hat mir kurz Bescheid gegeben dass ich die Heiz- und
Stromkosten nachzahlen muss. Aber er kann uns keine Rechnung geben.

Rechnungen muß er auch nicht geben, aber eine korrekte Abrechnung erstellen. Vorausgesetzt es gibt eine wirksame vertragliche Vereinbarung zu Betriebs-/Nebenkosten.

Kommentar von pingyukw ,

Der Vermieter hat ein Zettel über Heiz- und Stromkosten anhand des Zählerstands erstellt und mir gegeben. Dadurch kann er auch die Nachzahlung erfordern?

Überall steht keine konkrete Zahl über Betriebs-/Nebenkosten bzw. den Anteil von Gesamtmiete im Mietvertrag.

Kommentar von anitari ,

Überall steht keine konkrete Zahl über Betriebs-/Nebenkosten bzw. den Anteil von Gesamtmiete im Mietvertrag.

Ich fragte nach dem

exakten

Wortlaut der im Vertrag steht.

Mach Dir also die Mühe und tipp den ab oder scann die entsprechende Seite ein und lade sie als Bild in einer Antwort hoch.

Nicht zu klein, aber auch nicht größer als 2 MB und persönliche Daten unkenntlich machen.

Kommentar von pingyukw ,

Danke Ihnen! ich bin jetzt auf der Arbeit. Ich mach denn nachher.

Expertenantwort
von Gerhart, Community-Experte für Mietrecht, 33

Meine Vermutung: Der Mietvertrag wurde als Pauschalmietvertrag abgeschlossen, was bedeutet, dass die Betriebskosten Bestandteil der Gesamtmiete sind und deshalb keine Abrechnung der BK erforderlich ist.

Indiz dafür sind die inkludierten Heiz- und Stromkosten, wobei Wasser, Schornsteinfeger, Grundsteuer und Versicherung, Straßenreinigung und Winterdienst sowie Abfallentsorgung einfach beiseite gelassen wurden. Nun wollte sich der Vermieter vorbehalten, die Miete aufgrund höherer BK anzupassen, also eine Nachzahlung auf die Miete einfordern. Das ist aufgrund der 6-monatigen Mietzeit nicht möglich und wird auch nicht nach Einfügen des merkwürdigen Satzes
"Wenn die Kosten überdurchschnittlich ist, ist eine Nachzahlung angefordert." ermöglicht.

Mein Rat: Keine Nachzahlung leisten. Zudem verstößt der Vermieter mit diesem Mietvertrag vermutlich gegen die Heizkostenverordnung, weil nicht nach Verbrauch abgerechnet wurde.

Antwort
von ChristianLE, 31

Was ist hinsichtlich der Betriebskosten denn konkret im Vertrag vereinbart?

Sofern im Mietvertrag nichts zu Vorauszahlungen geschrieben steht, kann der Vermieter auch keine Nachzahlung fordern.

Aber er kann uns keine Rechnung geben.

Zumindest eine Betriebskostenabrechnung müsste er Euch vorlegen, sofern Vorauszahlungen vereinbart worden sind.

Rechnungen können dann beim Vermieter eingesehen werden.

Antwort
von DerHans, 21

Eine Nebenkostenabrechnung muss natürlich nachvollziehbar sein.

Eine Forderung aus der "freien Hand" solltest du rundweg zurück weisen.

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