Ich möchte mit einem gebrauchten Fahrzeug eine Probefahrt machen, ein Bekannter meinte neulich ich solle das auf keinen Fall bei Regen machen, da würde man manche Schäden nicht so genau sehen, habt Ihr das schon mal gehört, stimmt das?
Es gibt viele Eigenschaften eines Fahrzeugs, welche im Regen eine Rolle spielen z.B. die Dichtigkeit der Karosserie, Brems- und Lenkverhalten usw. Ich kann deshalb die Meinung: keine Probefahrt bei Regen nicht nachvollziehen.
Eventuelle Lackschäden sieht man bei Sonnenschein bestimmt besser. Fahren bei Regen verursacht natürlich auch mehr Geräusche. Ich würde eher abraten.
Kulle am 15. April 2008 18:20 Ich stimm Dir zu ! Einzig einen Ölverlust erkennt man bei Regen besser - weil sich die Tropfen auf dem Nassen Belag so toll verteilen und schillern ! grins MfG

Sicher, hochspritzendes wasser verfälscht etwas das Bild von der Sauberkeit des Motors und es fällt bei den Regengeräuschen schwerer, kleine Fehlgeräusche am Motor (klackernde Nockenwelle) zu hören. Dafür ist jedoch das Fahrwerks-Verhalten wegen der geringeren Walk-Arbeit der Reifen besser zu spüren. Man spürt bei nasser Strassenoberfläche (weniger Haftung) ein einseitiges Ziehen beim Bremsen und Beschleunigen besser (deshalb drehen sich viele Autos auf feuchter Fahrbahn beim Bremsen eher), weil das Rad sofort blockiert oder durchdreht und rutscht oder das ABS pulsiert. Das kann ein Indiz dafür sein, dass ein Fahrzeug nach einem Unfall verzogen ist.
Gegen eine Probefahrt bei Regen ist nichts einzuwenden. Danach in eine Garage oder Überdachung fahren, Auto trocken reiben und Lack anschauen. Dann siehste wo er Dellen oder Kratzer hat, wenn er nass ist geht das schwer!