Frage von Gouki, 42

KEINE Migräne aber trotzdem Kopfschmerzen?

Hallo Leute,

Ich habe seit 2 oder 3 Jahren Probleme mit Kopfschmerzen. Deshalb bin ich schon von Artzt zu Artzt gerannt, aber jedoch wurde nichts gefunden. Vor 2 Monaten hatte ich auch ein MRT, aber leider vergebends den es wurde nichts gefunden. Seit ungefähr 3 Monaten habe ich angefangen Gingko-Ginseng Tabletten zu nehmen und ich muss sagen sie haben mir sehr gut geholfen, das heißt das meine Kopfschmerzen aufgehört hatten in dieser Zeit. Aber jetzt seit einpaar Tagen seit sich das Wetter verändert hat haben die Kopfschmerzen wieder angefangen und zwar sehr stark, da helfen die stärksten Schmerzmittel nicht mehr.

Hat jemand mit sowas Erfahrungen gesammelt? Hat vielleicht jemand einen Tipp was man da unternehmen kann?

Danke euch im Vorraus!

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Emelina, Community-Experte für Gesundheit, Kopf, Kopfschmerzen, ..., 42

Hallo Gouki,

warum denkst du, dass du keine Migräne hast? Deiner Beschreibung nach, könnte schon einiges auf Migräne hinweisen: Begin der Kopfschmerzen ab der Pubertät, Kopfschmerzen bei Wetterwechsel, dass „normale“ Schmerzmittel nicht wirken und dass im MRT nichts gefunden wurde (Migräne ist im MRT nicht zu erkennen). Migräneattacken treten auch vermehrt im Herbst und im Frühjahr auf.

Ich weiß nicht, bei welchen Ärzten du schon warst. Für Migräne und die meisten anderen Arten von Kopfschmerz ist ein Neurologe der zuständige Facharzt.

Typische Anzeichen für Migräne sind:

  • Anfallsartiger - meistens einseitiger – Kopfschmerz (stechend oder pochend).
  • Übelkeit (manchmal mit Erbrechen), Appetitlosigkeit.
  • Licht-, Geräusch-, oder Geruchsempfindlichkeit.
  • Der Schmerz verschlimmert sich bei Bewegung / körperlicher Anstrengung.
  • Dauer einer Migräneattacke: Wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Die ersten Migräneanfälle treten bei den Meisten erst ab der Pubertät auf.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken oft nicht ausreichend.

Es gibt viele verschiedene Arten von Migräne, deshalb müssen nicht alle genannten Symptome auch immer und bei Jedem genauso zutreffen.

Die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Migräne und Spannungskopfschmerzen:

  • Bei Migräne sind die Kopfschmerzen meistens einseitig.
  • Spannungskopfschmerzen betreffen meistens beide Kopfseiten.
  • Bei Migräne verschlimmert sich der Kopfschmerz auch schon bei kleinsten Bewegungen / körperlicher Anstrengung. Man hat während einer Attacke ein ausgeprägtes Ruhebedürfnis.
  • Bei Spannungskopfschmerzen hilft oft Bewegung an der frischen Luft.
  • Dauer einer Migräneattacke: wenige Stunden bis zu 3 Tagen.
  • Dauer von Spannungskopfschmerzen: zwischen 30 Minuten und 7 Tagen.
  • Bei Migräne können Übelkeit und Erbrechen auftreten.
  • Bei Kopfschmerzen vom Spannungstyp tritt Übelkeit und Erbrechen normalerweise nicht auf.
  • Eine Migräneattacke schränkt die normale Aktivität und die Konzentrationsfähigkeit meist extrem ein.
  • Bei Spannungskopfschmerzen muss das nicht unbedingt der Fall sein.
  • Eine Migräneattacke ist meistens begleitet von Appetitlosigkeit und manchmal sogar Abscheu vor Lebensmitteln.
  • Spannungskopfschmerzen haben normalerweise keinen Einfluss auf das Essverhalten.

Mein Rat: Lasse dich von einem Neurologen untersuchen oder in einer Schmerzambulanz.

LG Emelina

Kommentar von Emelina ,

Möglicherweise ist das bei dir aber auch ein Clusterkopfschmerz. Er tritt vor allem im Herbst oder im Frühjahr (Wetterwechsel) auf, ist sehr stark schmerzhaft, im MRT nicht sichtbar und "normale" Schmerzmittel helfen (wie bei der Migräne auch) nicht.

Typische Anzeichen für Clusterkopfschmerz:

  • Anfallsartiger, einseitiger Kopfschmerz (fast immer auf der gleichen Seite) an Schläfe oder Auge.
  • Dauer: zwischen 15 und 180 Minuten – alle 2 Tage oder bis zu 8 mal täglich.
  • Tritt gehäuft für einige Wochen / Monate vor allem im Herbst und im Frühjahr auf – oft immer zur gleichen Uhrzeit oder aus dem Schlaf heraus.
  • Begleitsymptome können sein: Rötung des Auges, tränendes Auge, ein hängendes Augenlid, laufende oder verstopfte Nase, Schwitzen im Bereich der Stirn oder des Gesichtes oder Bewegungsunruhe.
  • Bei Manchen auch Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit.
  • „Normale“ Schmerzmittel wirken meistens nicht.

Von den Begleitsymptomen trifft manchmal auch nur eines von den genannten zu.

Auch bei Clusterkopfschmerz ist ein Neurologe der zuständige Facharzt.

LG Emelina

Kommentar von Emelina ,

Falls es sich bei dir doch um Migräne handeln sollte, kannst du in einem anderen Beitrag von mir nachlesen, was man dagegen machen kann:

https://www.gutefrage.net/frage/hey-hab-ne-frage-was-kann-ich-da-tun?foundIn=lis...

Kommentar von Emelina ,

Danke für den Stern :-)

Antwort
von Negreira, 37

Ixh habe sehr lange Migräne gehabt, über 40 Jahre, um Genau zu sein. In dieser Zeit hat mir ein befreundeter Karkosearzt immer gesagt, wenn ich mal am Magen oder am Darm operiert würde, sei meine Migräne weg. Ich habe sehr gelacht und ihm erzählt, wo mein Kopfg und wo mein Magen sein. Er ließ licht locker. Im Januar 2011 mußte ich wegen meines Morbus Crohn zum 1. Mal am Darm operiert werden, der Migräneanfall war furchtbar, und ich konnte doch keine Medikamente vor der OP nehmen. Ich bin aus der Narkose aufgewacht und meine Migräne ist WEG. Mal ein bißchen Kopfschmerz, wenns Wetter umschlägt, aber sonst habe ich seit Jahre Ruhe. Versuch es mal mit einem Magen-Statt mit einem Kopfschmerzmittel, vielleicht hilft Dir das. Gute Besserung

Kommentar von Gouki ,

Ja das kann sein, dass das zusammen hängt. Weil ich habe einen Reizmagen und einen Reizdarm. Also ich habe Laktose Fruktose Intoleranz, Fettiges und Säurehaltiges vertrage ich auch nicht. Danke für den Hinweis. 

Expertenantwort
von Dolormin, Business Partner, 16

Hallo Gouki,

aktuell sind mehr als 240 Kopfschmerzarten bekannt. Zu den bekanntesten, gehören der Spannungskopfschmerz, Migräne und der Clusterkopfschmerz, auf die ja bereits näher eingegangen wurde. 

Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Arten ist nicht immer ganz einfach, deshalb sollte die Diagnose einem Facharzt überlassen werden.

Die wichtigste Voraussetzung für die erfolgreiche Bekämpfung eines Schmerzzustandes generell, ist eine gute Analyse des Schmerzes. Ist der Schmerz akut oder chronisch? Wo ist er genau lokalisiert? Ist sein Charakter brennend, dumpf, stechend? Sind möglicherweise Ursachen bekannt?

Um Kopfschmerzen besser in den Griff zu bekommen, ist ein Kopfschmerztagebuch empfehlenswert, in dem das Auftreten, die Häufigkeit und die Merkmale des Kopfschmerzes eintragen werden können. Dies ist die optimale Vorbereitung für das Gespräch mit dem Facharzt.

Unter https://www.dolormin.de/schmerzratgeber/kopfschmerzen/symptome-diagnose.html kann kostenfrei ein Kopfschmerztagebuch heruntergeladen werden.

Für manche Patienten ist ein niedriger Blutdruck der Auslöser z. B. für einen Spannungskopfschmerz. 

Als Hausmittel gibt es Patienten, die auf Kaffee mit Zitronensaft schwören: Schwarzer Kaffee mit einem Schuss Zitronensaft. Koffein hemmt die Freisetzung der Schmerzhormone (Prostaglandine), Zitrone beschleunigt diese Wirkung.

Eine Behandlungsoption, wenn die gängigen Schmerzmittel wirkungslos sind, stellen die sogenannten Triptane dar. In Dolortriptan® bei Migräne ist das gut wirkende Almotriptan enthalten, das den körpereigenen Botenstoff Serotonin nachahmt. 

Es verengt die im Migräneanfall erweiterten Blutgefäße der Hirnhaut, lindert die umgebende Entzündung, die Weiterleitung der Empfindung Migräneschmerz und lindert zusätzlich die Begleitbeschwerden. Dolortriptan® bei Migräne ist rezeptfrei in allen Apotheken erhältlich.

Ein Arzt kann dabei helfen, die für Ihre Situation beste Therapieoption zu finden.

Manche Patienten finden leider erst beim zweiten oder dritten Versuch, die Therapie, die ihnen am besten hilft.

Gute Besserung wünscht

Dein Dolormin-Team

Antwort
von Loveschocolate, 33

Spannungskopfschmerzen oder clusterkopfschmerzen?

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