Frage von Sozios, 294

Keine Lust mehr auf Fahrschule, kommt der Spaß hinterher, Fahrschule nimmt mir die ganze Freude?

Ich habe beschlossen den Motorrad Führerschein zu machen, den Autoführerschein habe ich schon. Ich bin mit allen Stunden soweit durch und die Lust aufs Motorrad ist eigentlich auch schon wieder verschwunden.

Das war aber beim Auto damals nicht anders, als Kind wollte ich immer Auto fahren, dann saß ich in der Fahrschule und dachte mir man ist Auto fahren doof. Heute macht es mir wieder Spaß weil ich eben "normal" fahren kann und nicht "Fahrschul" fahren.

Es ist als hätten die Menschen ein Talent dafür Freude zu kastrieren, mir geht es nicht darum Gas zu geben und mich tot zu fahren, aber für die einfachsten Vorgänge im Straßenverkehr kommen hoch gestochene Wörter und erklärungen die einen simplen Bremsvorgang beschreiben.

Bremsweg, Reaktionsweg, Anhalteweg=bremsweg+Reaktionsweg

Geschwindigkeit/10 x Geschwindigkeit/10 bei einer gefahrenbremsung nochmal /2

Reaktionsweg Geschwindigkeit/10 x3 usw. ihr seht worauf ich hinaus will. (Theorie habe ich schon bestanden)

Genauso gestaltet sich das fahren, ich hoffe mal dass diese "down" phase wieder abbricht nachdem ich den Führerschein habe und endlich selbst fahren kann wohin ich will.

Mich würde mal eure Meinung zur Fahrschule interessieren. Wie war das bei euch? Hat die Schule eigentlich Spaß gemacht oder kam der große Spaß erst als ihr den Führerschein eine weile hattet und selbstständig gefahren seit?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Kaputmacher97, 170

Der Spaß kam erst nach dem ich bestanden habe und selber fahren durfte.

Kommentar von Sozios ,

In der Kürze liegt die Würze, ich habe bestanden und in der Tat, der richtige spaß kommt erst nachdem man den schein in der hand hat und selbst fahren darf wie und wohin man will.

Kommentar von Kaputmacher97 ,

Glückwunsch :)

Antwort
von fuji415, 75

Wen Du keine Lust hast zur Fahrschule zu hegen hat man auch keine Lust die je einen Füherschein auszuhändigen ist ganz einfach und Spass soll die Sache nicht machen man soll das was lernen fürs Leben . Man fährt nicht aus Spass  den man muss als Frischling viel zu sehr aufpassen um Spass zu haben das kommt nach 15-20 Jahren Praxis .

Kommentar von Sozios ,

Ich weiß nicht ob du den Text gelesen hast aber ich habe bereits seit 10 Jahren meinen B Führerschein (Auto) und fahre Unfallfrei und ich fahre ausschließlich aus Spaß. Würde mir Autofahren keinen Spaß machen dann würde ich es vorziehen zu laufen oder öffentliche Verkehrsmittel oder eben ein Taxi zu nehmen.

Antwort
von annokrat, 97

die fahrschule dient lediglich dazu, dich soweit zu bringen, dass du die führerscheinprüfung bestehst. dabei werden die prüfungsansprüche so niedrig gehalten, dass nahezu jeder trottel den führerschein erwerben kann (was natürlich volkswirtschaftlich sinnvoll ist, aber natürlich nicht reichen kann, das handwerk "fahren" zu erlernen). fahrerisch solltst du dann in der lage sein, die wichtigsten verkehrsregeln zu beherrschen und dich irgendwie im verkehr zu bewegen ohne zuverunglücken. in der regel lernen die meisten mit der zeit das fahren, manche besser, manche schlechter. etliche lernen es nie, gurken ein lebenlang rum und das ohne unfall.

annokrat

Antwort
von nutzernaemchen, 100

Als ich meinen Führerschein machte, war ich soooo glücklich.. endlich nicht mehr Bus fahren müssen oder im Regen radeln.. man ist mobil und auch irgendwie frei. Ich habe mir meinen Führerschein übrigens selbst erarbeitet, bekam nichts geschenkt. So habe ich auch den Wert zu schätzen gelernt. Die Fahrschule selbst bzw die Theorie war öde.. aber die Fahrstunden waren spannend. Ich habe das alles wirklich als ein Geschenk gesehen, denn viele können sich das nicht mal leisten.

Antwort
von Spirit528, 123

Der Straßenverkehr ist kein Spaß oder Amüsement oder Kinderspielplatz sondern das Führen einer Kilogramm bis Tonnen schweren gefährlichen Waffe.

Kommentar von Sozios ,

Ich fahre seit 10 Jahren unfallfrei auto, ich habe Spaß daran ein Kraftfahrtzeug bis 3,5t zu fahren. Ich weiß nicht was du unter "Kinderspielplatz" im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr verstehst, aber du kannst nicht sagen: "Um sicher im Straßenverkehr zu fahren ist Spaß verboten". Denn das ist nicht richtig.

Antwort
von Branko1000, 131

Ich wollte natürlich auch schon immer den Führerschein mache, aber als in ich in der Fahrschule war, hatte ich auf die praktischen Stunden überhaupt keine Lust und Auto fahren an sich hatte mir gar keinen Spaß bereitet.

Nachdem ich die Fahrschule verlassen habe und natürlich auch den Führerschein hatte, dann ging es wieder bergauf.

Antwort
von siggibayr, 108

Schule macht in den seltesten Fällen wirklich Spaß. Man lernt dort Sachen, die man im Leben nicht immer braucht. Trotzdem lernen wir mehr oder minder nur fürs Leben.

Ebenso ist es in der Lehre. Auch die ist kein Zuckerschlecken.

Aber wie heißt das alte Sprichwort: Lehrjahre sind keine Herrenjahre.

Du wirst im Leben noch öfters Dinge machen müssen, die keinen Spaß machen und die trotzdem erledigt werden müssen.

Außerdem, wer schreibt dir denn vor, eine Fahrerlaubnis zu erwerben. Das machst du doch freiwillig.

Lernen muß nicht unbedingt Spaß machen, bringt dich sicherlich im Leben aber weiter ......


Expertenantwort
von blackhaya, Community-Experte für Motorrad, 90

Eigentlich fährt man Motorrad weil man es will. Man muss sowas schon wirklich wollen.

Zum Fahren gehört auch eine gewissen Leidensfähigkeit und Leidenschaft  dazu, Regen, Hitze und Kälte nicht immer macht das fahren Spass.

Wenn es einfach nur praktisch sein soll, dann fährt man Roller, die meisten Wege sind ja weniger als 10 kilometer.

Antwort
von SirKermit, 109

aber für die einfachsten Vorgänge im Straßenverkehr kommen hoch
gestochene Wörter und erklärungen die einen simplen Bremsvorgang
beschreiben.

Diese Erklärungen beschreiben lediglich die knallharten physikalischen Grundlagen. Die sind bei keinesfalls simpel, was man spätestens dann merkt, wenn man sich im Bremsweg verschätzt hat. Das darf man gerne als Spaßbremse oder doof ansehen, ändert aber rein gar nichts.

Kommentar von Sozios ,

Sie sind nicht logisch. Du stehst vor einer Kreuzung die Ampel springt 55m vor dir von grün auf Gelb. Jetzt schätz mal die entfernung von dir bis zur Ampel auf den Meter genau ein. Schau auf den Tacho, Lanstraße Tempo 70, 7x7 =49 7x3=21 addiere Bremsweg und reaktionszeit zusammen. Dann entscheide ob dir der Anhalteweg reicht.

Das ist irrsinn und unnötig verkompliziert, das macht niemand der an eine Ampelkreuzung fährt.

Ich handhabe es so: Wenn die Ampel länger auf grün steht, beobachten. Springt sie um stelle ich mir die Frage "Kann ich mein Fahrzeug anhalten ohne eine Vollbremsung hinzulegen?" Wenn ja dann halte ich an, wenn ich nicht anhalten kann ohne eine Vollbremsung (Gefahrenbremsung) hinzulegen fahre ich über gelb drüber.

Kommentar von SirKermit ,

Sie sind nicht logisch.

Es sind prüfbare physikalische Grundlagen. Bei doppelter Geschwindigkeit vervierfacht sich der Bremsweg, weil die Masse des Fahrzeuges die vierfache kinetische Energie besitzt, aber die Bremsen nur eine konstante maximale Verzögerung zulassen. Dazu kommt noch die typische Reaktionszeit von 1 Sekunde, in der du ungebremst eine Strecke weiterfährst, die linear von deiner Geschwindigkeit abhängt. Das und nichts anderes sagen diese Faustformeln aus, von denen dein und das Leben anderer abhängen kann.

Dass wir im Kopf instinktiv viele solcher Zusammenhänge nutzen, ohne uns über die dahinter stehenden Formeln im Klaren zu sein, ändert nichts an den Fakten.

Kommentar von nutzernaemchen ,

jaaaa??  Das sind einfach Erfahrungswerte. Niemand, aber auch wirklich niemand denkt beim Autofahren über das Erlernte in der Fahrschule nach. Ich persönlich fahre einfach :-) Übrigens auch seit 20 Jahren unfallfrei

Kommentar von SirKermit ,

jaaaa??  Das sind einfach Erfahrungswerte.

Die du erhältst aufgrund der Physik.

Übrigens auch seit 20 Jahren unfallfrei

Das spielt keine Rolle.

Kommentar von Sozios ,

Ich weiß jetzt nicht wirklich was du mir damit sagen möchtest. Klar ist Physik hinter allem aber muss man als Autofahrer Physik studieren um auto fahren zu können?
Ich habe auch keine wirklichen Probleme mit der Theorie, die habe ich bestanden, es liegt einfach an der Fahrgestaltung und den Fahrstunden die sich ähnlich trocken gestalten wie eben die Theorie. Es ist, wie ein User schrieb, hin und her Tuckern.

Kommentar von SirKermit ,

aber muss man als Autofahrer Physik studieren um auto fahren zu können?

Nein, es sollte uns nur klar werden, dass das Bauchgefühl ein unzuverlässiger Partner ist und solche Formeln müssen eine Abschätzung anbieten, welchen Abstand man halten sollte. Damit kann man sein Gefühl trainieren. Wobei die klassische 2 Sekunden Regel aus meiner Sicht ein wenig handhabungsfester ist.

Zu geringer Abstand ist halt eine der häufigsten Ursachen für einen Unfall.

Antwort
von Alpako995, 78

Die Fahrschule hat noch nie Spaß gemacht! Das muss man aber durch!

Der Spaß kommt zurück keine Sorge

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