Frage von nella2501, 89

Keine Kündigung?

Hallo, Ich war von Februar 2014 bis Februar 2016 in Elternzeit. In der Firma haben alle gekündigt 2014. Ich bin nach der Elternzeit zur gewohnten Uhrzeit zur Arbeit aber keiner war da und bin nach ner halben Stunde gegangen. Am nächsten Tag das selbe sodass ich per einschreiben ein Brief versendet haben und mich an einem Anwalt wandte. In zwei Wochen ist die Gerichtsverhandlung und der gegnerische Anwalt behauptet die Firma sei stillgelegt und es sei mein Pech wenn es mir entgangen ist. Ich weiß allerdings dass die Firma weiterhin online verkauft und kann es auch beweisen. Muss er mich nicht kündigen bzw die ganzen Monate müsste er doch jetzt bezahlen oder? Wie gut stehen für mich die Chancen?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Maximilian112, 34

Du hast einen Arbeitsvertrag mit Firma XY.

Egal ob diese noch Online Geschäfte erledigt oder eben auch ganz stillgelegt wurde: Es hätte wenn Deine Arbeitskraft nicht benötigt wird einer Kündigung bedurft.

Eine derartige Kündigung wegen Stilllegung könnte auch in der Elternzeit ausgesprochen werden.

Der Argumentation des gegnerischen Anwaltes kann ich mich nicht so recht anschließen.

Was mich stutzig macht: An Stelle des Betriebes hätte ich ja zumindest zum Zeitpunkt der Klage eine Kündigung ausgesprochen, falls man Dich einfach vergessen hat. Obwohl man damit auch gleichzeitig zugibt das Du Anspruch auf Bezahlung hast.

Nimm die neue Stelle an, das Leben geht ja weiter.

An der Klage ändert das nix. Informiere den Anwalt, also Deinen nicht den gegnerischen :-)

Kommentar von nella2501 ,

Ja das macht mich auch stutzig. Ich denke er spricht keine aus weil er ja sonst zugeben müsste dass es die Firma gibt (was es auch tut) aber dadurch dass die ja rechtlich vertreten werden deutet ja darauf. 

Ich weiß nicht auf was der Anwalt aus ist, weil rein logisch ist es ja reine Dummheit es auf eine Verhandlung ankommen zu lassen. Aber wer weiß wie das der Richter sieht. 

Kommentar von Maximilian112 ,

Der Anwalt macht das was der Mandant wünscht. Er berät seinen Mandanten und handelt manchmal auch wider besseres Wissen. Ev wird er zu Verhandlungsbeginn eine Abfindung anbieten. Sofort ein ganz entrüstetes Gesicht machen! :-) Da ist noch mehr drin.

Wenn Dein Anwalt alle maßgeblichen Infos hat wird es auch funktionieren und Du zu Deinem Recht kommen.

Antwort
von berlina76, 37

Wenn die Firma Online weiterverkauft, vielleicht unter einem Anderen Namen? Ist es definitiv die selbe Firma oder ein Nachfolger, auch wenn es derselbe Inhaber ist. Das ist zuerst zu klären.

Desweitern frag ich mich, warum du nicht schon vor Arbeitsbeginn dich dort gemeldet hast-telefonisch um nachzufragen.

Melde dich auf jedem Fall zusätzlich beim Arbeitsamt.

Kommentar von nella2501 ,

Habe ich mehrfach allerdings ging keiner ans Telefon, dann hab ich per boten ca eine Woche vorher nen Brief einwerfen lassen dass ich am Tag X wieder meine Arbeit aufnehmen werde. Die Firma ist die selbe selber Name etc. 

Antwort
von Ralfi1988, 53

 § 130 Abs. 1 Satz 1 BGB:

Damit eine Willenserklärung unter Abwesenden wirksam wird, muss diese dem Vertragspartner zugehen.  

Eine Kündigung ist eine empfangsbedürftige Willenserklärung, d.h. wenn dein Arbeitgeber nichteinmal eine Kündigung ausgesprochen hat, dann hast du natürlich auch keine erhalten. Dementsprechend besteht das Arbeitsverhältnis weiterhin.

Kommentar von nella2501 ,

Das heißt er müsste mich jetzt auch die ganzen Monate von Februar bis jetzt bezahlen. 

Ich habe auf Weiterbeschäftigung geklagt, jetzt hat sich allerdings eine neue Arbeitsstelle für mich ergeben die ich zum 1.6 annehmen könnte. Wie verhält sich das jetzt?

Antwort
von kabatee, 5

Hast gute Karten und lass alles ruhig auf dich zukommen!

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