Frage von vegan666, 25

Keine Gefühle mehr aber keine Depression, ist das normal?

Hallo ich bin 18 und hatte ein schweres Leben. Mit 15 kam der Selbstmordversuch und dann war ich in Therapie. Mittlerweile geht es mir gut. Aber irgendwie auch nicht. Als die Therapie geendet hatte, hatte ich eine Phase (2-3 Monate) wo ich emotional überempfindlich war. Entweder habe ich wegen Käfern geweint oder mich tod gelacht beim schlechtesten Witz. Danach kam die "normale Phase " ich fühlte mich total normal, so wie ich es mir immer vorgestellt habe, wie andere sich fühlen. Das ging vielleicht ein paar Monate so. Dazu muss man sagen, alle meine Probleme die ich ganz am Anfang hatte sind immer noch da. (Geldsorgen, Schule, Mutter , Gewicht ) trotzdem habe ich voll ins Leben gefunden. Seit längerem fällt mir aber erschreckender Weise auf, dass ich immer gleichgültiger werde. Mein Freund ist mir egal, was meine Mutter sagt (sie beschimpft mich regelmäßig weil sie unter borderlin leidet) egal was. Ob positives Ereignis oder negatives, es lässt mich alles kalt. Ich bin aber immer noch selbstbewusst, schaffe meinen Alltag ohne Probleme, habe keine negativen Gedanken usw. Ich habe nur diese Gleichgültigkeit gegenüber allem und es wird nicht grade besser... Soll ich deswegen wieder zum doc ? Es kommt mir so lächerlich vor aber mittlerweile ist es echt schade, dass ich mich nicht mehr freuen kann und alles... PS: der Text ist schnell am Handy getippt Sry wegen möglichen Fehlern

Antwort
von conelke, 25

Auch wenn Dir die Therapie etwas gebracht hat, scheint die Situation zu Hause ja mehr als traurig zu sein. Noch hast Du Kräfte und meinst Dein Leben weiter in der Art führen zu können, wie Du es nach der Therapie gelernt hast. Doch Deine momentane Situation kann auch schnell wieder kippen. Zur Gleichgültigkeit kommen dann wieder schlechte Gedanken und Gefühle. Deshalb würde ich Dir raten: Auf jeden Fall zum Doc! Was Deine Mutter für Probleme hat kann ich nicht nachvollziehen, doch sie sollten Dich nicht mit runter ziehen, so schwer das auch sein mag, so lange Ihr zusammen lebt. Vermutlich gehört Deine Mutter auch in Therapie. Mach Dein Leben lebenswert, suche Dir Ziele und Aufgaben, die Du erfüllen möchtest. Wenn Du Probleme mit Deinem Gewicht hast, dann melde Dich vielleicht in einem Verein an und treibe Sport. Beschäftige Dich mal mit dem Thema gesunde Ernährung. Vielleicht interessiert es Dich und Du könntest ab und zu mal kochen. Schaffe Dir kleine, bunte Oasen in Deinem Alltag, die Dir Auftrieb geben. Treffe Dich mal mit einer Freundin, geht shoppen oder mal ins Kino. Trenne Dich von Dingen, die Dich belasten und suche Dir Dinge, die Dir Freude bereiten. Konzentriere Dich vielleicht auch auf die Schule. Setze Dir Ziele. Wenn man etwas vor Augen hat, für das es sich lohnt zu kämpfen, ist die Motivation vielleicht eine ganz andere. Alles Gute.

Kommentar von vegan666 ,

Das sind wirklich gute Tipps aber eigentlich ist mein Leben ja viel besser. Also mein Gewicht macht mir nichts mehr aus. Es ist mir auch hier egal weil ich einen Freund habe der mich so liebt und ich immerhin 20kg weniger habe als mit 15 . Trotzdem bin ich noch übergewichtig. Meine Mutter kann für ihr verhalten nichts , sie hat die Therapie abgebrochen aber es geht ihr besser als früher. Wenn ich ausziehe wird sich das schon regeln. Was sie sagt es mir eh egal weil ich weiss dass ich dafür nichts kann. Das Problem ist ich habe nichts was mich wirklich freut. Gehe ich mit Freunden ins Kino ist das zwar ganz nett und toll aber Freude empfinde ich nicht. Als wäre ein müder schwerer Schleier auf mich. Schule läuft super bisher echt gute Noten und das in Fächern wo ich zum Teil voher fünf stand. Aber selbst bei meiner eins in deutsch habe ich mich nicht gefreut sondern es hingenommen. Ich sollte wirklich zum Arzt gehen...

Kommentar von conelke ,

Ja, dass solltest Du wirklich tun. Das wird mit Sicherheit einen Grund haben. Oft meint man auch eine Situation im Griff zu haben, aber im tiefsten Inneren sieht es dann ganz anders aus. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir das mit Deiner Mutter so völlig egal ist. Es ist ja schließlich Deine Mutter und auch wenn Du damit Vernunft rangehst, schlägt Dein Seelchen vermutlich Purzelbäume (im negativen Sinne). Ich will Dir da mit Sicherheit nichts einreden...ich bin ja auch kein Psychologe - ich denke nur rein logisch und jeder weiß vermutlich das ein gutes, harmonisierendes familäres Netz für Kinder sehr sehr wichtig ist, um sich entsprechend zu entwickeln. Das Du keine Freude empfinden kannst ist irgendwo tragisch und deshalb solltest Du auf jeden Fall mit jemanden darüber sprechen, der Dir fachlich weiterhelfen kann.

Antwort
von xApfelminzex, 20

Ich kenn das Gefühl, hatte früher auch oft Panickattacken. Dann gabs da so ne Phase, in der mich meine negativen Gedanken verrückt gemacht haben und dann, wo ich das Gefühl hatte, dass ich mich nicht freuen kann und dass ich keine Gefühle hab... Ich kann dir nur sagen, dass du vielleicht mal mit einem Psychologen darüber reden solltest, der kann dir bei Problemen helfen und bei dem kannst du dich richtig ausreden, das tut nämlich richtig gut ;) evtl. könnten das auch noch Nachwirkungen haben, von deinem Selbstmordversuch. Vielleicht solltest du einfach mehr in soziale Kontakte gehen. Geh öfters raus oder mach was mit Freunden, vielleicht wirds dir besser gehen.

Gute besserung :)

Antwort
von Pianodobel7, 20

Also, wenn es dich wirklich stört, würde ich vielleicht mal einen Besuch beim Arzt versuchen, ansonsten ist doch alles ganz ok, so wie ich das hier sehe wird sich das bestimmt eh wieder legen.

LG Pianodobel

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