Frage von KingofKingsz, 70

Kein Wohngeld im dem Monat des Ferienjobs?

Guten Tag,

es geht um folgendes: Ich arbeite in den Ferien und lebe dann die Monate davon und finanziere mein Studium. Mir wurde jetzt für den Monat Oktober 2015 das Wohngeld nicht bewilligt, weil mein Einkommen in dem Monat ca. 3000€ einfach mal auf das Jahr hochgerechnet wurde. Und ich somit keinen Anspruch in dem Monat auf Wohngeld habe. Für mich ergibt sich kein Sinn dadurch, denn wenn ich mtl. arbeiten würde und 400€ verdienen würde (4800 im Jahr) hätte ich jeden Monat Anspruch auf Wohngeld. So arbeite ich einmal im Jahr und zerre dann von diesem Geld, da in meinem Studium nebenbei noch arbeiten nicht optimal ist. Es ist doch sinnlos das auf das Jahr hochzurechnen, denn somit hätt ich doch in keinem Monat Anspruch auf Wohngeld?

Hat jemand ähnliche Erfahrung? Kennt vielleicht Wohngeldgesetze etc. ?

Danke im Voraus

Antwort
von TreudoofeTomate, 29

Die Wohngeldbehörde ist gesetzlich gehalten, eine Einkommensprognose für den Bewilligungszeitraum vorzunehmen. Ich frage mich, ob du möglicherweise nicht genügend Angaben zum Einkommen gemacht hast oder wie kommt ein Wohngeldsachbearbeiter darauf, ein einmal erzieltes Einkommen als Monatseinkommen zu werten?

Geh in Widerspruch gegen den Nullbescheid und stell deine Einkommenssituation erneut da. Ziemlich praktisch ist doch, dass es sich um den Oktober letzten Jahres handelte, du bist also im Besitz einer elektronische Lohnsteuerbescheinigung des vergangenen Jahres. Füge diese zur Aufklärung dem Widerspruch bei.

Es könnte natürlich auch sein, dass die Wohngeldbehörde aufgrund fehlender Plausibilität eine Anrechnung von fiktivem Einkommen vorgenommen hat, statt den Antrag einfach abzulehnen. Ohne einen Blick auf den Wohngeldbescheid zu werfen, lässt sich dies jedoch nicht aufklären.

Achso... ich kenne das Wohngeldgesetz.  ;-)  Und kann dir daher sagen, dass gemäß § 13 WoGG das Gesamteinkommen die Summe der Jahreseinkommen (§ 14) der zu berücksichtigenden Haushaltsmitglieder abzüglich der Freibeträge (§ 17) und der Abzugsbeträge für Unterhaltsleistungen (§ 18) ist. Und das monatliche Gesamteinkommen, welches in die Berechnung des Wohngeldes lt. Formel einfließt, ist lediglich ein Zwölftel des Gesamteinkommens. Es ist also korrekt, erst einmal dein Jahreseinkommen zu ermitteln. Dies muss allerdings korrekt passieren.  ;-)

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