Frage von BooWseR, 36

Kein Wohngeld für 2 Personen Haushalt - Was aber wenn der Eine beim Anderen zur Untermiete ist?

Moin Leute,

ich will mit meiner Partnerin zusammenziehen, verliere jedoch Anfang 2017 den Anspruch auf's Kindergeld. Da ich durch mein Studium auf 450 Euro Basis gebunden bin, darf ich nicht mehr verdienen. Meine Partnerin ist jedoch voll erwerbstätig, wodurch wir zusammen mehr verdienen als für einen 2 Personen Haushalt erlaubt ist.

Nun frage ich mich gerade, ob ich nicht theoretisch ein "Untermietsvertrag" mit ihr eingehen kann, also bei ihr zur Untermiete wohne und so entsprechende Zuschüsse bekommen kann? Mir fällt nämlich keine Alternative mehr ein, ohne das Studium abbrechen zu müssen.

Weiß jemand ob das so gehen würde?

Herzlichst, BooWseR

Antwort
von miboki, 20

Du darfst aber nicht vergessen, dass Deine Freundin dann aber auch die "Mieteinnahmen" als Einkommen versteuern muss. Ich kann zwar Dein Problem nachvollziehen aber letztendlich planst Du einen Betrug an der Solidargemeinschaft. Und wenn das auffliegt, hast Du ein richtiges Problem.  Und irgendwie fliegt so was immer auf. 

Kommentar von BooWseR ,

Ist mir schon bewusst, dass sie das versteuern muss. Das Einkommen wird halt sogesehen "verlagert" - Das ist für mich nicht mehr Betrug als die steuerlichen Vorteile bei Ehepartnern. 

Zudem ist es nicht mal gelogen. Wenn sie sich eine Wohnung mietet und ich mit einziehen möchte, sie aber sagt "Dann gibst du mir was dazu" bin ich offiziell ihr Untermieter. In welchem Verhältnis wir stehen spielt absolut keine Rolle und geht die Institution auch nichts an. Somit bekomme ich meinen eigenen Vertrag als Untermieter und kann anhand dieses Vertrags dann theoretisch doch Wohngeld beantragen? 

Verbinden sich Studenten in einer WG, wo zudem noch einer in Vollzeit arbeitet, würden diese zusammengerechnet wohl durch den Vielverdiener auch keine Zuschüsse bekommen. Nun ist es aber so, dass einer der Hauptmieter und die anderen die Untermieter sind und somit Anspruch auf Zuschüsse haben. 

Mir gefällt es auch nicht das Amt um irgendwas zu bitten, aber selbst wenn ich mehr arbeiten würde und damit mein letztes bisschen Freizeit opfern, hätte ich unterm Strich weniger Geld als jetzt schon, da dann Abgaben und Versicherungen voll reinballern, die jetzt noch über die Familie laufen. 

Antwort
von TreudoofeTomate, 15

Nein, das ginge nicht.

Gemäß § 20 Abs. 2 WoGG ist das Wohngeldgesetz auf Haushalte zu denen ausschließlich Personen gehören, die dem Grunde nach Anspruch auf BAB oder BAföG haben, nicht anzuwenden. Das fingierte Untermietverhältnis würde dir also gar nichts nutzen.

Selbst wenn das Wohngeldgesetz auf dich anzuwenden wäre (weil du dem Grunde nach keinen Anspruch auf BAB oder BAföG hast), besteht bei einem fingierten Untermietverhältnis gemäß § 21 Nr. 3 WoGG kein Wohngeldanspruch, weil die Inanspruchnahme missbräuchlich wäre. 

Ziffer 21.33 der Allgemeinen Verwaltungsvorschriften zum Wohngeldgesetz 2016 lautet:


Fingierte Untermietverhältnisse

Ist ein Untermietverhältnis offenbar nur zu dem Zweck begründet worden, die Voraussetzungen für einen Wohngeldanspruch zu schaffen oder einen
bestehenden Anspruch zu erhöhen, ist die Wohngeldbewilligung für die
antragstellende Person, die Haupt- oder Untermieter sein kann, ganz oder
zum Teil abzulehnen.
Antwort
von isomatte, 15

Wenn du als Student einen Untermietvertrag hättest und entweder Bafög - durch dein Studium bekommst oder dem Grunde nach einen Anspruch darauf hättest,dann würdest du selber vom Wohngeld ausgeschlossen sein !

Einen Anspruch könntest du dann nur gemeinsam mit der Partnerin haben,wenn diese dem Grunde nach keinen Anspruch auf Bafög - oder - BAB - hat,also ginge dein Plan mit dem Mietvertrag nicht auf.

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