Frage von DerOnkelJ, 58

Kein Virenschutz nötig bei einer VM?

Gestern wurde hier die Frage nach einem Virenschutz gestellt (ging um die brain.exe ...)

Die "Experten"-Antwort war, dass, wenn man Windows in einer VM unter Linux betreibt, keinen Virenschutz braucht.

Mich würde jetzt mal interessieren, ob der Experte das jetzt wirklich ernst meinte (leider kann ich die Frage nicht mehr finden...). Ich kenne mich mit dem Thema ja ein klein wenig aus, aber man lernt immer wieder dazu...

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von FordPrefect, 34

Die "Experten"-Antwort war, dass, wenn man Windows in einer VM unter Linux betreibt, keinen Virenschutz braucht.

Das ist Unfug. Ob man das Betriebssystem nun auf einer physikalischen oder virtuellen Plattform betreibt, ändert doch rein gar nichts am Infektionsrisiko respektive der Anfälligkeit des Betriebssystem an sich. Entscheidender Vorteil einer VM kann es sein, in kürzester Zeit selbige entweder neu zu erstellen oder aber rücksetzen zu können (je nach verwendeter VM). Aber die Risiken sind natürlich genauso gegeben - und wenn man aus der VM auf Daten des Hosts zugreifen kann / muss, dann riskiert man damit auch das Hostsystem.

Somit ist klar zu sagen, dass ein Virenschutz auch innerhalb einer VM notwendig ist, will man keine unnötigen Risiken eingehen.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Genau das ist auch mein Wissensstand.

Antwort
von Schilduin, 22

Wenn du auf der entsprechenden VM keine wichtigen Daten hast, brauchst du auch kein Virenschutz, weil du es ja jederzeit zurücksetzen kannst. Natürlich können die meisten Viren trotzdem diese Installation befallen aber das macht dann ja nichts. Theoretisch wäre es aber möglich einen Virus zu entwickeln, der eine Windows VM befällt, um sich dann auf einen Linux Host zu verbreiten... Allerdings macht sich kaum einer die Mühe, da Linux sowieso schon wenig verbreitet ist, und man eher versucht, so viele Ziele wie möglich zu infizieren.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Aber man kann ja aus dem befallenen Windows-System weitere Windows-Systeme befallen.

Und bei einem Produktivsystem macht man auch nicht mal so nebenbei ein Rücksetzen...

Kommentar von Schilduin ,

Bei einem Produktivsystem würde man sowieso regelmäßig Backups machen, aber um zu vermeiden, dass es überhaupt erst soweit kommt, würde man trotzdem ein Virenschutz installieren. Eine Möglichkeit wäre aber, sofern die Software, mit der man arbeitet, keinen Internetzugriff benötigt: Man benutzt als Host Linux und 2 virtuelle Maschinen mit Windows. Auf der einen VM sind alle wichtigen Daten und Programme, diese VM bekommt keinen Internetzugriff. Die andere VM wird dann ausschließlich zum surfen etc verwendet. So sind die wichtigen Daten von den unwichtigen getrennt, und es ist sehr unwahrscheinlich, dass die wichtige VM in irgendeiner Form angegriffen wird.

Antwort
von Jewi14, 26

Natürlich kann Windows in einer VM von Viren angegriffen werden! Da gibt es keinen Unterschied ob nun "normal" installiert oder in einer VM.

Evtl. meint der Experte, dass man bei einem verseuchten System einfach die VM löscht und damit den Virus.

Ein Übertritt eines Virus von der VM in das normales System (sofern bei bei das gleiche BS installiert ist), ist aber kaum vorstellbar. Ich kenne da nur eine Möglichkeit.

Kommentar von FordPrefect ,

Da genügt schon eine übersehene - und ggfs. administrative - Freigabe auf dem Host, um dort liegende Dateien zu infizieren. Klar, das OS des Hosts wird darunter i.d.R. nicht leiden, sehr wohl aber weitere Rechner im LAN, die auf diese Dateien ggfs. zugreifen.

Kommentar von Jewi14 ,

Ja, das meine ich.

Antwort
von EGitarre, 27

Man könnte sagen was in einer Virtuellen Maschine ist bleibt in einer Virtuellen Maschine - außer du kopierst eine Datei selber auf deinen richtigen PC.

Eine virtuelle Maschine ist an sich ein in sich geschlossenes System. Bei uns im Unternehmen nutzen wir z.B. VMs um EMails die Virenverdacht haben zu öffnen und somit zu gucken was passiert - schlimmstenfalls setzt man die VM dann eben zurück.

Ich könnte mir zwar vorstellen, dass es bestimmt Viren gibt, die auch eine VM umgehen können, aber die müssten dann schon ganz speziell gemacht sein und gezielt auf deinen Computer kommen.

Der "Experte" von dir hat also Recht, auch wenn es auch mit einer Windows VM auf einem Windows OS so ist. Aber wenn du eine Windows VM auf einem Linux OS nutzt ist das natürlich nochmal sicherer, weil, wenn dann ein Virus irgendwie mit irgendeinem speziellen Trick aus der VM ausbricht, müsste der schon ganz schön umfangreich sein, dass er erst das WindowsSystem knacken kann und danach dann auch noch ein Linux System. So ein Virus wird keiner sein den man sich "mal einfängt" sondern müsste schon wirklich gezielt gegen dich gerichtet geschrieben worden sein mit dem wissen, wie du deine VM und dein OS hast.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Was ist wenn ich ein virtualisiertes Windows im Produktivbetrieb einsetze? Das kann ich nicht mal so eben zurücksetzen.

Und sobald eine Netzwerkverbindung besteht kann sich ein Virus auch ausbreiten.

Kommentar von FordPrefect ,

So ist es - bestes Beispiel Locky und Konsorten.

Kommentar von Mahaf38 ,

Aber das Betriebssystem auf dem die VM ausgeführt wird, hat ja (hoffentlich) einen Virenschutz. Deswegen halte ich den ersten Satz für entscheidend.

Kommentar von FordPrefect ,

Der aber zum Beispiel in Bezug auf Randomware faktisch nichts nutzt, sofern man keine weiteren Vorkehrungen getroffen hat.

Antwort
von Mahaf38, 29

Anderungen am virtuellen Betriebssystem werden entweder nicht gespeichert, oder könnnen sehr leicht rückgängig gemacht werden.

Von daher hab ich auch keinen Virenschutz in meinen VM.

Antwort
von vikiller01, 39

Eigentlich braucht eine Virtuelle Maschine kein Virenschutz, da Linux weniger Viren enthält als Windows. Daher nicht brauchbar

Daher hatte der Experte recht!

Kommentar von DerOnkelJ ,

Und was ist mit dem Windows-Systen IN der VM?

Kommentar von vikiller01 ,

Wenn du viele Dateien in VM unter Windows installierst könntest du ein Virenschutz brauchen. Für Linux nicht

Kommentar von DerOnkelJ ,

Das ist doch unabhängig von den Dateien. Ich habe ein Windows-System, das irgendwie mit dem Internet verbunden ist.. ob direkt oder durch eine VM durch...

Kommentar von vikiller01 ,

Windows ist so ein Betriebssystem, dass von vielen Menschen genutzt wird. Meistens verschleiern sie kleine Viren oder Würmer fast in jeder Datei durch Werbung herunterladen oder andere Software die man überhaupt nicht braucht. Daher muss man bei Windows immer besonders aufpassen.

Linux wird aber mehr von Hobbypersonen betrieben, die besonders mit Quellcodes rumspielen. Linux braucht kein Virenschutz nur Windows!

Antwort
von Boogoo17, 22

Hi

Klar benötigt auch die VM einen Virenschutz. Ist ja Windows, welches gerade läuft. Und wie wir wissen lässt sich das leicht infizieren. Danach ist ein Teil der Festplatte, also die Partition, infiziert. Hoffe deine Frage konnte geklärt werden.

Kommentar von DerOnkelJ ,

Genau das ist auch mein Wissensstand. Schließlich werden die Daten zwischen Netz und dem virtualisierten Windows ja 1 zu 1 durchgelassen. Da kommen Viren genau so durch als hätte man das Windows direkt auf dem Rechner...

Kommentar von Boogoo17 ,

Genau so ist es auch :)

Antwort
von andereaas, 11

Moin, moin @JustingerR,

solltest Du in Deiner VM Deinem Windows - Betriebssystem Internetzugang gestatten, ist folgendes erforderlich, entweder einen aktuellen Sicherungspunkt Deiner VM oder eben ein Anti - Virenprogramm. Ich gehe hier von einem Linux - System als Host aus.

Das "Programm" brain.exe sollte jeder "installieren" der in die weiten, weiten Welten des Internets hineinschaut.

Der "gf-Experte" hat in soweit Recht, Dein Host, Linux, interessiert kein Virus, durch seinen Aufbau. Aber Deine VM kann durchaus davon betroffen sein.

Interessanter wird es, wenn das Thema auf Malware wie z. B. Trojaner, Ransomware u.ä. kommt. Da sind auch Linux - Systeme nicht außen vor.

Nähere Informationen bzw. Fachfragen richte bitte an:

www.administrator.de

Gruß

Der Geier

PS Ich betreibe unter dem Programm Virtualbox, MS-Dos, Win 95, Win 98 SE, NT, XP, Win 7 sowie einige Linux Derivate...

Antwort
von Tarikinan, 5

Linux braucht keinen Virenschutz, eine VM aber meistens nicht.

Antwort
von Gavisus, 11

VMware Workstation unter Linux interessiert Hacke eben weniger. Die greifen lieber Systeme an die weitverbreitet sind. Was aber nicht heißt dass solche Computer nicht angegriffen werden können. Auch hier ist ein Virenschutz sinnvoll. Die Experten hier sind ja selbsternannte Experten, was eben nicht unbedingt heißt, daß die auch Ahnung haben. Bei so einem Thema gehst Du besser auf ein Fachforum.

Antwort
von vedo16, 11

Man braucht keinen Virenschutz wenn man eine VM betreibt. Alles geschieht innerhalb des virtuellen Speichers.

Außer man transferiert Daten zwischen der VM und dem Host, bin mir aber nicht sicher.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten