Frage von Erdbeere70,

Kein Lastenzuschuss bei "zu viel" Wohnfläche?

Wir, eine 3köpfige Familie, beabsichtigen den Kauf eines (fast neuwertigen) Einfamilienhauses mit eine Wohnfläche von 130 qm. Die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Finanzierung sind aus heutiger Sicht gegeben, da mein Mann und ich beide jeweils über ein gutes Einkommen verfügen und die monatliche Rate nur unwesentlich unseren derzeitigen monatlichen Mietzins für unsere Wohnung übersteigt. Was aber, wenn irgendwann einer von uns seine Arbeit verliert und wir eventuell in die Situation kommen, einen monatlichen Lastenzuschuss beantragen zu müssen, um weiterhin den Kredit abzahlen zu können - könnten uns dann die 130 qm Wohnfläche, die offiziell zu viel sind für einen 3-Personen-Haushalt, zum Verhängnis werden? Wird dann möglicherweise GAR KEIN Zuschuss gewährt (nach dem Motto: Da müssen Sie eben ausziehen, wenn das Haus zu groß ist)? Oder könnten wir davon ausgehen, dass uns ein ANTEILIGER Lastenzuschuss, bezogen auf die "uns zustehenden" Quadratmeter gezahlt wird?

Antwort von Indy72,
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Lastenzuschuss oder Wohngeld kann auch dem Eigentümer eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung gewährt werden.

Diese Form von Wohngeld, genannt Lastenzuschuss, ist im Wohngeldgesetz geregelt und hängt von drei Faktoren ab: dem Einkommen, der Belastung durch das Eigenheim und der Anzahl der Familienmitglieder. Wohngeld als Lastenzuschuss gibt es für Eigentümer: - eines Eigenheimes oder einer Eigentumswohnung, - einer Kleinsiedlung, - einer landwirtschaftlichen Nebenerwerbsstelle, - einer landwirtschaftlichen Vollerwerbsstelle, falls Wohn- und Wirtschaftsteil voneinander getrennt sind und für den Wohnanteil eine Wohngeldlastenberechnung aufgestellt werden kann, - Inhaber eines eigentumsähnlichen Dauerwohnrechts.

Voraussetzung für den Lastenzuschuss ist, dass der Inhaber den Wohnraum bewohnt und die Belastung dafür aufbringt.

Lastenzuschuss nennt man in Deutschland die Unterstützung des Staates für Bürger, die aufgrund ihres geringen Einkommens einen Zuschuss zur Miete oder zu den Kosten selbst genutzten Wohneigentums erhalten.

Die Zahl der Haushalte mit Wohngeldunterstützung stieg im Jahr 2002 gegenüber den letzten Jahren stark an und liegt bei über 3,1 Millionen. Das entspricht etwa 9 Prozent aller Haushalte.

Die Gesamtausgaben für das Wohngeld betrugen im Jahr 2002 bundesweit rund 4,5 Milliarden Euro. Der durchschnittliche monatliche Wohngeldanspruch lag bei 127 Euro.

Die gesetzlichen Regelungen über die Gewährung von Wohngeld (Wohngeldgesetz u.a.) gelten als besondere Teile des Sozialgesetzbuches (s. Art. II § 1 SGB I). Dem entsprechend gelten für das Verwaltungsverfahren einschließlich des Schutzes der Sozialdaten neben den speziellen wohngeldrechtlichen Vorschriften die allgemeinen Verfahrensvorschriften des SGB X, nicht wie oft irrtümlich angenommen das Verwaltungsverfahrensgesetz (VwVfG) in Verbindung mit dem Bundesdatenschutzgesetz bzw. Landesdatenschutzgesetzen. Wohngeldstellen der Kommunen sind Sozialleistungsträger im Sinne des Sozialgesetzbuches.

Im Grunde genommen gelten für den Lastenzuschuss die gleichen Vorschriften wie für das Wohngeld. Aber: Der Lastenzuschuss dient nicht zur Tilgung, sondern nur zur Bedienung der Zinslast und ist maximal mit dem Betrag des vergleichbaren Wohngeldes gleich. Die Wohnfläche, die man über den Richtmaß beansprucht, wird i.d.R. nicht bezuschusst.

Kommentar von Indy72,

Wenn eine um 50% "zu große Wohnfläche" habt, dann kann nur die halbe Zinslast übernommen werden bis zu der Höhe des möglichen Wohngeldes. Ein Entweder-oder gibt es nicht, zumindest wenn die Voraussetzungen erfüllt sind. Notfalls kann man angeben, dass ein Weiteres Kind unterwegs ist.

Antwort von curafe,
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für den fall gibt es vericherungen die die kredithöhe absichern, springt auch bei tot, unfall, bu ein, frage bei der bank nach oder besser wende dich an einen freien makler, der ist nicht wie die bank an eine gesellschaft gebunden und kann mehrere gesellschaften vergleichen und beraten

Antwort von WEISTDUS,

Es gibt eine Toleranzgrenze, bezogen auf die Wohnfläche. Auch nach oben. Müsst Ihr in Euerer Gemeinde - Bauverwaltungsamt - klären. Sonst emfiehlt sich Familienzuwachs?!

Antwort von Mona1909,

wenn ihr dann auf die arge zurückgreifen müsst werden die euch sagen das ihr in ne wohnung ziehen sollt und das haus verkaufen und davon leben!!so sind die also von denen bekommt ihr dann nix

Kommentar von curafe,

nicht wenn das haus der altervorsorge dient

Kommentar von jotde01,

hat nichts zu sagen, denn auch Lebensversicherungen dienen der Altersabsicherung und müssen zu Bargeld gemacht werden

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