Frage von robtown, 186

Kann man es sich gefallen lassen, dass wenn man Opfer eines Versuchten Mordes wurde, dass die Justiz sich vehement weigert, gegen die Täter vorzugehen?

Kann man es sich gefallen lassen, dass wenn man Opfer eines Versuchten Mordes wurde, dass die Justiz sich vehement weigert, gegen die Täter, die direkt nach der Tat von der Polizei gestellt wurden, vorzugehen? AZ. Justiz Hamburg : 140E-L253.37

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo robtown,

Schau mal bitte hier:
Polizei Hamburg

Expertenantwort
von furbo, Community-Experte für Polizei, 60

Mord, welch heftiger Vorwurf eines Laien, wo selbst Juristen oft uneins sind, ob es nun Mord, Totschlag oder KV mit Todesfolge ist.

Bist du sicher, dass versucht wurde, den TB des 211 StGB zu erfüllen?

Kommentar von robtown ,

Erwiesenermaßen vorsätzlicher und unvermittelter Angriff mit einem Tötungswerkzeug, gemeinschaftlich begangen. Das Tatopfer trug dauerhafte körperliche Schädigungen davon

Kommentar von furbo ,

Und... welches Mordmerkmal siehst du darin? Ich sehe bisher keines. Und - ganz wichtig - hatten die Täter eine Tötungsabsicht?

Ich empfehle dir, den § 211 StGB zu lesen. 

Kommentar von robtown ,

Also, einer der Täter hat sich extra ein Kleinkind auf den Arm geben lassen, um dann, mit dem Kind auf dem Arm, zu beginnen das Opfer zu attackieren- Und dann kam der andere Täter von hinten, um das Opfer unvermitttelt von hinten mit der Baseballkeule anzugreifen. Eine Tötungsabsicht i. S. d.. § 211 StGB besteht auch schon dann, wenn der Täter billigend in Kauf nimmt, dass er das Opfer durch sein handeln töten kann. Und dafür hätte schon ein Schlag mit der Baseballkeule auf den Kopf genügen können. Die Frage istnun noch bei Gericht zu klären, ob der Täter den Tod des Opfers herbeiführen wollte (Schwere der Schuld)

Kommentar von furbo ,

Und dann kam der andere Täter von hinten, um das Opfer unvermitttelt von hinten mit der Baseballkeule anzugreifen. 

Um anzugreifen. Hat er das denn auch gemacht?

Wer nimmt "extra" ein Kleinkind auf den Arm, wenn er vorhat, jemanden zu ermorden? Klingt nicht sehr schlüssig. 

Kommentar von robtown ,

Klar hat der mit der Keule auch angegriffen. Und dass man ein Kind ins Spiel bringt, um im Nachhinein das Opfer des Angriffs zu beschuldigen, ist mE mehr als schlüssig

Kommentar von robtown ,

Wobei hierdurch auch die Heimtücke des Angriffs erwiesen wäre

Kommentar von robtown ,

Ist so auch bei der Polizei zur Kenntnis gegeben worden. Einmal direkt nach der Tat, einmal, Jahre später, nahezu gleichlautend bei der ersten Vernehmung im Auftrag der StA bei der Mordkommission. 

Kommentar von furbo ,

Wie wäre es denn, wenn du den Vorfall mit allen Details und Zeiten schilderst, anstatt immer nur kleine Bröckchen zuzuwerfen. 

Antwort
von ettchen, 98

Die Justiz weigert sich ganz gewiss nicht, gegen erkannte Täter vorzugehen.

Bevor jedoch Strafmaßnahmen ergriffen werden, muss der jeweilige Sachverhalt erst genauestens überprüft werden.

Zum Glück sind in Deutschland Lynch- und Selbstjustiz untersagt.

Kommentar von ollesgemuese ,

Tja, so sicher ist das leider auch wieder nicht, daß die Justiz Maßnahmen ergreift. Erst kürzlich konnte man lesen, wie Polizeianwärterinnen sich gesammelt beschwert haben - über männliche Kollegen, die sie einerseits sexuell belästigt haben und andererseits eindeutig rassistische Einstellungen hatten. Das Ende der Geschichte war daß trotz der gesammelten Belege die Justiz kein Fehlverhalten finden konnte. Die beschuldigten werden demnächst auf Streife gehen. Diese Polizeischule ist übrigens auch im Norden, in Schleswig-Holstein...

Kommentar von ettchen ,

Erst kürzlich konnte man lesen, wie Polizeianwärterinnen sich gesammelt beschwert haben - über männliche Kollegen, die sie einerseits sexuell belästigt haben und andererseits eindeutig rassistische Einstellungen hatten

Ach so, das "konnte man lesen". Vielleicht sogar in der BILD?  Und was du so liest und was du dann so meinst, ist selbstverständlich immer richtig. Je nee, is klar.

Solche Vorfälle werden untersucht, geschah ja auch, wie du schreibst und es stellte sich heraus, dass an den Vorwürfen nichts weiter dran war.

Kommentar von furbo ,

über männliche Kollegen, die sie einerseits sexuell belästigt haben und andererseits eindeutig rassistische Einstellungen

Weder sexuelle Belästigung noch rassistische Einstellungen sind strafbar. Da wäre zunächst der Gesetzgeber gefragt, solcherart Handeln und Geisteshaltung zu pönalisieren. Erst dann kann die Justiz tätig werden.

Kommentar von robtown ,

Lynchjustiz wäre, wenn die Justiz gegenüber einer Frau vom Sat 1 Regionalfernsehen behauptet hätte, dass es eine Rechtfertigung für dieses Gewaltverbrechen gegeben hätte.

Kommentar von ettchen ,

robtown, deine zusammenhanglosen Andeutungen sind unverständlich und sinnlos.

Kommentar von PatrickLassan ,

Lynchjustiz wäre

etwas anderes, als du denkst.

https://de.wikipedia.org/wiki/Lynchjustiz

Kommentar von robtown ,

Wieso? Die Justiz hätte doch hier ohne ein richterliches Verfahren eine Stümmelung für rechtmäßig erklären und damit mitbegehen wollen. Das wäre zum einen Strafe ohne Gesetz (Verletzung der europäischen Menschenrechtskonvention) und zum anderen Lynchjustiz (Strafe ohne anerkanntes richterliches Verfahren),

Antwort
von PatrickLassan, 51

Falls die Staatsanwaltschaft ein Verfahren einstellt, hat der Geschädigte die Möglichkeit des Klageerzwingungsverfahren.

https://dejure.org/gesetze/StPO/172.html

PS: Was soll eigentlich 'kawenn' heißen?

Kommentar von PatrickLassan ,

PS: 'Kawenn wurde mittlerweile in 'kann' geändert.

Kommentar von robtown ,

Dass ist soweit richtig als dass die Klageerzwingung eine Option ist. Diesem muss aber zum einen die Einstellung  des Verfahrens vorangehen, zum anderen gab es den der Tat vorangehenden Vorwurf, dass es sich bei den Tätern um Angehörige des Staatsschutzes  (vormals Gestapo, Stasi etc.) handeln könnte, die in fremden Nachbarschaften 'Stunk' machen sollten. Bei sowas hilft erwartungsgemäß kein Klageerzwingungserfahren, selbst hätte es die Einstellung des Verfahrens gegeben. Zumal verjährt eine Straftat gem. 211 StGB nicht, die StA ist also nach wie vor gezwungen, Ermittlungen einzuleiten.

Kommentar von PatrickLassan ,

Wenn ich das richtig verstehe, hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren bisher nicht eingestellt und ermittelt noch. Was willst du dann eigentlich?

zum anderen gab es den der Tat vorangehenden Vorwurf [?], dass es sich bei den Tätern um Angehörige des Staatsschutzes  (vormals Gestapo, Stasi etc.) handeln könnte

Mal abgesehen von der Gleichsetzung der Staatsschutzabteilung der Polize mit Gestapo und Stasi, ergibt dieser Satz wenig Sinn.

Antwort
von Maxster123321, 106

Da brauchen wir schon ein paar mehr angaben zum tathergang.

Kommentar von robtown ,

Die Frage bezieht sich auf die angenommene Tatsache,  dass tatsächlich ein versuchter Mord begangen wurde. Wenn es tatsächlich nicht eine derartige Tat war, sondern bestenfalls "nur" eine gefährliche Körperverletzung, warum hat sich die Justiz auch deshalb geweigert, gegen die Täter vorzugehen? Aber der Richtigkein halber gibt es zum Glück eine genaue Definition für Versuchten Mord und eine andere genaue Definition für eine Gefährliche Körperverletzung.

Kommentar von Maxster123321 ,

Richtig! Da gibt es ganz klare richtlinien. Wie percursor richtig sagt, kann dir das ein rechtsanwalt besser  beurteilen. Wenn du aber nicht rechtschutzversichert bist, dann kann das teuer werden.

Leider ist es in deutschland mit den rechtsanwälten so, daß die dir selten eine ehrlich antwort in bezug auf Erfolgsaussichten vor gericht geben. Und darauf kommt es doch letztlich an.

Was ist denn passiert? Oder willst du das nicht erzählen?

Kommentar von robtown ,

Erwiesenermaßen vorsätzlicher und unvermittelter Angriff mit einem Tötungswerkzeug, gemeinschaftlich begangen. Das Tatopfer trug dauerhafte körperliche Schädigungen davon

Kommentar von Maxster123321 ,

Es gibt eine strafverfolgungspflicht seitens der behörden, das steht außer frage.

Definiere Tötungswerkzeug?

Gab es in der Sache der Körperverletzung schon eine Ermittlung?

Wie lange liegt dienTat zurück?

Kommentar von robtown ,

Dass scheint in Hamburg keine Pflicht sondern anscheinend lediglich eine Gunst zu sein. Die haben offenkundigl den Schuss 08.05.1945 nicht gehört oder nicht hören wollen.und auch zur KV gab es kein Ermittlungsverfahren, obwohl die Polizei das Tatwerkzeug sichergestellt hatte.

Kommentar von Maxster123321 ,

Und wieder wäre der tathergang wichtig; was ist genau passiert? Die einzige erklörung wäre, daß es sich nach einschätzung der ermittlungsbehörde um eine nichtigkeit gehandelt hat, oder daß es sich bei der kv um eine tat in notwehr gehandelt hat.

Kommentar von Maxster123321 ,

Und was hat der 8.5.1945 mit der sache zu tun?

Kommentar von robtown ,

Ende der NS-Herrschaft

Kommentar von Maxster123321 ,

Schon klar, aber was hat das mit dem aktuellen fall zu tun? Oder meinst du die behörden wollen nicht helfen, weil sie glauben, daß der gröfaz noch das sagen hat, bzw, weil sie alee nazis sind?

Kommentar von ettchen ,

Die Frage bezieht sich auf die angenommene Tatsache …

Pardon, aber eine "angenommene Tatsache" ist ein Paradoxon. Entweder ist etwas "angenommen" oder eine Tatsache. Beides gleichzeitig geht nicht. Sorry, deine Ausführungen sind leider wirr und unverständlich.

Kommentar von Maxster123321 ,

Du kommentierst unter meiner antwort die antwort eines anderen users, oder?

Kommentar von robtown ,

Ne, ich hatte hier doch ettchens Antwort kommentiert, oder?

Kommentar von Sirius66 ,

Ihr Pfeil geht nicht auf dich zurück. er hat noch zwei II - darauf müsst ihr achten. Es ist nicht genug Platz, um das weiterhin schräg darzustellen.

Kommentar von robtown ,

Eine Tatsache, wenn nicht angenommen, ist nur dann wirklich eine, wenn man diese selbst erlebt hat. Oder im juristischen Sinn, jetzt kommt es, wenn ein tatsächliches Gericht etwas als erwiesen (be-)urteilt. Durch bloßes Hörensagen und Lesengucken wird nichts zur Tatsache, außer natürlich bei (o.g. ?) "Lynchjustiziaren". 

Kommentar von PatrickLassan ,

Eine Tatsache, wenn nicht angenommen, ist nur dann wirklich eine, wenn man diese selbst erlebt hat.

Eine Tatsache ist auch dann eine Tatsache, wenn man sie nicht selbst erlebt hat. Du definierst anscheinend Begriffe anders als die meisten Menschen.

Kommentar von robtown ,

Aus Sicht des Tatopfers (und der Täter) ist es eine Tatsache, für alle anderen, außer vlt. für den lieben Gott, bleibt es Hörensagen. Genau darauf baut das derzeitige Verhalten der StA. 

Kommentar von robtown ,

Das Unverhalten der Justiz in diesem Fall lässt jedoch mit großer Wahrscheinlichkeit darauf schließen, dass die Justiz von genau dem Tatverdacht ausgeht, den das Tatopfer bei Polizei und StA zur Anzeige gebracht hat.

Antwort
von Still, 31

Opfer eines Mordes wurdest du bestimmt nicht; höchstens eines Mordversuches😉

Gegen die Einstellung eines Verfahrens kannst du Widerspruch einlegen, der dann bei der oberstaatsanwaltschaft bearbeitet wird.

Kommentar von robtown ,

Beschwert wurde sich nicht nur bei der Generalstaatsanwaltschaft, sondern bereits schon beim Justizsenator (Die Grünen). Nun gäbe es noch den strafrechtlichen Weg gegen diese Amtspersonen vorzugehen ....

Kommentar von Still ,

Na klar, alles Idioten, nur du nicht!

Kommentar von robtown ,

Wie recht du haben könntest, würden sich diese "alle" nicht nur doof stellen

Antwort
von precursor, 74

Das ist eine Frage die du einem Anwalt stellen solltest.

Kommentar von robtown ,

Ihr, ich vermisse hier gerade zwei Antworten von 2 anderen Usern

Kommentar von precursor ,

???

Ich habe mit dem Verschwinden von Antworten anderer User mit Sicherheit nichts zu tun, das können nur Leute vom Support oder User-Moderatoren machen.

Antwort
von ichbinpascal34, 39

Das weigert sich die Justiz nicht... das ist ein Offizialdelikt....

Kommentar von robtown ,

Dass ist auch keine Weigerung, sondern nach derzeitigen Kenntnisstand ein gemeinschaftlich begangenes Verbrechen, strafbar gem. §258a StGB

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