Frage von Mors01, 79

Kaution nach 5 Jahren?

Seit 5 Jahren wohne ich in meiner Wohnung . Den Mietvertrag hat der Verwalter unterschrieben ( für alle Mieter des Hauses , 6 Wohnungen ) Nun macht die Eigentümerin Stress . Sie will die Verträge nicht anerkennen da sie nicht unterschrieben hat .Sie will diese erst Prüfen. Auch will sie von allen einen Einkommensnachweis haben und nachträglich Kaution von allen.
Des weiteren zahlt sie mir die Erstattung meiner Nebenkostenabrechnung (647,-€ Guthaben) nicht aus . Miete und Nebenkosten wurden immer pünktlich auf ihr Konto Überwiesen . Meine Frage was ist Rechtens , was darf sie ?

Expertenantwort
von johnnymcmuff, Community-Experte für Mietrecht & Mietvertrag, 19

Seit 5 Jahren wohne ich in meiner Wohnung . Den Mietvertrag hat der Verwalter unterschrieben ( für alle Mieter des Hauses , 6 Wohnungen ) Nun macht die Eigentümerin Stress . Sie will die Verträge nicht anerkennen da sie nicht unterschrieben hat .

Das ist echt lächerlich. Sie ´hat 5 Jahre Miete kassiert und kommt jetzt mit so einem Blödsinn.

Selbst wenn der Verwalter nicht unterschreiben durfte, wäre zumindest durch konkludentes Handeln ein mündlicher Mietvertrag zustande gekommen; was ein Vorteil für Mieter wäre.

Sie will diese erst Prüfen. 

Sie sollte mal ihren Geisteszustand prüfen.

Auch will sie von allen einen Einkommensnachweis haben und nachträglich Kaution von allen.



Dat kann sie sich von der Backe putzen, Weder das Eine noch das Andere.

Des weiteren zahlt sie mir die Erstattung meiner Nebenkostenabrechnung (647,-€ Guthaben) nicht aus. Miete und Nebenkosten wurden immer pünktlich auf ihr Konto Überwiesen . 

Nach 30 Tagen per Einwurfeinschreiben unter genauer Fristsetzung auffordern, das Guthaben auszuzahlen . ( Ich würde 7 Tage Zeit geben; genaues Datum angeben).

Danach mit der nächsten Miete verrechnen.

was darf sie ?

Sie darf weiter Miete kassieren.

Ihr wäre dringend angeraten sich bei Haus & Grund anzumelden.


Expertenantwort
von anitari, Community-Experte für Mietrecht, 29

Das der Verwalter die Verträge unterschrieben hat ist erst mal ein Problem zwischen diesem und der Eigentümerin.

Ist vertraglich keine Kaution vereinbart müßt Ihr auch keine zahlen.

Zumal, wenn, wäre die Forderung verjährt.

Guthaben aus einer NK-Abrechnung kann man als Mieter aufrechnen.

Sprich mit der Miete verrechnen.

Kurze Info an den Vermieter, fertig.

Expertenantwort
von albatros, Community-Experte für Mietrecht, 9

Selbst wenn mietvertraglich eine Mietsicherheit (Kaution) vereinbart worden wäre, wäre der Anspruch auf Zahlung inzwischen verjährt. Die VF beträgt drei Jahre. Auch allesAndere was jetzt verlangt wird, ist schlichtweg unsinn und rechtswidrig. Es existiert ein Mietvertrag und der kann nicht einseitig geändert werden. Reagiere einfach nicht auf derlei Zumutungen und schweige. Zahle weiter deine Miete brav wie vereinbart und schweige einfach. Lass dich auf keine Dikussion ein. Nichts, gar nichts! unterschreiben, nur schweigen, bitte!

Das Guthaben darfst du mit den künftigen Mietzahlungen aufrechnen. Das ist dein Recht. Teile das so der Vermieterin per Einwurfeinschreiben mit zur Kenntnis.

Antwort
von berlina76, 24

Ab zum Mieterschutz. 

Wenn sie einen Verwalter eingesetzt hatte sind die mit Ihm geschlossenen Mietverträge gültig, so wie sie sind. Da kann sie nichts daran ändern. Wenn im Mietvertrag keine Kaution drin ist dann ist das so, sie kann diese dann auch nicht nachträglich fordern.

Wenn Sie jetzt mit dem Verwalter im Clinch wegen Ungereimtheiten steht geht das nicht zu euren Lasten.

Die Nebenkostenrückzahlung muß Sie zahlen da kommt sie nicht drum rum.

 Wie gesagt, ab zum Mieterschutz. Selbst wenn der etwas Kostet, damit ist das Problem aber meist schneller erledigt, als wenn ihr es auf eigene Faust Versucht.

Kommentar von Gerhart ,

Hier muss nichts versucht werden. Die Kautionsforderung ist Unsinn. Möge die Vermieterin einen Klageversuch unternehmen. Das Guthaben aus der BK-Abrechnung nach Verzug der Vermieterin gegen die Miete aufrechnen. Fertig. 

Antwort
von jimpo, 29

Alle Mieter zusammen trommeln und einen Anwalt einschalten. Nach 5Jahren merkt die Dame, daß Sie keinen Mietvertrag unterschrieben und stellt jetzt Ansprüche. Ich glaube, Ihr habt die besseren Karten. Ihr habt einen unterschriebenen Mietvertrag und der zählt.

Kommentar von albatros ,

Wozu? völlig unnötig. Schweigen ist das Gebot

Antwort
von MKausK, 32

Mieterverein eintreten kostet glaube ich 55 euro. Ist das eine neue Besitzerin?  Nach 5 Jahren dürftest du Gewohnheitsrecht haben, das heißt du wohnst in einer Wohnung ohne Kaution. Die ausstehenden Nebenkosten anmahnen 2x dann gerichtlich eintreiben lassen. 

Kommentar von anitari ,

 Nach 5 Jahren dürftest du Gewohnheitsrecht haben

Gibt es im Mietrecht nicht.

Die ausstehenden Nebenkosten anmahnen 2x dann gerichtlich eintreiben lassen. 

Warum so umständlich und kostenintensiv?

Mit der Miete verrechnen, fertig.

Kommentar von MKausK ,

Vom Recht her müsste das sicher gehen, wenn sich dann aber herausstellen sollte dass deine Forderung nicht richtig ist, kann sie kündigen weil Miete nicht vollständig gezahlt worden ist, drum auf Nummer sicher gehen und das gerichtliche Mahnverfahren einleiten. Sagt mir nur so ein Bauchgefühl

Kommentar von MKausK ,

ein Gewohnheitsrecht gibt es auch dort, wenn Du dich seit Jahren im Hof ein Gemüsebeet gehalten hast, kann der neue Eigentümer einer Eigentumswohnung da nicht ungefragt ein Blumenbeet pflanzen,,,den Fall hatten wir in unsere Nachbarschaft , der durfte wieder seine Erdbeeren pflanzen obwohl er Mieter war und die andere Partei Miteigentümer von Haus und Garten gewesen ist

Kommentar von anitari ,

ein Gewohnheitsrecht gibt es auch dort,

Rechtsgrundlage?

Kommentar von MKausK ,

Gewohnheitsrecht meiner Vermutung nach, der Nachbar hat geklagt und durfte wieder Erdbeeren anpflanzen.

Kommentar von anitari ,

Gewohnheitsrecht meiner Vermutung nach, der Nachbar hat geklagt und durfte wieder Erdbeeren anpflanzen.

Nein, eine Einzelfallentscheidung eines Gerichtes.

Kommentar von MKausK ,

Das kann sein, aber es kann ja nur über die jahrelange Gewohnheit begründet worden sein

Kommentar von anitari ,

Vielleicht, vielleicht auch nicht. Verallgemeinern kann man das jeden falls nicht. Keiner, auch nicht Du, kennt die Einzelheiten warum dieses Gericht so entschieden hat. Vielleicht gab es auch gar kein Urteil, sondern einen Vergleich.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Gewohnheitsrecht meiner Vermutung nach

Eben, eine Vermutung. Tatsache ist, dass es kein Gewohnheitsrecht gibt im Mietrecht.

Antwort
von lordy20, 23

Nein, darf sie nicht (Kaution nachträglich verlangen usw.).
Wende dich an den Mieterverein oder einen Fachanwalt.
Ihr Verhalten riecht nach einer Menge Ärger, holt euch frühzeitig professionelle Hilfe.

Kommentar von Gerhart ,

Hier braucht es keine kostenträchtige Hilfe.

Kommentar von lordy20 ,

Braucht nicht, wäre aber im Falle des Fragenstellers wahrscheinlich besser.
Und Mieterverein kann nie verkehrt sein. Das erleichtert einem das Leben ungemein, wenn man solche Vermieter wie oben beschrieben hat. 

Antwort
von Lexa1, 34

Ich würde zu einem Anwalt für Mietrecht gehen, ehe der Ärger noch größer wird. Eventuell alle zu dem Gleichen Anwalt.

Kommentar von albatros ,

unnötig, die rechtslage ist doch eindeutig. wenn die v. meint, sie sei im recht, soll sie klagen, würde aber haushoch verlieren. die klage würde vermuttlich nicht mal angenommen.

Antwort
von Reisekoffer3a, 27

....ich meine die Gutschrift über 647,00 € darf sie nicht einbehalten,

die anderen Punkte sind Rechtens ....

Kommentar von anitari ,

Was ist rechtens?

Eine Kaution fordern die evtl. gar nicht vertraglich vereinbart ist?

Und wenn wäre die Forderung verjährt.

Einkommensnachweise darf ein Vermieter vor Vertragsabschluß verlangen, dann nicht mehr.

Kommentar von berlina76 ,

Nein sind sie nicht. Die Unterschrift eines von Ihr selbst eingesetzten Verwalters ist gültig, selbst wenn sie ihm jetzt wegen Ungereimtheiten gekündigt hat und die Sache selbst verwaltet. Die Mietverträge sind so wie sie sind erstmal gültig und somit kann sie auch keine Kaution fordern, wenn im Mietvertrag keine Vereinbart ist.

Gehaltsnachweise braucht nach Einzug keiner mehr Vorweisen. Denn kündigen kann sie Ihre Mieter sowieso nur aus ganz wenigen gründen.

Kommentar von johnnymcmuff ,

Du hast das Recht zu schweigen, wenn Du keine Ahnung von dem Thema hast.

Falsche Antworten möchte kein Fragesteller, Du bestimmt auch nicht.

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