Frage von Neutralis, 50

Kaum noch Emotionen und Mitgefühl?

Guten Abend, ich habe das Problem, dass ich in letzter Zeit kaum noch Emotionen verspüre. Ich spiele es mir selber vor und gebe mich auch so nach außen hin, aber ich merke wie gedämpft sie sind. Mitleid empfinde ich ebenfalls kaum bzw. gar nicht. Ich spüre nur noch Wut und selbst die ist sehr abgeschwächt. Woran kann sowas liegen ? Ich habe 1 Jahr lang Antidepressiva genommen, das ist aber auch schon 1 Jahr her. Ich fühle mich auch immer öfters wie ein Narzisst, da ich mich oft für zu klug halte. Was ist nur mit mir los ? Ich kann mich normalerweise gut aus der Meta-Ebene betrachten, aber in dieser Sache komme ich nicht weiter.

Antwort
von Sternenfee1109, 14

Kenne das Gefühl und ist bei mir dadurch gekommen das ich eine sehr schwere Zeit hinter mir habe die ich niemand wünschen würde und komplett alleine dadurch musste. dadurch hatte ich eine Zeitlang auch kaum Mitgefühl oder Emotionen. Vielleicht hast du auch ne harte Zeit durch wo du alleine mit fertig werden musstest und wenn es jetzt anderen schlecht geht dir egal ist da selbst auch klar kommen musstest.

Antwort
von musenkumpel, 8

Erstmal verändern Antidepressiva nach so ca 4-6 Wochen den Hormonhaushalt. Praktisch übernehmen sie die Gefühlswelt, damit man sich nicht schlecht fühlt.

Ich hab die Theorie, dass die Emotionen eigentlich auch ein Identitätsgefühl haben so wie das Ich und dass dieses durch die Medikamente abgeschnitten wird. Jedenfalls müsste man sich das dann wieder aufbauen indem man positive Erfahrungen macht.

Also Erfahrungen mit Menschen, Freunde, Bekannte, Familie, aber durch solche Kontakte erfährt man dann auch gelegentlich so eine Art gefühlte moralische Zugehörigkeit und dann bauen sich die Gefühle auch wieder eine Brücke zu Gedanken.

Weil aus dem Bauch raus die richtigen Entscheidungen treffen fällt ja irgendwie flach wegen den Medikamenten. Auch wenn das alles wieder keiner hören will.

Deshalb ist aber der zweite Punkt, dass man nicht zuhause rumsitzt und nur theoretisch lebt, also nachdenkt oder zockt, sondern theoretische und praktische Erfahrungen gleichzeitig macht. Weil die Körperempfindung ist wieder mit Emotionen und Gedanken gekoppelt.

(leichte) Mannschaftssportarten, mit Leuten grillen oder Angeln fällt mir da ein.
Vorsichtshalber nicht mit Leuten, die dieselben Gefühlsmuster haben, weil einen das schnell noch weiter zurückwerfen kann wenn irgendwas dazwischenkommt.

Hey.

Besten Gruß

Mutig sein hilft gegen Angst und wo keine Angst ist ist keine Wut. Aber immer abschätzen, also kein Übermut.

Antwort
von iichbiindaa, 19

,, In letzter Zeit'' Also gehe ich davon aus, dass es nicht immer so war. Wenn du normalerweise ,, fühlen '' kannst, sich also die Emotionen nicht im Kopf abspielen und du sonst auch Mitleid hattest, könnte das nur so eine gefühlskalte Phase sein. 

Könnte aber auch sein, dass du Psychopathie hast (bin kein Therapeut ! Ist nur so eine Vermutung) Ich hab mal gelesen, Psychopathen haben null Empathiefähigkeit und können nicht fühlen, außer Wut empfinden. Soll genetisch bedingt sein. Wie gesagt ich weiß es nicht, vielleicht ist das nur eine lustlose Phase ;)

Antwort
von Januar07, 21

Ganz klar, Du brauchst Hilfe von außen!

Rede mit Deinem Hausarzt. er wird Dir kompetente Kollegen benennen.

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