Frage von MimiTN, 190

Kaufvertrag ist nicht rechtswirksam das weiß ich!?

wir haben Lisa (ein Pferd) auf rate gekauft die Urkunde bekommen wir wenn sie abgezahlt ist. Jetzt hat gestern die eigentliche Besitzerin von ihr uns angeschrieben und uns die Lage erklärt das die anderen sie hätte gar nicht verkaufen dürfen und die sie selber noch gar nicht abgezahlt haben - sprich sie haben die Urkunde selbst nicht. Jetzt hat sie uns vorgeschlagen weil wenn sie nach dem rechtlichen gehen würde hätten wir arschkarte sie würde uns Lisa entziehen allen beide bis sie das Geld von den anderen hat und wir müssten zusehen wie wir unser Geld bekommen. Da wir von der ganzen Sache aber nichts wussten weil wir dadrin nicht eingeweiht wurden und sie niemanden Schaden möchte der nichts davon weiß, hat sie vorgeschlagen das wir von den offenen Betrag 600€ an sie weiterleiten und somit die Urkunde bekommen und die anderen bekommen die Quittung. Was würdest du in ein solchen Fall machen? Würdest du drauf eingehen? Weil sie sagt zu mir wenn ich den offenen Betrag von denen begleiche diese 600€ dann bekomme ich die Urkunde und bin denen somit gar nichts mehr schuldig, da der Kaufvertrag nicht zustande gekommen ist weil sie etwas verkauft haben was nicht in deren Besitz ist (laut Handelsgesetz) uns anzuklagen würde somit nichts bringen da wir mit Erhalt der Urkunde die offiziellen neuen Besitzer sind. Somit können wir widerum unser gezahltes Geld zurück verlangen.
Ich hab der richtigen Besitzerin gesagt wenn wir das gewusst hätten dann hätten wir sie gar nicht gekauft da sie aber bei uns Ihren Endplatz haben soll, hat sie uns das vorgeschlagen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von dap123, 80

Ihr solltet sofort einen Rechtsanwalt einschalten und die Lage juristisch klären lassen. Wer in dieser Konstellation wen zu beanzeigen hat, das kann ein Rechtsanwalt entscheiden - aber um eure Ansprüche direkt geltend machen zu können müsst ihr schnell handeln.

Kommentar von ponyfliege ,

fragetext nicht wirklich gelesen, oder?

das angebot der eigentümerin ist doch mehr als fair. da brauchts keinen anwalt.

Kommentar von dap123 ,

Fragetext gelesen und geantwortet, wie ich es für richtig halte (gemäß der Richtlinien von gutefrage.net unter "Rat"):

Bei einer solchen Konstellation würde ICH bei abgeschlossenen (Ketten-)Verträgen nichts ohne Anwalt machen.

Kommentar von MimiTN ,

Viele haben auch nicht verstanden worum es geht.. Weil viele hier die eigentliche Besitzerin meinen ich mein aber die die uns das Pferd verkauft haben in Wirklichkeit aber noch gar nicht die Besitzer sind weil sie ihre letzte Rate nicht beglichen haben von 600€

Expertenantwort
von ponyfliege, Community-Experte für Pferde, 53

wenn die offizielle noch-besitzerin den vorschlag gemacht hat, ist das mehr als fair.

sie bekommt dann wenigstens 600 euro, ihr habt die papiere und seid fein raus. wer die papiere hat, dem gehört das pferd.

ähm... lass dir das diesmal bitte schriftlich geben.

und nimm den vorschlag an. ansonsten ist euer geld weg und das pferd auch.

du weisst, dass du beim kauf eines pferdes verpflichtet bist, dir beweisen zu lassen, dass demjenigen das tier auch gehört? das hast du offensichtlich nicht gemacht.

in zukunft weisst du bescheid. und falls du mal einen hund, ein auto oder motorrad oder ein boot kaufst oder gar eine wohnung oder ein haus: immer vom verkäufer beweisen lassen, dass ihm das, was er verkauft auch gehört.

das habt ihr ja offensichtlich nicht gemacht - und ihr kommt ohne nachteilige konsequenzen weg. die quittung dient der eigentlichen eigentümerin übrigens auch als beweis vor gericht. falls sie da mit der person, die dir unberechtigt das pferd veräussert hat, noch ärger hat, würde ich ihr an deiner stelle "im gegenzug" anbieten, gegebenenfalls auch eine offizielle aussage zu machen.

sie tut dir den einen gefallen - du ihr den anderen.

Kommentar von MimiTN ,

Wir haben ein Kaufvertrag wo schriftlich festgehalten ist was wir gezahlt haben. Was ist dann mit den anderen von der wir sie jetzt bekommen haben da sind jetzt noch 1200€ offen den Rest haben die schon. Und an den Tag auch schon ausgegeben

Kommentar von ponyfliege ,

der vertrag ist bislang eh ungültig, da das pferd ja nicht ihr eigentum war.

und wenn die tatsächliche eigentümerin nur noch 600 euro haben möchte - umso besser.

du zahlst quasi eine "ablöse" für das pferd.

in dem moment, wo du die papiere hast, wird der andere vertrag gültig. die papiere würde ich aber an deiner stelle nicht mehr aus der hand geben.

derjenige, der dir das pferd "verkauft" hat, hat dann noch anspruch auf die letzten 600 euro. der beweis der zahlung der anderen 600 euro liegt in der sache bei dir - eine kopie der quittung und eine erklärung der eigentümerin genügen.

es wäre am besten, an dem tag, an dem du die 600 euro an die eigentümerin (die bislang ja die papiere hat), derjenigen, mit der du den kaufvertrag hast, die 600 euro überweist oder besser noch auf deren konto in bar einzahlst. damit bist du ab dem zeitpunkt die offizielle eigentümerin, weil dein "kaufvertrag" in kraft tritt.

die zweite möglichkeit wäre, vom kaufvertrag zurückzutreten - aber ich wage zu bezweifeln, dass du das bislang gezahlte geld dann wiedersiehst.

Antwort
von bine0905, 27

Lass dir am besten das Ganze erstmal schriftlich bestätigen von der noch Besitzerin. Fakt ist, dass Ihr nichts von der angeblichen Nichtbezahlung Eurer Verkäuferin nichts wusstet. Hat mit Sicherheit einen Grund wenn das Pferd nicht bezahlt worden ist. (was auch immer) Ihr habt den Kaufvertrag mit der Zwischenbesitzerin und nicht mit der eigentlichen Besitzerin. Wahrscheinlich steht da ja auch drinnen, dass diejenige mit der Ihr den Vertrag habt die Eigentümerin ist. Im Großen und Ganzen ist das Ganze von Ihr arglistige Täuschung und Betrug. Würde mir den Vorschlag erst schriftlich bestätigen lassen oder evtl. auch bei einem Anwalt nachfragen.

Antwort
von Jewi14, 76

Was da die Verkäuferin getan hat, ist arglistige Täuschung! Das ist die Vorstufe zum Betrug. Die Verkäuferin hat vorsätzlich etwas verkauft, was gar nicht ihr Eigentum ist (also das Pferd), die Person hat schon kriminelle Energie in sich.

Auf die Sache mit 600 Euro weiterleiten würde ich mich keinesfalls einlassen, wenn die Person jetzt schon so eine kriminelle Energie hat, wer weiß ob sie da wirklich macht.

Das beste ist, das Pferd zu vergessen (auch wenn es Schade ist) und von der Verkäuferin das Geld zurückfordern. 

Alternativ: Sofern du den Namen des wirklichen Eigentümers kennst, würde ich da Verhandlungen über den Kauf aufnehmen

Kommentar von MimiTN ,

Ich habe zu der wirklichen Besitzerin die die Urkunde auch besitzt Kontakt sie hat mir das ganze aufgeklärt. Und von ihr selber kam weil sie seit letztes Jahr auf ihr Geld wartet das sie herkommt wir ihr die 600€ geben und sie uns die Urkunde übergibt

Kommentar von MimiTN ,

Und wir unser Geld bei den anderen einfordern können und den nichts schuldig sind

Kommentar von lindgren ,

Du bist auf dem Holzweg! Das Geld dürft ihr nicht von der anderen einfordern. Das ist nicht eure Sache, weder rechtlich noch moralisch. Sondern das ist einzig die Sache zwischen der Verkäuferin (Urkundenbesitzerin) und Käuferin (eure Vorgängerin). Die Urkundenbesitzerin hat mit eurer Vorgängerin ein Geschäft abgeschlossen. Und solange  dieses Geschäft läuft, hätte die Urkundenbesitzerin niemals das Pferd verkaufen dürfen! Geh zu einem Anwalt! Oder gib das Pferd zurück und ihr verlangt euer gezahltes Geld  von der Urkundenbesitzerin zurück. Sagt ihr, dass sie arglistig getäuscht hat.

Kommentar von MimiTN ,

Du verstehst das falsch. Nicht die Urkundenbesitzerin ist die böse! Die die die Urkunde nicht besitzt und sie uns jetzt verkauft hat ist die !

Kommentar von lindgren ,

Ja, das habe ich jetzt auch kapiert. Egal, wie rum. Das Pferd hätte nicht verkauft werden dürfen. Klärt das zusammen, ihr drei.

Kommentar von MimiTN ,

Hab schon soweit geregelt das alle Partien aufeinander treffen bei mir im Stall.

Kommentar von ponyfliege ,

davon würde ich DRINGEND abraten. einige dich so wie die eigentliche besitzerin es dir vorgeschlagen hat und du bist im prinzip aus der sache raus.

was die anderen beiden da noch an finanzstreitigkeiten haben, ist nicht deine sache - allenfalls noch eine aussage vor gericht zum sachverhalt machen.

Kommentar von MimiTN ,

Wenn ich die 600€ zahle haben die anderen bei ihr nichts mehr offen. Ich würde den Ausgleich machen dafür kriegen die anderen aber 600€ weniger von mir

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