Frage von aferinabisi, 26

Kaufvertrag - Jura - Erstsemester?

Hallo,

wie soll ich den folgenden Satzaufbau verstehen?

A VERKAUFT ein Gegenstand für 100,- € an den B. Unmittelbar danach erklärt B, dass er momentan leider nur 10,- € in bar aufbringen kann. B bietet daher ein neues Angebot an A (10,- € und ein Gegenstand im Wert von 90,-€) an. A ist damit einverstanden.

Das Verkaufen setzt nach meinem jetzigen Verständniß ein Angebot und eine Annahme voraus. Somit müsste der Kaufvertrag zwischen A und B für das Gegenstand in Höhe von 100 Euro wirksam entstanden sein. Wenn der B aber jetzt nicht Zahlungswillig ist und dem A etwas Gleichwertiges anbietet und der A dies auch annimmt so landet man schnell bei §364 BGB.

Oder das Verkaufen bedeutet beim Sachverhalt nicht explizit das ein Angebot und eine Annahme vorhanden sind, sondern eine Vertragsverhandlung durchgeführt wird und der B das unterbreitete Angebot ablehnt und ein neues Angebot unterbreitet.

Was ist richtig?

Wie kann ich das Wort "verkauft" verstehen?

Antwort
von ADT248, 16

Hallo,

beide haben eine Willenserklärung zum Kauf/Verkauf abgegeben, somit ist aber noch kein Vertrag zustande gekommen.
Erst das tatsächliche Rechtsgeschäft ist die vertragliche Grundlage, entweder schriftlich oder konkludent.
Bis dahin kann eine erneute Willenserklärung abgegeben werden, die mit Annahme bzw. Absage einhergeht.

Gruß

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