Frage von Marssalein15, 60

Kauffrau für Marketingkommunikation - Bewerbung?

Guten Tag liebe Community, ich brauche unbedingt eure Hilfe. Ich möchte mich gerne bewerben. Hierfür brauche ich jedoch zuerst euch, die mir Ihre ehrliche Meinung sagen, natürlich mit Verbesserungsvorschlägen. Ich möchte mein Anschreiben einfach verbessern. Vielen Dank!

Bewerbung um einen Ausbildungsplatz zur Kauffrau für Marketingkommunikation (2017)

Sehr geehrte Frau Muster,

über die von Ihnen ausgeschriebene Stellenanzeige auf der Internetseite www.muster.de bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, in Ihrem Unternehmen die oben genannte Ausbildung absolvieren zu können. Dies stieß bei mir auf großes Interesse.

Der Beruf als Kauffrau für Marketingkommunikation verbindet kaufmännische Tätigkeiten mit werbetechnischen Elementen. Die Beratung von Kunden und der Geschäftsverkehr mit Auftraggebern lässt spezifisch Werbestrategien entstehen. Hierfür brauchen Sie eine Mitarbeiterin wie mich: Denn Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Organisation zählen zu meinen Stärken.

Derzeit strebe ich bis 2017 die Weiterentwicklung meiner sozialen Kompetenzen im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres an, welches mich auch zum Erhalt der Fachhochschulreife befähigt.

Als Familienunternehmen pflegen Sie einen respektvollen Umgang. Eine kompetente Beratung und die hochwertigen Produkte spiegeln den Menschen als Mittelpunkt wider. Genau deswegen bin ich absolut motiviert meine Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen einzubringen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

Mit freundlichen Grüßen

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von LolleFee, Community-Experte für Grammatik, Rechtschreibung, Sprache, ..., 30

Mich überzeugt die Bewerbung nicht.

Sehr geehrte Frau Muster,

über die von Ihnen ausgeschriebene Stellenanzeige auf der Internetseite www.muster.de bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, in Ihrem Unternehmen die oben genannte Ausbildung absolvieren zu können. Dies stieß bei mir auf großes Interesse.

  • In der "Möglichkeit" steckt hier schon ein "können", also: die Möglichkeit, in einem Unternehmen eine Ausbildung zu absolvieren.
  • Es ist klar, dass eine Stellenanzeige eines Unternehmens auch von diesem ausgeschrieben wurde. Die Partizipialkonstruktion kannst Du also weglassen: Über Ihre Stellenanzeige auf der Internetseite xy bin ich auf die Möglichkeit aufmerksam geworden, in Ihrem Unternehmen die o.g. Ausbildung zu absolvieren. 
  • Der nachgeschobene Interessenssatz klingt für mich fad, da muss mehr Begeisterung hinein, mehr Pep. Wenn Du Dich im folgenden Absatz selbst bewirbst, also Werbung für Dich machst, könntest Du ihn meiner Meinung nach auch einfach weglassen.

Der Beruf als Kauffrau für Marketingkommunikation verbindet kaufmännische Tätigkeiten mit werbetechnischen Elementen. Die Beratung von Kunden und der Geschäftsverkehr mit Auftraggebern lassen spezifisch (Adverb? Fehlendes -e und Adjektiv? Wie dem auch sei - das Wort ist hier meines Erachtens eine leere Hülse.) Werbestrategien entstehen. Hierfür brauchen Sie eine Mitarbeiterin wie mich: Denn Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Organisation zählen zu meinen Stärken.

  • Das Eine hat doch nichts mit dem Anderen zu tun. Ich habe zudem das Gefühl, dass Du einfach bestimmte Ausdrücke aneinanderreihst. Auftraggeber sind doch Kunden, die Beratung derer Teil des Geschäftsverkehrs. Und wie kommst Du nach den kaufmännischen Tätigkeiten, der Werbetechnik und dem Kundenverkehr auf Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Organisation? Klar kann man sich das gedanklich irgendwie hinbiegen (wobei da schon arg gebogen werden muss), aber das ist nicht Sinn einer Bewerbung.

Derzeit strebe ich bis 2017 die Weiterentwicklung meiner sozialen Kompetenzen im Rahmen eines Freiwilligen Sozialen Jahres an, welches mich auch zum Erhalt der Fachhochschulreife befähigt.

  • Strebst Du es an oder tust Du es? Was soll bei Frau Muster ankommen? Doch wohl eher: Derzeit entwickele ich meine sozialen Kompetenzen im Rahmen eines FSJs weiter. Nach erfolgreicher Absolvierung dieses Jahres erhalte ich zudem die Fachhochschulreife.

Als Familienunternehmen pflegen Sie einen respektvollen Umgang. Eine kompetente Beratung und die hochwertigen Produkte spiegeln den Menschen als Mittelpunkt wider. Genau deswegen bin ich absolut motiviert, (Komma) meine Fähigkeiten in Ihrem Unternehmen einzubringen.

  • Am Anfang dieses Absatzes stehen zwei Sätze zusammenhanglos nebeneinander. Und garantiert ein Familienunternehmen tatsächlich einen respektvollen Umgang? Zudem fehlt mir bei den beiden Sätzen der persönliche Bezug zu Dir. Es ist eigentlich leicht, die zwei Sätze miteinander zu verbinden, denn inhaltlich steht jeweils der Mensch im Mittelpunkt. Davon kannst Du Dich angesprochen fühlen.

Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.

  • Auch wenn der Indikativ heute Usus ist, weil er Selbstsicherheit und Gewissheit wiederspiegeln soll, so bleibt dieser Satz für mich ein Wunsch und eine Hypothese, weshalb ich ihn weiterhin im Konjunktiv formulieren würde.

Mit freundlichen Grüßen

Kommentar von Marssalein15 ,

Vielen Dank für deine Kritik

Kommentar von LolleFee ,

Vielen Dank für den Stern! ★ Und auch für das Kompliment! =)

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