Kauf ETW: Ist bei folgendem Fall Provision zu zahlen?

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2 Antworten

... wieso denn widerrufen, die Leistungen des Maklers wurde doch angenommen, so jedenfalls die Frage.

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Der Interessent hat die Widerrufsbelehrung bekommen, aber den Verzicht auf die 14tägige Einspruchsfrist nicht unterschrieben. Ein schweres Versäumnis seitens des Maklers, dass er vor Besichtigung nicht darauf bestanden hat. Das bedeutet nun, dass der Interessent über den Makler kaufen könnte und anschließend vom Vertragsverhältnis zum Makler (Vermittlung einer Wohnung) zurücktreten könnte und eine evtl. bereits gezahlte Provision zurückfordern könnte. Ihr seid auf das Objekt durch die "Arbeit" des Maklers aufmerksam geworden, d. h., er hatte Kosten. Jetzt habe ich dazu zwei "Ansichten". Erstens, muss man die Möglichkeiten, durch den nicht unterschriebenen Verzicht nutzen, um die Provision zu vermeiden? Das gäbe der rechtliche Weg her. Wie würde man selbst mit so einem eigenen Versäumnis umgehen? Fair wäre hier zumindest eine "Teilzahlung". Zweitens. Ich bin selbst Makler und poche auf eine sorgfältige Arbeitsweise, denn solche Fälle setzen auch ordentliche Makler in negatives Licht. Da darf sich der Makler nur bedingt beschweren, wenn er "auf die Nase fällt" und umgangen wird. Ihr müsst bedenken, im Streitfall seht ihr euch vor Gericht wieder.

Noch eine Anmerkung zum Widerrufsrecht. Das ist eine unsägliche gesetzliche Regelung ohne den realen Ablauf zum Verkauf eines Objektes zu beachten. Das Gesetz wurde leider nur von Laien beschlossen und bringt rein garnichts, ausser den Interessenten sich im Falle eines "vertrauenden" Maklers um die Provision zu drücken. Das versuchen ja auch Leute auszunutzen bei denen der Makler gewissenhaft und exakt gearbeitet hat.

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