Gerhard20 am 25.10.2009 um 9:35 Uhr
Hallo. Was mischt denn ihr euren Lieblingen so zusammen. Es sollten allerdings keine Rezepturen sein, für die man 1 Stunde in der Küche steht. Danke. Anbei 2 Bilder meines Tigers aus der Jugendzeit.
Bild/er:

sowas würde ich garnicht machen.Es gibt vieles was Kätzchen nicht essen dürfen.

Ist ganz einfach. Du schnappst Dir eine Bedarfswertetabelle, guckst Dir aus, wieviel Deine Katze wiegt, wieviel sie am Tag tut, ob sie drinnen oder draußen läuft und ob sie noch wächst etc - danach richtet sich der Bedarf in MJ/ME (Katze) Tier / Tag.
Bei einigermaßen angemessener Verdaulichkeit Deiner Futterkomponenten sollten dann ca 30% vRP (dXP) in der Ration sein (verdauliches Eiweiß), und ein Ca : P - Verhältnis von ca 1:1, je nachdem, ob das Tier ggf tragend ist oder nicht.
Für den Rest an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen rate ich dringend zu einer Vormischung für Katzen (aber nicht so ein Mutti-meint-es-gut-Zeug aus dem Tierfutterhandel, sondern eine Standardisierte Vormischung nach Futtermittelgesetz)
Ist natürlich nur eine "Überschlagsrechnung", und in den allermeisten Fällen ist so eine "Heim-Mischung" schlechter als Alleinfutter, weil viele Komponenten gar nicht in solchen Kleinstmengen zur Verfügung stehen (zB einzelne ASen) - aber sterben wird sie auch nicht dran, und wenns DIR gut tut ... Katzen sind halt Nutztiere für die Halterseele...die müssen das abkönnen ;) ;)
Wenn Du selber nicht rechnen kannst gilt wie immer: benutz ein Alleinfutter und füttere das auch allein (dazu ist es da), dann hast Du Dein Tier jederzeit ausgewogen versorgt.
pecudis am 25. Oktober 2009 10:11 Ach ja, nur so als PS: eine "Heim-Mischung", die von diesen Werten nennenswert abweicht, ist Tierschutzrelevant ... also man sollte schon wissen, was man füttert.
Gerhard20 am 25. Oktober 2009 10:49 Danke für die umfangreiche Antwort. Geht aber leider an meiner Frage vorbei.
pecudis am 25. Oktober 2009 11:27 Tja, ein "Rezept nach Bild" ist nun mal nicht machbar, und einfach "50g hiervon" und "100g davon" führt nur zu noch mehr Elend in der Fütterung, das hat leider überhaupt keinen Sinn, weil es - sic - eben nicht tiergerecht ist.
Meine (jeweils 5-8) Katzen bekommen den überwiegenden Teil des Jahres ausschließlich Alleinfutter ad lib, und wenn ich selber Mische (zB zur Schlachtezeit) eben die selben Inhaltsstoffe weiterhin, nur eben andere Komponenten. Funktioniert seit ~~15 Jahren gut.

Fleischreste vom Metzger, auch gerne Hühnerherzen aus dem Tiefkühlfach - so viel frisches Fleisch wie möglich. Es steht immer ein bisschen Trockenfutter da für den ärgsten Hunger zwischendurch und sie kriegen auch Dosenfutter mit hohem Fleischanteil. Katzenfutter selbst gemacht ist mir einfach zu aufwändig - abgesehen davon ist rohes Fleisch (kein Schweinefleisch) auch am besten/natürlichsten.
Gerhard20 am 25. Oktober 2009 11:54 Danke. Das mit den Hühnerinnereien ist eine gute Idee.
pecudis am 25. Oktober 2009 12:37 Aber bitte darauf achten, daß bei reiner Fleischfütterung das Ca - P - Verhältnis (Knochenaufbau) nicht im physiologisch gesunden Bereich liegt ! Das Calcium-Phosphorverhältnis im Futter sollte zwischen 1 und 2:1 liegen. Eine erwachsene Katze im Erhaltungsstoffwechsel benötigt etwa 80 mg Ca und ungefähr 70 mg P pro kg KM. In der Praxis ist Calciummangel und der daraus resultierende Hyperparathyreoidismus noch immer die häufigste Mangelerscheinung der Katze. Das Problem beruht auf einem ungünstigen Ca/P- Verhältnis und zusätzlich oft auch zuwenig Ca. Die Symptome sind Lahmheiten und Ataxien bis zum Verlust der Stehfähigkeit, Druckschmerzhaftigkeit der Beine beim Abfühlen und sogenannte Grünholzfrakturen. Auf dem Röntgenbild sind die Knochen wegen ungenügender Mineralisation relativ zu dunkel, und ihre Kortikalis ist dünn. Ca-Mangel ist kaum zu bemerken, bevor Frakturen eingetreten sind, weil der Organismus den Blutspiegel von Ca/P immer sorgfältig reguliert und niemand bemerkt, dass der Katze etwas fehlt. Bei angemessener Versorgung bessert sich die Mineralisation der Knochen und damit ihre Stabilität wieder. Eine Überversorgung, um den Mangel auszugleichen, ist nicht sinnvoll. Es würde die Ca-Homöostase nur erneut stören. ( http://www.atn-ag.ch/content/view/51/74/ )
heyjude am 26. Oktober 2009 09:47 Deshalb füttere ich eben nicht nur Fleisch, sondern hochwertiges Nassfutter, rohes Fleisch und Trockenfutter. Und die Katze fängt sich eben noch selbst Mäuse dazu da sie Freigänger ist. Ich denke das ist ausgewogen genug und ich umgehe es Zusätze füttern zu müssen, wobei man, wenn man kein absoluter Experte ist, wahrscheinlich mehr falsch macht als richtig.

Ab und an ein Teller voller Hühnerherz, - magen und etwas -leber. Alles roh natürlich, Katzen sind ja Fleischfresser. Und meine Kleinste frisst gerne Küken komplett, da gehen die anderen leider nicht ran.
Es gibt ein ganz tolles neues Futter der Firma Ryzoom. Absolut ohne Zusätze jeder Art und ein Fleischanteil von 64-69%. Mehr info bei mir.
Das ist z.T. schon richtig. Im Wesentlichen weiß man aber ja was die Tiere nicht bekommen dürfen. Die Fertignahrung ist ein übler Dreck und wird nur gefressen weil Duftstoffe zugesetzt sind. Wenn man sich die Mühe macht die Inhaltsangaben auf der Packung zu lesen, fragt man sich auch, wie der hohe Preis zustande kommt. Bei Markenangeboten (Whiskas) ist vom Inhalt her auch kein Unterschied; nur vom Preis.