Frage von Lala156, 101

katzenbiss, tollwut!?

Hallo, Ich wurde gestern von einer Baby Katze gebissen die ausgesetzt war unfd wir sie gefangen und zu Hause aufgenommen haben. Sieht nicht wie eine wildkatze aus, eher gepfegt (wurde vermutlich ausgesetzt). Bin dann gleich zu meinem Hausarzt, habe eine Tetanusspritze bekommen und Antibiotika nehme ich. Er hat mir total Angst gemacht er meinte nur, er muss mir das sagen wenn ich die nächsten 48 Stunden nicht ins Krankenhaus gehe und mich gegen Tollwut nicht impfen lassen falls die Katze das hatte, dann wurde man das auf keinen Fall überleben. Auf meine Frage dass es doch Tollwut in Deutschland garnicht mehr gibt meinte er er würde es auch nicht machen mit dem Krankenhaus muss es mir nur sagen. Da macht man sich natürlich schon Angst.. was meint ihr ? Und habt ihr irgendwelche Wundermittel dass die Entzündung abschwillt ? Also habe jodsalbe und rivanol 😊

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Antwort
von Luzie9, 19

Das ist unnötige Panikmache. Die Tollwut ist hierzulande faktisch ausgerottet. Du brauchst diesbezüglich nichts zu befürchten. Das Wichtige hast du ja schon getan: Tetanus-Schutz und Antibiotika (letztere waren evtl. nichtmal nötig). Was auch gut wäre: Desinfizieren mit Alkohol oder Jod. Nimm Haushaltsspiritus - zur Not geht auch z.B. Rasierwasser oder Schnaps- und schütte ihn über die Verletzung, bis es brennt.

Als Katzenversorger wirst du noch so manche Macke abkriegen, da sollte so etwas immer zur Hand sein.

Keine Ahnung, warum der Arzt sich so anstellt. Vielleicht kommt er aus einer anderen Zeit, wo jedes frei herumlaufende Tier als potentielle Bedrohung angesehen wurde.

Katzenkrallen dringen tief in die Haut ein, da kann die Wunde schon mal infiziert sein und anschwellen. Auch der Biss einer Katze in Panik kann ziemlich tief sein.

Aber zur Katze: Es ist natürlich schön, dass du dich um das herrenlose Tierchen kümmerst. (Du weißt sicher, wie du eine Jungkatze aufziehst?)

Aber bist du ganz sicher, dass die Katze nicht einfach nur auf Streifzug war? Dass sie nicht jemandem gehört? Und wo ist denn ihre Mutter? Vielleicht irrt die jetzt herum und sucht ihr Kind. Am besten geh morgen nochmal hin. Die Mutterkatze wird sich allerdings vielleicht nicht offen zeigen.

Fremde Katzen wollen nicht eingefangen werden. Besser man lockt sie an, am besten natürlich mit Futter. Stell erst Futter hin und geh weg, beim nächsten Mal bleib etwas näher stehen usw. Bis die Katze sich an deine Gegenwart gewöhnt.

Sehr verwilderte Katzen fängt man am besten mit Lebendfallen - aber das macht der Tierschutzverein. Den würde ich an deiner Stelle mal kontaktieren. Schon um sicherzugehen, daß du eben einen ausgesetzten Findling mitgenommen hast und nicht ein behütetes, geliebtes Haustier.

 


 

Antwort
von Bitterkraut, 41

Was für ein Unsinn. Vegiß die Tollwut und die Leute, die solchen Quatsch verbreiten. Daß ein Arzt so einen Unsinn erzählt, kann ich garnicht glauben. Vorsorlich ein Antibiotikum zu geben, halte ich auch für unnötig.

Melde die Katze bei Polizei und im Tierheim als Fundtier, du kannst ja nicht wissen/behaupten, daß sie ausgesetzt wurde. Vielleicht hat sie sich verlaufen. Du bist gesetzlich verpflichtet, den Fund zu melden. Anders hat ein Besitzer ja keine Chance, sein Tier (oder seine Brieftasche) zurückzubekommen. Die Tierheimleute sagen dir, wie es weitergehen kann mit dem Tier. 

Kommentar von Lala156 ,

Okay danke werde ich machen ! 

Ja wir vermuten es wurde mitten in der pampa ausgesetzt..

Kommentar von Bitterkraut ,

Mag sein, daß sie ausgsetzt wurde, du weißt es aber nicht.

Wenn sich 6 Monate lang der Besitzer nicht meldet, geht die Katze in deinen Besitz über. Wenn du sie dann nehmen/behalten willst, sagst du das bitte gleich den Teirheimleuten. Dann kann sie gleich bei dir bleiben, du mußt sie aber ggf. an den Besitzer herausgeben.

Andernfalls wird das Tierheim sie in Verwahrung nehmen, bis die 6 Monate um sind, dann kann sie endgültig vermittelt werden, wenn du auf dein Anrecht als Finder verzichtest. So ist der rechtlich korrekte Weg und so sollte man es auch halten, damit Besitzer einer entlaufenen Katze überhaupt ne Chance haben. Leider kommt es zu oft vor, daß die Leute solche Fundtiere einach behalten - und woanders weint sich vielleicht jemand die Augen aus.


Kommentar von Bitterkraut ,

Pardon, muß heißen: ..geht die Katze in dein Eigentum über.." In deinem Besitz ist sie ja schon.

Antwort
von portobella, 9

Dein Arzt sollte sich mal auf den neuesten Stand bringen, statt solchen Blödsinn zu erzählen denn dann wüsste er, dass es in Deutschland seit 8 Jahren keine Tollwut mehr gibt. Eine Tetanusspritze ist aber auf jeden Fall sinnvoll, damit sich die Wunde nicht entzündet.

Die Mieze hat wahrscheinlich Panik bekommen und deshalb zu gebissen, bist du dir denn wirklich sicher, dass sie ausgesetzt wurde, selbst kleine Katzen sind sehr neugierig und unternehmungslustig und verlaufen sich dann.

Vielleicht wird sie schon von jemanden vermisst und deshalb solltest du dich mit dem Tierschutz in Verbindung setzen, denn wenn sie jemand gehört darfst du sie auch nicht einfach behalten.

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze, 11

mit antibiotika sollte sich das nicht entzünden bzw die entzündung zurückgehen. Versuch es sonst mit wunddesinfektionsmittel, gibts in jeder Apotheke.

wenn du dir da grße sorgen machst, geh ins krankenhaus und lass dich impfen. es ist nur ne impfung, nichts gefährliches. das kann man auch mal auf verdacht tun.

die wahrscheinlichkeit ist sehr gering, das siehst du schon richtig. davon ab, ne tollwütige katze benimmt sich seltsam. krampft, speichelt, meidet licht.. man sieht ihr an, dass sie krank ist. wie benimmt sie sich bei euch?

denk bitte daran, dass junge katzen nicht alleine leben sollten.

Antwort
von Naiver, 51

Du kannst ganz beruhigt sein, die Katze war sehr sicher NICHT tollwutinfiziert!
Dann hätte sie Bisswunden aufweisen müssen und... sie hätte gar nicht mehr gelebt, um dich zu infizieren! Du bist aus dem Risiko raus!

Ja, gerade WEIL die unnötigen Kontrolluntersuchungen auf mögliche Tollwut erhebliche Laborkosten verursachten und eben auch keine Tollwutgefahr besteht, wälzen die Kassen das natürlich(!) auf die besorgten Bürger ab, ist ja auch klar! Dein Arzt war n bisschen kurz angebunden. Vielleicht war er davon auch nur genervt?


Kommentar von Lala156 ,

Nein der hatte mir das lang erzählt wegen der Tollwut habe es nur abgekürzt. Ich hatte ja Tollwut nicht mal im Kopf hab daran garnicht gedacht wollte Einfach nur sicherheitshalber eine Tetanus Spritze weil sie letzte über 10 Jahre her war. Und dann hatte er damit angefangen.

Kommentar von Naiver ,

Na bitte, alles in Ordnung"! *freu* Ich hatte dich falsch verstanden :- )

Kommentar von Bitterkraut ,

ich glaub nicht, daß man Tollwut noch impft, wenn der Erreger schon im Blut ist. Das drüfte ziemlich sinnlos sein.Ich bin auch schon von Tieren gebissen worden, auf Tollwut hat mich noch kein Arzt hingewiesen.

Einer Sepsis (die Inkubationszeit von Tollwut beträgt bis zu mehreren Wochen, da wär der 48 Stunden-Hinweis für die Katz), an die der Arzt wohl eher gedacht hat, hat er ja schon vorgebeugt, damit ist dann auch eher nicht mehr zu rechnen. Trotzdem solltest du dich an einen Artz wenden, wenn du in den nächsten Tagen Kranheitszeichen bemekrst, das kann auf eine Sepsis deuten. Aber sicher nicht auf Tollwut.

Der Arzt soll sich mal schlau machen.

Kommentar von Samika68 ,

die Inkubationszeit von Tollwut beträgt bis zu mehreren Wochen, da wär der 48 Stunden-Hinweis für die Katz

Der Arzt hat hier wohl eher die PEP gemeint - die muss innerhalb von 48 Std. nach einer möglichen Infektion erfolgen.

Bei Tollwut wird dann neben einer Impfung noch ein Tollwutimmunglobulin gegeben.

Kommentar von Bitterkraut ,

PEP kenn ich nur im Zusammenhang mit HIV. Aber du magst recht haben, der Arzt jedoch nicht.

Ein übliches Schema sind Impfungen an den Tagen 0, 3, 7,  der Kontamination er14, 28. Rechtzeitig appliziert, liegt die Schutzrate nach einer aktiven Immunisierung bei peripheren Verletzungen bei 100%. https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Merkblaetter/Ratgeber_Tollwut.html...

Das heißt, die Prophylaxe müßte ab Tag Null, also am Tag der Kontamination erfolgen/beginnen und nicht 3 Tage später.

Antwort
von Tarsia, 43

Woher weißt du, dass sie ausgesetzt wurde und nicht nur auf Streifzug war?

Kommentar von Lala156 ,

Das war dort wo keine Häuser sind.. und bei uns werden so oft Tiere dort ausgesetzt ganz schlimm.. sind ja mit dem Tierheim in Kontakt.

Kommentar von Tarsia ,

Du weißt aber schon, dass Katzen sich auch gerne mal 4km vom zu Hause entfernen bei Freigang? Man fängt doch nicht einfach irgendwelche Tiere von der Straße weg! Man beobachtet ob sie sich dort immer aufhalten oder ein Zuhause haben! Bei sowas werde ich richtig wütend

Kommentar von Lala156 ,

Wir haben die Katze mit dem Tierheim gefangen sie hat nur geschrien und war total ausgehungert ! 

Kommentar von xbumblebee ,

Stimmt zwar, für sowas habe ich auch keinerlei Verständnis wenn scheinbar "herrenlose" Tiere einfach sofort eingefangen werden - aber eine Baby(!)katze hat draußen nichts zu suchen! Katzen sollten gerenell erst nach draußen dürfen nachdem sie kastriert wurden.

Antwort
von supersuni96, 39

Seit 2008 gibt es keine Fälle mehr von Tollwut. Dass die kleine Katze das hat, ist absolut unwahrscheinlich. Und mehr als desinfizieren geht nicht.

Antwort
von joheipo, 26

Schon wieder mal jemand, der bereits im Kindergartenalter ein Hypochonder ist.

Nicht zu fassen.

Den Unterschied zwischen einer Wildkatze (sehr seltene Tiere) und einer Hauskatze kennst Du auch nicht. 

Tollwut.

Ich lach mich schlapp.

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