Frage von buesrakoc, 64

Katze zum verschenken gesucht?

Ich möchte einer kleinen Katze ein zu Hause bieten :) suche nach Katzen zum verschenken.. Kann man auch im Tierheim welche adoptieren? Bzw kostet mich das etwas? Geht das einfach so? Danke im Voraus :)

Antwort
von pingu72, 34

Erkundige dich bitte vorher genau über die Haltung von Katzen, und denke bitte auch daran dass du dann mindestens 15 Jahre Verantwortung für das Tier trägst. Eine Katze kostet in der Anschaffung einige hundert Euro (Schutzgebühr, Impfung, Kastration, Ausstattung wie Klo, Fressnapf, Kratzbaum, Spielzeug etc). Frage in Tierheimen in deiner Umgebung nach. 

Antwort
von portobella, 16

Meistens bekommst du im Tierheim keine einzelne kleine Katze, das hat aber nichts damit zu tun, das sie einfach nur viele loswerden wollen, sondern das Einzelhaltung für Katzen nicht artgerecht ist.

Die Schutzgebühr beträgt je nach Tierheim zwischen 100 - 130€ Euro, dafür sind die Tiere aber auch geeimpft, entwurmt, gechipt  und kastriert, allein eine Kastration kann bis zu 150€ bei weiblichen Katzen kosten und ist auf jeden Fall nötig.

Ich gehe mal dvon aus, das du noch sehr jung bist und wahrscheinlich auch nicht viel Geld hast, aber : ca. 120€ Schutzgebühr x 2, Grundausstattung, wie Katzenklo, Kratzbaum, Futterschüsseln, Futter, Katzenstreu ect, im günstigsten Fall 80 - 100 €. Außerdem jeden Monat Futter und Streu und wenn nötig auch Tierarzt.

Überlege dir das gut, insbesondere mit der zweiten Katze, ob du dir das leisten kannst, denn es wäre schade, wenn man die Tiere abgeben muss, weil einfach zu wenig Geld da ist.

Ich habe meine Beiden vor 18 Monaten von Privatleuten bekommen, die wären sonst im Tierheim gelandet und dann auch alle Tierarztkosten selbst übernommen, ca. 400€ alles zusammen, halte aber seit 30 Jahren Katzen und wusste, was auf mich zukommt.

Antwort
von Calim8, 11

Bauern verschenken häufitg Katzen. Da rate ich dir aber unbedingt von ab!!! Die Tiere werden da nicht vernünftig groß. Bekommen meist nur Tischabfälle und haben auch meist irgend welche Krankheiten aufgrund der Mangelernährung. Gehe ins Tierheim. Dort zahlst du eine Schutzgebühr.Und die übernehme bei kleinen Katzen oft schon die Grundimmunisierungen.

Antwort
von BeratorKator, 39

Ja, geh ins Tierheim. In den meisten (allen?) Gegenden die ich kenne, sind sie chronisch überfüllt, unterfinanziert und überarbeitet, und freuen sich, wenn jemand ihren Schützlingen ein Zuhausen geben kann.

Du wirst natürlich eine Schutzgebühr zahlen müssen, aber die ist Wirklich nötig. Bedenke, würden Tierheime diese nicht verlangen, könnte jeder ihre Tiere nehmen. Auch der, der an Fellen oder Fleisch interessiert ist. Um dies von vorn herein unlukrativ zu machen, wird dafür die Schutzgebühr verlangt. Darum zahl sie, und wisse, dass du etwas Gutes damit tust.

Kommentar von buesrakoc ,

Wie teuer ist denn diese Schutzgebühr meistens so ungefähr? :)

Kommentar von BeratorKator ,

Rechne mit ca. 100 €. Wie gesagt, es geht nicht darum, dich abzuzocken, es ist eine Gebühr, die dem Tier und dem Tierheim zugute kommt. Versteh es nicht als "Preis".

Auf die Schnelle findest du hier mehr Info darüber:

http://www.wir-fuer-tiere.org/schutzvertrag-schutzgebuhr/

Antwort
von Zischelmann, 21

Bei einigen Bauernhöfen bekommt man ein junges Kätzchen geschenkt oder gegen eine geringe Gebühr.

Ich bekam meinen Kater von einem Bauernhof bei uns am Ort im Jahr 2006 und hatte nur 10 Euro zahlen müssen.

Der Kater war damals 3 Monate alt-heute ist er ein großer starker Kerl von 10 Jahren:))

Kommentar von BeratorKator ,

Sicherlich ist es möglich, auf manchen Bauernhöfen eine Katze nahezu oder gänzlich ohne Bezahlung zu bekommen, aber wenn du das tust, bleiben dir trotzdem die Kosten fürs Impfen, entwurmen, chippen und kastrieren - das werden schnell mal über 100 Euro. Und abseits dessen förderst du genau das Problem, weswegen die Tierheime platzen.

Hauskatzen in Deutschland gibt es im Millionenbereich, aber nicht alle haben das Glück, als Hauskatze mit allem versorgt zu sein. Ein immer noch recht großer Teil lebt in halbwilden Populationen auf Bauernhöfen. Die meisten von diesen haben nie eine Tierarztpraxis von innen gesehen, und ernähren sich zum Beispiel von Abfällen, Essensresten und womöglich Kuhmilch, wenn da noch Rinder gehalten werden. Die Jungensterblichkeit liegt hier gewöhnlich bei über 75%, fast alle haben Katzenschnupfen, und jedes Jahr gibt es zweimal neue Würfe aus bemitleidenswerten kranken Kätzchen, die zum größten Teil sterben, ehe sie das erste Lebensjahr überstanden haben. Und wenn die Eigentümer des Hofes eingreifen, passiert das meistens nicht mit Tierarzt, Antibiotika und Kastration, sondern eher mit der Regentonne.

Dies ist der Grund, warum Tierschutzvereine und Tierheime in Deutschland alle Hände voll zu tun haben, nicht nur die Katzen zu vermitteln. Ich möchte den Bauern nichts böses, aber effektiv begünstigen sie unsägliches Leid, wenn sie solche Zustände zulassen, ohne die vorhandenen Tiere kastrieren zu lassen. Und eben diese Höfe sind es, wo man die kleinen Kätzchen auch geschenkt bekommen kann.

Ich selbst habe zwei Katzen von einem solchen Hof. Sie stammen aus zwei verschiedenen Würfen, und jede von ihnen ist die einzige Überlebende aus ihrem Wurf. Die anderen 7 Katzen starben mit weniger als 1 Jahr an Katzenschnupfen.

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