Frage von AngelinaAdriana, 293

Katze trotz leichter Allergie halten?

Hallo:D

Ich hätte sehr gerne eine Katze, aber es hat sich in den letzten 2 Jahren eine Katzennallergie bei mir entwickelt:( Die Allergie ist nicht sehr stark, ich verspüre einen leichten Juckreiz im Gesicht, oder dort wo mich die Katze ableckt. Ich habe einen Patenkater im Katzenheim und seit ich öfters da war, hat sich die Allergie ein bisschen verbessert. Kann ich trotzdem eine Katze halten, oder ist das nicht möglich?

LG

Antwort
von katjesr5, 172

Hallo

ich finde das keine leichte Entscheidung da man nie genau sagen kann wie sich so eine Allergie entwickelt. Sie kann ja auch schlimmer werden, dann müsste die Katze vielleicht wieder abgegeben werden.

Um mal von mir zu berichten: bei mir wurde eine Katzenallergie im Kindesalter festgestellt (ca. mit 10). Zu dem Zeitpunkt hatten wir eine Katze. Da diese sehr scheu und ängstlich war, haben meine Eltern beschlossen sie zu behalten. Das hat mit einigen Regeln ganz gut funktioniert. Die Katze durfte nicht in mein Zimmer, also auch nicht in mein Bett. Ich habe sie nicht allzu sehr geknuddelt (mochte sie eh nicht), nach dem Streicheln nicht mit den Händen ins Gesicht gefasst und eben auch mal öfter die Hände gewaschen.
Meine Allergie äußert sich mit Nießen und Atemnot.
Im Alltag hat das mit der Katze gut geklappt, ich habe jedoch zB beim Schulsport gemerkt, dass ich bei Belastung sehr schnell Atemnot bekam auch wenn grade gar keine Katze in der Nähe war. Das hat schon irgendwo eingeschränkt. Ein Asthmaspray hatte ich auch immer in der Nähe. Ich war auch öfter erkältet, wo man da schlecht sagen kann wieviel ist jetzt normal und wieviel ist die Katze schuld.

Heutzutage scheint meine Allergie eher schlimmer zu sein. Ich selber habe natürlich keine Katze, aber meine Eltern haben zwei. Wenn ich die besuche dauert es meist keine halbe Stunde bis ich was merke OHNE dabei eine Katze angefasst zu haben. Auf der anderen Seite kann ich die Katzen (vorallem draußen) streicheln ohne direkt Probleme zu bekommen. Es kommt also in erster Linie auf die, ich nenns mal, Menge der Belastung an.

Wenn du es probieren willst, solltest du auf jeden Fall einige Regeln einhalten:

- 1 Zimmer sollte "katzenfrei" bleiben, am besten das Schlafzimmer
- nach dem Streicheln nicht ins Gesicht fassen
- die Wohnung möglichst sauber halten, am besten keine bzw. nur kleine Teppiche, keine Stoffgardienen. Auch wenn man bei Katzen gegen die Spucke allergisch ist, verteilt sich diese durch die Haare in der ganzen Wohnung, auf Staubfänger u.ä. sollte daher verzichtet werden. Decken und Kissen regelmäßig waschen
- wenns die Patenkatze werden soll, dann weißt du ja in etwa schon wie du reagierst. Wenn es eine andere wird, solltest du erstmal probieren wie du auf diese Katze reagierst. Bei mir ist das nämlich unterschiedlich, meine Symptome sind nicht bei allen Mietzen gleich schlimm
- öfter Hände waschen. Ich habe auch mal gelesen dass man sich die Haare dann besser abends vor dem Schlafengehen wäscht um nachts keine Belastung zu haben
- die Katze nicht an die (frische) Wäsche lassen, also auch nicht in Schränke
- das Ganze vorher nochmals mit dem Arzt abklären

Vielleich hast du auch die Möglichkeit eine Katze aus dem Tierheim zur Probe zu nehmen. Ich mag dieses Hin- und Herreichen von Tieren zwar nicht so gerne, weils immer Stress für die ist, aber es wäre schon der perfekte Test wie es mit der Allergie im Alltag wäre...

Expertenantwort
von NaniW, Community-Experte für Katze, 207

Hallo AngelinaAdriana,

wenn du selbst keine Katze hast, wie kannst du dann in den letzten 2 Jahren eine Katzenallergie entwickelt haben ? Und seit du nun öfters zu deinem Patenkater ins Tierheim gehst, hat sich die Allergie gebessert ? Sorry, das passt hinten und vorne nicht zusammen.

Wer hat denn deine Allergie Diagnostiziert ? Hausarzt oder Allergologe ?

Allgemeininfo zum Thema Katzenallergie:

Eine Katzenallergie hat NIE etwas mit dem Fell und/oder den Schuppen zu tun. Das ist ein Mythos der sich echt hartnäckig hält.

Man reagiert ausschließlich auf das Hauptallergen, das aus einem Protein, also ein Eiweiß (Fel d 1) besteht. Der Speichel der Katze, so wie der Urin und das Sekret der Hautdrüsen (Tränen-, Talg und Analdrüsen) enthalten dieses Protein.

Es ist in der Tat so, das nicht jeder der an einer Katzenallergie leidet auf alle Katzenarten gleich reagiert. Das hängt von der Produktion des Protein Fel d 1 ab, das Katzen abhängig von Alter, Rasse und Geschlecht in verschiedenen Mengen abgeben. Noch bis zwei Jahre nach Entfernen einer Katze aus dem Haus, sind Katzenallergene nachweisbar.

Der Mythos der Hypoallergenen Katze, ist ein Ammenmärchen !

Symptome:
- Jucken, brennen, Rötungen oder Anschwellen der Augen
- laufende oder verstopfte Nase
- Hustenreiz
- starke Hustenanfälle
- kratzen im Hals
- Niesen
- Hautreaktionen (Nesselsucht, Rötung der Haut, juckende Quaddeln)
- im Extremfall auch Atemnot oder auch Asthmaanfälle, bis hin zum anaphylaktischen Schock

Therapie:
Eine wirkliche Therapie gibt es leider nicht. Es gibt gegen die verschiedenen Symptome Medikamente, die sogenannten Antihistaminika. Dazu bitte einen Allergologen aufsuchen und Testen, so wie beraten lassen. Oder man kann sich Hyposensibilisieren lassen.

Allerdings ist das auch keine heilende Lösung. Denn eine Allergie läßt sich nicht heilen, laut dem Facharzt für Lungenheilkunde Norbert Mülleneisen, Leverkusen, der dazu etwas veröffentlicht hat.

Das Ziel einer Hyposensibilisierung, auch Desensibilisierung genannt, ist es, die Empfindlichkeit des Allergens herab zu setzten. Eine Behandlung dauert 36 Monate. Danach fällt die allergische Reaktion harmloser aus.

Die Kosten muss man hier oft selbst tragen, da die Kassen mit dem Argument kommen, das man Tieren ausweichen kann. In den meisten Fällen muss die Katze also leider abgegeben bzw. der Kontakt zu Katzen vermieden werden.

Alles Gute

LG

Kommentar von 94Hexe94 ,

Auch wenn es eine Expertenmeinung ist, würde ich gerne etwas dazu hinzufügen. 

Es gibt durchaus Erfahrungsberichte (auch aus meinem privaten Umfeld) bei denen Hyposensibilisierung erfolgreich war. Das heißt dass keine Symptome mehr wahrgenommen werden. Also entweder die Symptome sehr sehr schwach sind, bzw der Körper bis zu einer gewissen Dosis noch nicht darauf "anspringt". 

Ob dies von den Krankenkassen übernommen wird scheint von Fall zu Fall verschieden zu sein - einfach mal bei deiner nachfragen ;)

Zudem kann eine Allergie sehr wohl "plötzlich" auftreten, war bei mir ähnlich, und auch ihre Intensität ändern. 

Gerade in diesem Fall scheint der Körper entweder eine innere Veränderungen durchgemacht zu haben (Hormonell o.ä), oder das Allergen mit etwas negativem verbunden zu haben, weswegen er allergisch reagiert. Quasi psychosomatisch. Ein Beispiel wäre zum Beispiel eine starke Stressituation in Verbindung mit diesem Protein. Schwupps, hallo Allergie ;)

In dem Falle könntenvllt auch alternative Behandlungen wirken, vorausgesetzt man ist dafür offen. Ein Freund von mir hat dank Homöopathie keine Neurodermitis mehr, und auch Kinesiologie soll schon Allergikern geholfen haben. Und selbst wenn es nur Placebo ist, wenn es funktioniert, funktioniert es ^^

In diesem Sinne viel Erfolg, falls du nicht schon etwas ausprobiert hast.

P.S.: Eine Katzenallergie kann sich weiterentwickeln zu Asthma, also bitte bei Veränderung der Symptome entsprechend handeln und nicht einfach abwarten! :) 

Antwort
von PikachuAnna, 156

Wenn es eine leichte ist,ist es kein Problem...aber wenn sich die Allergie verschlimmert,würde ich davon abraten.Denn so eine Allergie,kann im Schlimmsten Fall zu Tode führe.

Antwort
von DaniSahnee, 162

Hm ich schätze schon, frag mal deinen Hausarzt. :)

Kommentar von AngelinaAdriana ,

Werde ich machen, danke :D

Kommentar von DaniSahnee ,

Bitte :)

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