Frage von Yunochan123, 93

Katze ohne Lebenslust?

Hallo, habe eine drei Jahre alte Hauskatze Cherry. Sie war immer total aufgedreht, gerade wenn sie auf Klo war. Sie war verspielt und lief immer durch die Gegend und hat mit dem Hund gespielt. Jetzt habe ich ihr vor einigen Monaten ein Kitten dazu geholt. Haben sich auch sofort verstanden. Josy wird fünf Monate alt und hat sich total verändert. Sie fühlt sich überlegen uns attackiert immer Cherry. Man kann vom Katzenmobbing sprechen. Ich Versuche do gut es geht das zu verhindern. Seit dem diese Vorfälle stattfinden ist Cherry nicht mehr meine Cherry. Sie verkriecht sich immer im Kratzbaum und schläft. Vielleicht erholt sie sich von Terror aber sie hat meines Erachtens einfach die Lust verloren. Sie lässt der kleinen immer Vortritt und wehrt sich nicht. Lässt es über sich ergehen Ich weiß nicht wie ich Cherry helfen soll. Ich versuche sie immer aus dem Kratzbaum zu holen damit sie sich was bewegt Aber sie ist jetzt noch ängstlicher als zuvor. Spielt nicht mit dem Hund, oder allgemein hat sie Angst zum Spielen und wenn josy kommt dann haut sie immer ab deswegen lass ich josy garnicht rein

Aber im nächsten Moment lieben die zwei sich und schlafen zusammen als wären sie immer zusammen gewesen

Expertenantwort
von maxi6, Community-Experte für Katze & Katzen, 17

Klar, ner 3-jährigen Katze setzt man ein Baby vor die Nase, das eigentlich spielen möchte, wozu die ältere Katze nicht immer gross Lust hat.

Lass die Katzen zusammen und halte Dich aus ihren Reibereien raus, denn wie sollen sie sich kennen und akzeptieren lernen.

Einmischen solltest Du Dich nur dann, wenn es blutig werden sollte. Sorge unbedingt dafür, dass sich beide Katzen bei Bedarf zurückziehen können, wenn sie es wollen.

Zwinge auch Deine älter Katze zu nichts und wenn sie auf dem Kratzbaum sitzt, so lass sie in Ruhe, aber lass die Katzen zusammen. Solche Raufereien hören sich schlimmer an, als sie sind und meist gibt es auch keine schlimmen Verletzungen.

Du selber solltest sehr darauf achten, dass Du keine der beiden Katzen bevorzugst, sondern beide gleich behandelst, auch wenn das Baby vielleicht niedlicher ist.

Ich denke, dass es mit der Zeit schon gehen wir, da sie ja auch zusammen schlafen können.

Expertenantwort
von Negreira, Community-Experte für Katze & Katzen, 18

Du machst eigentlich alles falsch, was man falsch machen kann. Bei einer Katzenzusammenführung kommt es darauf an, daß sich die beiden miteinander arrangieren, der Mensch kommt da nur ganz zum Schluß. Da auch noch ein Hund dabei ist, müssen erst einaml die 3 miteinander klarkommen. Halte Dich daher grundsätzlich heraus, es sei denn, der Hund greift die Katzen an.

Die beiden Miezen machen ihr Zuhause schon unter sich aus, der Hund und Du dürfen dort zwar wohnen, aber es ist das Heim der Katzen. Zwinge beide Katzen zu nichts, hol die Kleine genauso ins Haus wie vorher und laß si es unter such ausmachen. Die können das, und es geht viel schneller, als wenn sich ein Zweibeiner immer einmischt, Stell Dir mal vor, Du hättest als Kind eine kleine Schwester vor die Nase gesetzt bekommen, die Du noch nicht einmal hättest angucken oder anfassen dürften! Ich bin sicher, der hättest Du doch am liebsten ein Kopfkissen über den Kopf gedrückt.

Alao, alles auf Anfang, geh in ein Nachbarzimmer, versuche mit den Tieren zu spielen, Leckerlies zu geben und bleibt ansonsten ruhig. Geduld heißt das Zauberwort.

Kommentar von Yunochan123 ,

Das war keine Zusammenführung sie leben schon einige Monate zusammen.

Kommentar von Negreira ,

Sorry, da muss ich jetzt noch einmal etwas dazu sagen, auch wenn es anscheinend Erfolge mit Nachblüten gibt.

Du sagst, die Katzen kennen sich seit Monaten, dabei ist die Kleine erst 5 Monate alt. Wenn Du sie, angenommen, als Winzlig mit 8 Wochen geholt hast, leben sie doch erst 3 Monate zusammen. Wenn das keine Zusammenführung ist oder war, was soll es dann gewesen sein? Manche Katzen benötigen Monate und Jahre, um miteinander auszukommen, Du solltest und kannst keine Wunder erwarten.

Auch wenn die größere jetzt "mal wieder ihre Meinung sagen darf - lt. Dir und Bachblüten- heißt das doch nicht, daß es nicht wieder zu Streitereien kommen kann und wird. Eshalb nochmals: Misch Dich nicht soviel ein, wenn es Streit gibt, und laß vor allem die Kleine wieder ins Haus.

Antwort
von Luzie9, 15

Es war ein Fehler, zu einer ausgewachsenen Katze ein einzelnes Jungtier dazuzuholen. Die beiden haben einfach grundverschiedene Bedürfnisse. Das Katzenkind will toben, rangeln, raufen und seine Kräfte messen. Die Katzendame will ihre Ruhe und manchmal ein paar Kuscheleinheiten. 

Offenbar hat die kleine Josy momentan einen eher aggressiv-dominanten Charakter, Cherry ist dagegen allzu sanftmütig. Es ist mit der Situaltion vergleichbar, wenn eine nette junge Frau plötzlich ein ungezogenes halbwüchsiges Kind in die Wohnung gesetzt bekommt. Das erstmal austestet, was es mit ihr machen kann, ohne dass sie sich wehrt, und sie dann ständig schikaniert.

Der beste Weg wäre, Josy ein gleichaltriges Geschwisterchen beizuordnen. Die können miteinander toben und raufen, Cherry hätte weitestgehend ihre Ruhe.

Eine weitere Möglichkeit wäre, Josy in gute Hände weiter zu vermitteln. Vielleicht sucht ja jemand anders für seinen Katzen-Teenager das passende Pendant.

Die dritte Möglichkeit: Alles lassen wie es ist. Cherry immer bevorzugt behandeln - sie ist die Chefin, muss immer zuerst Futter kriegen, zuerst gestreichelt werden und sich zuerst ihren Platz aussuchen. Abwarten, dass die Katzenviecher ihre Rangordnung selbst regeln. Cherry wird dann allerdings nie mehr ihr altes, sorgloses Leben haben. Sie ist einfach zu gutmütig. Eher wird sie eines Tages auswandern und ihr Glück in der Nachbarschaft suchen.

 

Kommentar von Luzie9 ,

Nachtrag: Eine Katze, die sich zurückzieht, zerrt man nicht mit Gewalt aus ihrem Versteck. Das ist ein absolutes No-Go. So wie wenn dich jemand mitten in der Nacht aus dem Bett schmeißt, um mit dir zu spielen oder zu reden. Die Katze wird dadurch immer tiefer verunsichert, weil sie ja nirgendwo hinkann, wo sie vor Zugriffen sicher ist.

Gib deiner armen Cherry unbedingt einen "privaten"Rückzugsort, wo nichts und niemand hinkommt, weder die kleine Katze noch der Hund noch du.

Übrigens - mit dem Auseinandersperren der Katzen machst du nichts besser. Sie müssen schon zusammensein, um sich aneinander zu gewöhnen, sonst wird Cherry immer ängstlich bleiben. Lass am besten Cherry den ersten Schritt machen und auf Josy zugehen.

Kommentar von Yunochan123 ,

Beide sind Hauskatzen daher wird niemand in die Nachbarschaft gehen können.

Zu anfangen war alles harmonisch aber die josy testet jetzt die Grenzen.

Habe Cherry bachBlüten gekauft und es wirkt sich sehr positiv aus. Die wird mutiger und sagt ihre Meinung und josy kann nicht mehr machen was sie will.

Sie geht runter, schmust und verkriecht sich nicht mehr

Alles top, ich kann nicht klagen

Kommentar von Belladonna1971 ,

Ich freue mich für Sie und Ihre Katzengemeinschaft!

Haben Sie eine fertige Mischung oder eine individuelle Mischung erworben?

Kommentar von Yunochan123 ,

Ich habe "verstecken" von aniforte gekauft, eine fertige Bio Mischung natürlich ohne Alkohol 😄

Antwort
von nero160, 41

Eigentlich ist es relativ offensichtlich :) 

In den Machtkämpfen gehst du dazwischen und eventuell schimpfst du mit Cherry. Dadurch fühlt sie sich unterdrückt obwohl sie weiß das sie unter den Katzen das Oberhaupt ist. 

Ebenso ist vielleicht auch die Beziehung zwischen euch beiden dadurch gestört worden.

Nimm sie doch einfach öfter zu dir und zeig ihr deine Zuneigung.

Bedenke aber auch das Katzen altern und dadurch ruhiger werden ^^ je nach Rasse ist das auch nochmal stärker ausgeprägt.

Antwort
von Kleckerfrau, 48

Dann lass Josy rein, damit sie sich richtig aneinander gewöhnen können. Deine Katze hat jetzt jemanden als Konkurrent dazu bekommen, der sicher auch mehr Aufmerksamkeit von dir bekommt.

Deine Cherry zieht sich dann halt zurück.

Antwort
von Belladonna1971, 46

Such doch mal einen Tierheilpraktiker mit Homöopathie und Bachblüten auf.

Kommentar von Yunochan123 ,

Meinst du das hilft?

Hatte schon mal daran gedacht denen bachBlüten zu geben soll wohl helfen

Kommentar von Belladonna1971 ,

Bei  unseren Katzen hatten wir Erfolg. Gut ist es auch, dem Halter eine Mischung zu geben. Online gibt es BBTest zum Ausfüllen. Viel Erfolg!

Kommentar von uteausmuenchen ,

Esoterik wird hier nicht helfen.

Tierheilpraktiker kann sich absolut jeder nennen, auch vollkommen ohne die geringste Ausbildung. Da kann man gleich den Nachbarn fragen und am eigenen vierbeinigen Liebling herumdoktern lassen. In Österreich ist der Beruf verboten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Tierheilpraktiker

Bachblüten sind nachweislich unwirksame Esoterik - und wegen des Alkoholgehaltes alles andere als beim Tier empfehlenswert.

http://www.stern.de/gesundheit/bach-bluetentherapie-placebos-in-quellwasser-3592...

http://heilpflanzen-info.ch/cms/blog/archive/2009/08/12/studie-untersucht-bachbl...


Kommentar von Belladonna1971 ,

Sie müssen sehr viel Zeit haben. meine Antworten zu verfolgen und zu
kommentieren! Jeder User hat die Möglichkeit, sich davon zu bestätigen
und sich dann sein Teil zu denken!

Offenbar fällt es Ihnen schwer, andere Meinungen zu tolerieren.

Naturheilkunde beruht auf Erfahrungsheilkunde! Jeder mag sich sein Urteil dazu bilden.

Schönen Sonntag noch!

Kommentar von uteausmuenchen ,

Belladonna,

Bachblüten haben nichts mit Naturheilkunde zu tun. Eduard Bach hat die "Blüten" nicht nach ihren natürlichen Heilwirkungen ausgesucht; er hat nicht einmal Heilpflanzen ausgesucht. Er hat die "Blüten" nach seinem persönlichen - esoterischen - Weltbild ausgewählt, oft nach äußeren Ähnlichkeiten.

Solch esoterische Verfahren dann als "Erfahrungsheilkunde" zu bewerben, unterstellt, dass echte Evidenz ohne Erfahrung möglich wäre. Das ist falsch. Dagegen können sich schwierige Situationen mit der Zeit bessern - was eine Wirksamkeit eines in dieser Zeit angewendeten Placebos vortäuschen kann. Viele Tierbesitzer haben den Eindruck, solche Mittel würden helfen - während sauber verglichene Erfahrungen zeigen, dass es die Begleitumstände waren.

Und ja, ich habe ein paar Deiner Antworten gelesen, als ich Zeit dazu hatte, nachdem mir schon bei anderen Fragen esoterische Empfehlungen aufgefallen waren.

Es geht hier um eine schwierige Katenzusammenführung, bei der man für die Katzen die Situation möglichst einfach gestalten sollte. Hier sind praktische Tipps von erfahrenen Katzen"mamas", wie die anderen das hier gemacht haben, sinnvoll und hilfreich.

Ein esoterisches Placebo zu geben zur Beruhigung des Gewissens und die Situation unverändert zu belassen, hilft den Katzen nicht. Bei einer solchen Frage sollte es doch um das Wohl der Katzen gehen, nicht um die Frage, ob ich mir erlauben darf, hier einen Kommentar unter eine esoterische Empfehlung zu setzen.

Also: Nicht mich als Person angreifen, sondern entweder die kleine Korrektur im Interesse der Tiere akzeptieren - oder Evidenz (also sauber randomisierte und verblindete Studien) anführen, die belegen, dass ich falsch liege... Die gibt es meines Wissens zu Bachblüten aber nicht, im Gegenteil gibt es die von mir verlinkten Arbeiten, die den Placebocharakter bestätigen. Bachblüten gelten außerdem als Nahrungsmittel, weshalb sogar Heilpraktiker darauf hinweisen, dass es rechtlich (bestenfalls!!) eine Grauzone ist, sie mit Wirkversprechen anzupreisen.

Grüße

Kommentar von Belladonna1971 ,

Da Goethe ein sogenannter Esoertiker war, reihe ich mich gerne unter diesen toleranten, neugierigen und wissenden Menschen ein.

Goethe war übrigens ein großer Fan der Homöopathie und unterstützte sie sehr. Und die Schüßlersalze wurden von einem Homöopathen eingeführt. Sicherlich wissen Sie darum!

Ich für meinen Teil schätze die Bachblüten sehr! Jeder darf seine Erfahrungen machen! Im übrigen wurden unsere Katzen 19 und 14 Jahre alt. Fundtiere mit nicht so guten Erfahrungen.

Kommentar von uteausmuenchen ,

Dass Goethe ein Fan der Homöopathie war, ist verständlich. Er lebte vor rund 200 Jahren. Also zu einer Zeit, als die meisten Vorgänge im menschlichen Körper nicht verstanden waren und umherziehende Ärzte mit höchst drastischen (sogar "Drastica" genannten) Verfahren (Aderlass, Quecksilbereinläufe,...) meist mehr Schaden anrichteten als die Krankheit selbst.

Die Homöopathie als unschädliches Placebo hatte damals im Vergleich eine Daseinsberechtigung. Sie heute noch für einem Placebo überlegen zu verkaufen, bedeutet 200 Jahre Wissenszuwachs in Medizin, Biologie, Physik und Chemie zu leugnen und zu ignorieren.

Im Übrigen wurden Helmut Schmidt und Winston Churchill beide über 90. Das bedeutet auch nicht, dass das Rauchen, das beide sehr schätzten, ihnen dabei geholfen hat.

Kommentar von Yunochan123 ,

Ich habe bachBlüten gekauft extra fur Katzen die sich Verstecken 

Und ich bin begeistert. Die Cherry ist viel offener und ruhiger geworden sie kommt wieder raus bleibt unten und kuscheln wieder außerdem läuft sie kaum noch weg!

Das war also die beste Entscheidung!

Zudem wird Cherry mutiger und sagt josy endlich die Meinung.

Kommentar von Belladonna1971 ,

Vielen Dank für die Rückmeldung! Und weiterhin alles Gute!

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community