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Hallo,
ich würde gerne ein paar Tipps oder Meinungen von Katzenhaltern/Liebhabern bekommen.

Meine Katze, bald 18 Jahre alt, wiegt 2,5 kg und bekommt Semintra 1x täglich zur Nierenunterstützung.

Sie hat vor etwa 6 Monaten (August) angefangen ohne Grund durch die Gegend zu schreien. Anfangs war es noch ein lautes Geschrei was irgendwann ein verzweifeltes Miauzen wurde. Oft stand sie im Flur und schrie. Beim Tierarzt wurde sie untersucht, er konnte nichts feststellen. Er versuchte rauszufinden ob ihr körperlich oder psychisch was fehlte. Es wurden Calmex und Feliway getestet, sowie Metacam um sicherzustellen, dass sie keine Schmerzen hatte. Trotzdem schrie sie ohne Ende. Auch nachts um 3 Uhr. Die Situation hielt bis Dezember an.

Im Dezember entzündete sich ihr Auge, worauf der Tierarzt eine Linsenluxation feststelle (das betroffene Auge war bereit seit Jahren erblindet). Er riet uns das Auge entfernen zu lassen oder es evtl. bei einem Spezialisten in Bonn "reparieren" zu lassen, ohne Garantie.
Da wir der Katze das Auge nicht grundlos entfernen wollten, suchten wir nach einer zweiten Meinung bei einem älteren Tierarzt (Mann vom alten Fach).
Resultat: das Auge muss auf keinen Fall raus, die Katze hat keine Schmerzen. Die Linse ist zwar gelöst, aber solange kein Druck und Schmerz entstehen, sei alles in Ordnung. Er stellte ebenfalls fest, dass sie in einem Ohr Katzenmilben hatte. Er gab ihr Katzen-Ohrentropfen und meinte das es damit getan war.
Die Schreierei hörte jedoch nicht auf und die Milben verschwanden nicht. Es wurden noch mehr und die Katze kratzte sich nur noch, wobei sie oft ihr Gleichgewicht verlor und etwas wacklig auf den Beinen war.
Beim nächsten Besuch, etwa 3 Wochen nach dem ersten Besuch (Januar), riet er uns die Ohren unter Narkose ordentlich zu säubern, da die Milben nicht verschwunden sind und diese möglicherweise das Trommelfell beschädigt haben, was zur Schreierei der Katze führten könnte, da es juckt und wehtut.
Samstag am 09.01 wurden ihre Ohren gesäubert, eine Menge Milben und Dreck wurden entfernt. Außerdem entfernte er ihr den Zahnstein. Als wir sie abholten, tastete er die Nieren nochmal ab und nahm eine Urinprobe. Ergebnis: Blasenentzündung und eine Niere sei etwas rundlicher. Er gab ihr deshalb eine Spritze Antibiotika während der Narkose.
Zu Hause dauerte es sehr sehr lange bis die Katze einigermaßen wieder auf vier Beinen stehen konnte. Am Abend war sie sehr angeschlagen und lag mit mir im Bett. Sie machte sogar versehentlich Pipi ins Bett. Am nächsten Morgen ging es ihr schon besser. Aber wir mussten zurück zum Tierarzt für die zweite Spritze Antibiotika. Danach ging es ihr richtig schlecht. Sie verzog sich an sehr ungewöhnlich Plätzen und schlief sogar in ihrer eigenen Katzentoilette. Sie zitterte am Körper und die Hinterbeine (dort wurde die Narkose gespritzt) wirken steif/zittrig. Am Montag fraß sie nur wenig, Dienstag und Mittwoch kaum. Sie hörte nachts auf zu schreien. Wir bemerkten jedoch, dass sie sich oft erschreckte und sich mit der Nase beim Gehen orientierte. Sie schrie sehr sehr laut und grell, wenn man den Raum betrat, hörte danach jedoch auf. Außerdem lief sie versehentlich gegen Gegenstände oder ihren Futternapf. Das gesunde Auge war plötzlich grün schlimmernd und bei Licht verkleinerte sich die Linse gar nicht. Mit dem Verdacht, dass sie blind geworden ist rief ich den Tierarzt an. Der erkläre, dass sie wohlmöglich als Reaktion auf die Narkose einen Schlaganfall erlitten hat. Er untersuchte sie nach dem Telefonat nochmal: 2/3 der Iris schlossen sich beim Lichtanfall, die 1/3 jedoch nicht. Mit Vitamin B könnte man schaffen, dass Auge aufzupäppeln. Wegen des Schlaganfalls sah er jedoch kein Bedarf der Katze Medikamente oder ähnliches zu geben. Außerdem fiel ihm auf, dass sie stark abgenommen hat. Er war sich sicher, dass ihre Nieren versagen, da er der Meinung war sie würde Muskelmasse abbauen und das plötzliche Abnehmen daher käme. Man könnte nicht viel machen.
Nach der ganzen Prozedur sollte es der Armen besser gehen, jetzt ist sie auch noch fast komplett blind und hatte einen Schlaganfall?!
Was soll ich jetzt denken? Wäre es gut die Situation einem anderen Arzt vorzustellen? Liegt die Magererscheinung nicht eher darin, dass die Katze seit 5 Tagen nicht so viel/ gar nichts frisst? Denn ein plötzliches Nierenversagen wäre rätselhaft, wenn sie vorher nur eine angebliche Blasenentzündung hatte.
Hat jemand das Gleiche oder etwas ähnliches erlebt?
Es ist seltsam, dass die Katze nichts zur Prävention eines möglichen erneuten Schlaganfalls erhält. Was kann ich tun?

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