Frage von Cabaro, 57

Katze aggressiv wenn sie hineingehen soll. Was tun?

Eine bakannte meiner Freundin hat eine Katze die nur an der Leine hinausdarf. Sie macht das, weil schon mehrere Katzen überfahren oder einfach verschwunden sind und sie will nicht, dass das mit ihrer jetzigen Katze auch passiert. Der Katze geht es eigentlich wirklich gut. Sie hat eine menge Spielzeuge, sie hat hochwertiges Futter, mehrere Kratzbäume. Die Besitzerin beschäftigt sich auch so oft es geht mit der Katze und Nachbarn und Freunde gehen auch so oft wie möglich mit ihr spazieren. Sie hat eben keine andere Katze mit der sie spielen könnte und darf eben nicht hinaus... Somit kommen wir zum eigentlichen Problem: Wenn man sie nach dem Spazierengehen wieder hineinbringen will, oder sie auch nur glaubt, dass sie jetzt wieder hineinmuss, wird sie sofort extrem aggressiv und kratzt jeden der in ihre Nähe kommt. Meine Freundin ist wie jedes Mal mit ihr spazieren gegangen und als sie die Katze wieder hineinbringen wollte, war es schlimmer als normal. Sie hat sich mehr als sonst gewehrt und wollte sich verstecken. Meine Freundin hat an den Händen so ca. 5 Millionen Kratzer und jemand musste ihr mit Handschuhen helfen die Katze wieder hineinzubringen.

Jetzt ist die Katze komplett verstört und meine Freundin war auch komplett aufgelöst, weil die Katze sich so vor ihr gefürchtet hat.

Man kann die Besitzerin nicht dazu überreden, dass sie die Katze doch freilaufen lässt. Das will sie einfach nicht.

Also jetzt die Frage: Kann man der Katze irgendwie die Angst nehmen? Kann man irgendetewas tun, damit sie nicht sofort ausrastet, wenn sie wieder hinein muss? Mir tut sie so leid und ich finde es selbst falsch, dass man eine Katze nicht hinauslässt, wenn man auf dem Land wohnt. Und sowiso, wenn sie so ausrastet. Meine Freundin war so fertig, weil die Katze ihr einfach nicht mehr vertraut hat. Vielleicht hat es sich schon wieder ein bisschen gelegt, aber trotzdem kann es doch nicht so weitergehen.

Was sollen wir machen?

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Expertenantwort
von NaniW, Community-Experte für Katze, 27

Hallo Cabaro,

wie alt ist die Katze ? Habe in einem Kommentar gelesen, die Katze hat keinen Artgenossen ?

WICHTIG: Die Katze braucht dringend Gesellschaft und wie lange geht die Besitzerin mit der Katze spazieren ?

Nur mal eine halbe Stunde, ist definitiv zu kurz. Es sollten schon richtig ausgedehnte Sparziergänge sein, oder langes Spielen im Garten.

Hat sie denn Alternativ nicht die Möglichkeit, ein Gehege zu bauen, oder einen Garten, eine Terrasse oder Balkon ein zu zäunen ? Da gäbe es ja auch viele Möglichkeiten, einer Katze den gesicherten Freigang zu gewähren.

Nun mal ein bisschen Info an deine Freundin...

Allgemeininfo zum Thema Einzelhaltung:

Das Katzen Einzelgänger sind, ist leider noch immer ein weit verbreiteter Irrglaube. Studien belegen, das Katzen die Gesellschaft von Artgenossen brauchen. Einzig auf der Jagd, sind sie wirklich lieber alleine. Freilebenden Katzen bilden sogar, freiwillig, große Kolonien in denen sie zusammen leben. Auch Hauskatzen pflegen draußen soziale Kontakte.

Natürlich gibt es vermeintliche Einzelgänger, denen Artgenossen nicht all zu viel bedeuten oder die in einer Gruppe einfach nicht Fuß fassen können. Doch diese haben, meist schon in der Prägezeit, eine sehr tiefe und enge Bindung zu Menschen aufgebaut, oder ein Traumatisches Erlebnis im zusammen leben mit Artgenossen erlitten und sind absolute Ausnahmen. Und selbst diese „Einzelgänger“ pflegen, auf ihre Art und Weise, draußen soziale Kontakte.

Eine Katze in Einzelhaft, vor allem noch schlimmer wenn es eine reine Wohnungskatze ist, wird mit großer Sicherheit auf kurz oder lang, Verhaltensauffällig.
Auch die Meinung, Katzen kann man lange alleine lassen, ist seit Jahrzehnten veraltet. Katzen stumpfen mit der Zeit ab und vegetieren eher vor sich hin, wenn sie zu viel alleine gelassen werden. Selbst wenn der Besitzer viel zu Hause ist, ist es kein Vergleich zu einem Spielgefährten mit dem man raufen, toben und spielen oder auch mal Kräftemessen kann. Das was Katzen untereinander teilen, können wir Menschen ihnen niemals geben.
Bitte ermögliche deiner Katze Gesellschaft durch einen Artgenossen !

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Allgemeininfo zum Thema Leinengang:

Das Gassi gehen mit einer Katze ist völlig normal und hat, entgegen einigen Meinungen, nicht im geringsten etwas mit Tierquälerei zu tun. Immer mehr Tierärzte und Tierschützer befürworten das inzwischen sogar. Denn nicht jede Katze kann auch einfach so in den Freigang gelassen werden. Gefahren wie Straßenverkehr, Katzen unfreundliche Nachbarn oder Jäger, Diebstahlgefahr, eine Erkrankung und so weiter, die einen Freigang zu gefährlich machen. Um auch solchen Katzen eben den Freigang zu ermöglichen, gibt es den gesicherten Freigang an der Leine.

Die Katze sollte bitte gechippt, registriert und geimpft sein !

Bitte tun sie ihnen und ihrer Katze aber den gefallen und nehmen sie ein Soft Geschirr oder ein Walking Jacket. Diese dünnen Geschirre (Riemchengeschirr), die wie Halsbänder sind, schneiden gerne in die Haut ein. Und man muss unbedingt darauf achten, das es gut sitzt.

Damit ihre Katze sich daran gewöhnt, lass sie sie erst mal ausgiebig an Geschirr und Leine schnuppern. Nicht gleich anziehen, erst bitte erkunden lassen, das beugt unnötigen Stress vor. Dann holen sie sich Leckerlis und legen sich das Geschirr ums Handgelenk. Locke sie ihre Katze mit dem Leckerli und versuche sie sanft das Geschirr über den Kopf zu streifen. Oder einfach auch mal nur auf den Rücken legen.

Wichtig: wenn die Katze es zu läßt , unbedingt Loben ! In einem immer gleichen, freundlichen Ton.

Bitte auch immer nur so lange trainieren, wie die Katze das mit macht. Übrigens kann man das sehr schön in ein Clickertraining einbauen. Da kann ich ihnen ein Buch empfehlen, Birga Dexel „Clickertraining“
Wenn die Katze es sich dann anziehen läßt, ruhig mal eine Zeit so durch die Wohnung laufen lassen. Es braucht eben alles etwas Zeit und Geduld. Manche Katzen brauchen bis zu 2-3 Monate dazu, manche wiederum lernen sehr schnell, nur ein paar Tage. Und dann kann es fast schon los gehen. Am Anfang sollte man eventuell noch eine Transportbox mit nehmen. Denn wenn all die neuen Gerüche und Eindrücke der Katze zu viel werden, hat sie einen Sicheren Rückzugsort den sie kennt. Ideal wäre es, wenn sie einen Garten hätten, das reicht fürs erste völlig aus. Man tastet sich immer Schritt für Schritt an das Thema ran. Ach, bitte nicht Wundern. Alle Katzen, die zum ersten mal ein Geschirr tragen und/oder an der Leine gehen, gehen Grundsätzlich in geduckter Haltung. Das gibt sich aber nach ca. 2 Wochen. Wenn das alles geschafft ist und die Katze hat Spaß am spazieren gehen, muss man sich absolut im Klaren darüber sein, das man das nicht mehr Rückgängig machen kann. Ihre Katze wird ihr Gassi gehen, immer einfordern. Daher machen sie vielleicht feste Zeiten aus, wann sie mit der Katze raus gehen.

Bitte niemals auf die Idee kommen, die Katze einfach irgendwo mit der Leine fest zu binden und sie dann alleine zu lassen. Das lassen Hunde vielleicht über sich ergehen, aber für Katzen wäre dies eine Todesfalle. Katzen wollen gefordert und gefördert werden, nur alleine da sitzen, angeleint, nichts erkunden zu können, ist Langweilig. Die Katze würde auch nicht, wie ein Hund, sitzen bleiben sondern versuchen weg zu kommen.

Alles Gute

LG

Kommentar von Cabaro ,

Ich weis nicht genau wie alt sie ist, aber ich schätze ca. 1 Jahr.

.Sie hat keinen Artgenossen. Vielleicht lässt sich wenigstens DAS arrangieren.

Es ist unterschiedllich wie oft sie hinaus kann, weil sie nicht immer Zeit hat. Meistens ca. 1h pro Tag.

Beim Haus ist nicht wirklich viel Platz um ein Gehege zu bauen, denn sie wohnen an einer kleinen Tankstelle.

Danke für die Infos :)

Mit dem Katzengeschirr hat sie kein Problem. Das lässt sie sich ganz einfach anlegen (na ja, außer wenn sie um die Beine schnurrt und nicht stillhält, aber das hat ja eine andere Bedeutung )

Kommentar von NaniW ,
Kommentar von Cabaro ,

Danke!

Expertenantwort
von palusa, Community-Experte für Katze, 11

naja die katze hat draußen ne total tolle welt. mit abwechslung und aufregung und vielen gerüchen und vllt hin und wieder ner katze

und dann soll sie zurück nach drinnen. wo alles immer gleich und langweilig ist und wo sie im grunde nichts anderes tut als drauf zu warten dass sie wieder nach draußen kann. vllt sogar viel allein gelassen wird wenn im haus alle berufstätig sind.

sag selbst, würdest du gern wieder ins haus zurück? vermutlich nicht. die katze auch nicht. und katzen sind wie kinder, wenn sie nicht wollen zeigen sie das auch. das hat sich nun nach und nach hochgeschaukelt bis zu einem punkt wo es eskaliert ist. das wird nun auch weiter immer schlimmer werden weil die katze ihren menschen draußen nicht mehr als positiv wahrnimmt sondern als spielverderber

das problem ist aber dass ich drauf wetten könnte dass diese katze unsauber werden wird wenn man versucht ihr den freigang ganz zu verwehren. die hat blut geleckt

einfache lösung: drinnen muss spannender werden. sie muss gern nach hause kommen. punkt eins ist da natürlich die zweite katze. wenn sie noch jung und sozialisiert genug ist dass das klappen könnte wäre das unbedingt schritt eins

dann mehr spazierengehen udn vor allem länger bis die katzen dann selbst keine lust mehr haben und nach hause wollen. und mit action. mit rennen und spielen

gleichzeitig auch im haus mehr action und abwechslung schaffen. ne wohnungseinzelkatze (wenn sie denn eine bleiben soll) braucht so minimum 4 stunden beschäftigung über den tag verteilt. der mensch ist alles was sie hat und der muss dafür sorgen dass ihr leben abwechslungsreich ist. clickern, fangen spielen, müde machen. sie soll schon ausgepowert in den leinengang. eine weniger überdrehte und schon müde katze kommt schneller an den punkt wo sie sagt "nu reichts mir, ich hab hunger, gehen wir zum futternapf... was übrigens der nächste punkt ist. kein futter vorm spazierengehen.

Kommentar von Cabaro ,

Danke,

ich werde es ihr vorschlagen, dass sie villt. Nachbarn darum bittet länger mit der Katze spazieren zu gehen, wenn sie keine Zeit hat. Meine Freundin und ich können kaum 4 Stunden opfern, weil wir auch was für die Schule zu tun haben...

Sie hat ja einiges an Spielzeug, aber es ist eben meistens niemand zu Hause. Ich habe ihr gestern bereits vorgeschlagen, dass sie sich eine zweite Katze zulegt.

Wegen dem Futter vor dem Spazierengehen: Ups...
Ich werde es ihr ebenfalls sagen und ich und meine Freundin werden es uns auch zu herzen nehmen, wenn wir wieder einmal spazieren gehen.

Kommentar von palusa ,

ach mit katzen die entspannt spazieren gehen, samt nachhauseweg, wäre es auch kein ding vorher zu füttern^^ nur die dame muss motiviert werden zum reingehen. und hunger ist ein prima motivator

soielzeug das tot auf dem boden liegt ist vor allem eines: langweilig. es bewegt sich nicht. katzen sind jäger und beute muss sich bwegen damit man sie fangen kann. wenn sie dazu noch viel allein ist macht sie den großteil ihres lebens gar nichts..

da fällt mir nochwas ein.. wenn möglich feste zeiten. katzen mögen rituale. wenn etwas immer zur selben zeit stattfindet kann miez sich drauf verlassen dass es immer wieder passiert. dann hat sie weniger das gefühl dass sie die zeit unbedingt nutzen muss weil sie ja eh weiß dass sie morgen um die zeit wieder los kann

wenn ihr mal so, mal so und mal gar nicht spazieren geht ist das für die katze unberechenbar. sie weiß nicht ob und wann sie wieder raus darf. und entsprechend ungern geht sie rein, könnt ja sein dass das das letzte mal für lange zeit war

Antwort
von Deamonia, 8

da du ja in den Kommentaren schreibst, das deine Bekannte so egoistisch ist, das sie die Katze auf jeden Fall behalten, und nicht frei laufen lassen will, wäre die einzige Alternative die ich sehe, das sie die Spaziergänge ausdehnt.

Wenn die Katze nicht wieder rein will, muss man eben weiter mit ihr draußen bleiben, wobei eine Stunde echt ein Witz ist! 

Deine Bekannte sollte sich mal auf so 3-4 Stunden Ausgang einstellen! 

Eine weitere Sache die helfen könnte, wären feste Zeiten, und vor allem, das sie sobald sie Zuhause rein kommt, ihr Futter bekommt, also etwas Positives mit dem Heimkommen verbindet. 

Ich verstehe aber auch deine Bekannte echt nicht, warum sie sich nicht zwei Katzen anschafft, und diese dann drinnen hält... 

Antwort
von 1ManekiNeko1, 20

Was die Alte da macht ist schlichtweg Tierquälerei! Eine Katze ist kein Hund! Entweder Freigang oder Zuhause im katzengerechten Räumlichkeiten! An der Leine gehen nur etwa 10% einiger Stubentiger freiwillig mit!

Kommentar von Cabaro ,

Mit der Leine hat die Katze kein Problem. Das ist ihr völlig schnuppe.
Mir ist klar, dass das nicht gut für sie ist, aber man kann sie nicht überreden...

Antwort
von peoplelife, 34

Dann muss sie damit Leben. Katzen sind keine Tiere die man nur im Haus halten kann. Es ist einfach veranlagt, das sie raus wollen. Besser gesagt sie müssen raus!

Und eine Katze anleinen geht schonmal garnicht. Das sind keine Hunde, die sich dem Menschen fügen. Grad die jüngeren Tiere sind fast nur draußen wen nsie können. Mit dem Alter wollen sie lieber rein und schlafen. Wenn Katzen keine Lust mehr haben, dann haben sie auch keine Lust mehr.Wenn sie das Tier nicht rauslassen möchte, dann soll sie das Tier bitte abgeben.

Sie selbst will doch auch raus spielen oder faul in der Sonne liegen. Indem sie versucht das Tier zu schützen, schadet sie ihm.

Die Katze muss raus oder weg. Anders wird es nur schlimmer. Das Vertrauen ist komplett weg. Man muss doch  merken das das Tier draußen bleiben möchte. Selbst wenn man Angst hat, das sie überfahren wird. Der Tot gehört zum Leben mit dazu und lieber ein kurzez Leben in Würde, als ein langes in Gefangenschaft.


Kommentar von Cabaro ,

Sie wird die Katze nicht hergeben. Ich kann ja versuchen, sie nochmal zu überreden, aber ich denke die muss weiter leiden.
Ich bin auch voll und ganz deiner Meinung.

Wenn unsere Katze nicht raus dürfte, die würde Hackfleisch aus mir machen :)

Kommentar von peoplelife ,

Traurig, wirklich traurig. Das ist schon Tierquälerei. Katzen können unter den richtigen Bedingungen 15 - 20 Jahre alt werden. Grad auf dem Land, das sehe ich ja an den Katzen bei uns im Dorf (21 Stück habe ich gezählt).

Alles glückliche und liebe Tiere (die Älteste ist 22!).

So wird das Tier bestimmt nicht alt. Vielleicht hat sie bei den anderen Tieren auch Fehler gemacht und sie zu früh rausgelassen!?

Kommentar von Cabaro ,

Unsere feiert bald ihren 13  <3

Na ja, eigentlich nicht. Das Haus ist neben einer Tankstelle und dort kann ja auch bei großen Katzen etwas passieren...

Kommentar von peoplelife ,

Ist schon klar, aber es geht ja ums Prinzip. Man selbst will doch auch nicht im Haus gefangen sein Ebenso wenig möchte man draußen angeleint sein.

Das sind Tiere mit wilden Instinkten, die kann man nicht zum Spazierengehen mitnehmen

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