ich habe eine beagle-hündin. sie ist jetzt fast 6 monate alt und ich werde sie auf jeden fall strelisieren lassen da wir noch einen rüden haben. für mich stellt sich nur noch die frage wann? ich höre soviele unterschiedliche meinungen doch keine hilft mir wirklich weiter...soll ich es vor der ersten läufigkeit machen oder danach machen lassen...kann mir jemand weiterhelfen?

Bei Hündinnen empfielt es sich. vor der ersten Läufigkeit die OP vornehmen zu lassen. Die Ärzte sagten mir damals, das Risiko einer Brustdrüsenerkrankung ist dadurch sehr gering. Wir haben beide Hündinnen vor der ersten Läufigkeit mit ca. 6 oder 7 Monaten operieren lassen.Die Eine ist bereits 7 Jahre und die Andere ist 3 Jahre alt. Haben sich weder vom Charakter noch von der Figur verändert. Würde ich immer wieder machen.vlg von der mobilen Hundeschule aus dem Taunus
Als erstes Kastration und Sterilisation sind 2 unterschiedliche Dinge. Bei der Kastration wird der Hund komplett ausgenommen! Bei der Sterilisation nur die Eileiter durchtrennt. Es ist in jedem Fall die Sterilisation vorzuziehen. Nach der Sterilisation wird die Hündin normal Läufig, kann aber nicht trächtig werden. Der große Vorteil ist am Verhalten der Hündin ändert sich nichts. Auch für den Rudelverband ist es günstiger zu Sterilisieren. Wann die Sterilisation vorgenommen wird, ist daher egal. Bedenke aber der Eingriff beim Rüden ist der leichtere, auch hier sind Kastration und Sterilisation unterschiedliche Dinge. Und bitte glaube nicht, dass eine Kastration zur Krebsvorsorge dient. Ich kenne so viele Fälle, in denen die Tiere trotzdem erkrankt sind, zwar an anderen Organen, da ja die Gebährmutter entfernt wurde.

Es wurde propagiert, dass eine frühzeitige Kastration vor Krebs schützt. Normalerweise wurde davon ausgegangen, dass bei einer Kastration vor der ersten Läufigkeit der Schutz besonders hoch ist. Die Zahlen wanken aber, anscheinend ist diese Sicherheit doch nicht so hoch, wie gehofft. Wenn vor der ersten Läufigkeit kastriert wird, dann sollte die Wahrscheinlichkeit Gesäugetumore an der Milchleiste zu entwickeln für die Hündin sehr sehr gering sein. Bei einer Kastration nach der zweiten Läufigkeit sei kein Unterschied mehr zu nichtkastrierten Hündinnen festzustellen in Bezug auf die Entwicklung von Gesäugetumoren.
Mit der Kastration wird der Hormonhaushalt der Hündin gehörig durcheinandergebracht, die Produktion von Sexualhormonen deutlich reduziert. Wenn die Hündin vor der ersten Läufigkeit kastriert wird, dann KANN (muss nicht!) sie auf dem Entwicklungsstadium "festsitzen" - faktisch also nie "geistig" erwachsen werden. Wenn die erste Läufigkeit abgewartet wird, dann ist die Hündin zwar geistig immer noch nicht ausgereift (davon kann man ca. nach 2 Jahren ausgehen, natürlich mit rassespezifischen Unterschieden), ist aber deutlich weiter.
Da Du noch einen Rüden hast stellt sich die Frage Kastrieren oder nicht vermutlich nicht.
Daher mein Fazit: Lass Deine Hündin in der Zeit zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit kastrieren (ich meine es wären 3 Monate nach Beendigung der Hitze - frag da nochmal Deinen Tierarzt).
Gute Infos zur Kastration, zu Komplikationen, Wesensveränderungen, Fellveränderungen, Inkontinenz und wie man dem allen begegnen kann findest Du unter www.dogforum.de
Gib in der erweiterten Suche mal "Kastration" und "Hündin" ein und schränke die Suche auf "nur im Titel" ein - da solltest Du eine ganze Menge Lesestoff bekommen.
Hallo! Ich würde eine Hündin nicht vor der ersten Läufigkeit kastrieren lassen, da sich auch ein Hund entwickeln muss, dafür sind die Hormone sehr wichtig. Die Argumentation, dass Hündinnen, die vor der ersten Läufigkeit kastriert werden, später keine oder nur sehr selten Mammatumore bekommen, mag vielleicht stimmen, aber würdest man einem Mädchen von 12 Jahren dazu raten, sich die Brüste abnehmen zu lassen, damit sie später kein Mammatumor bekommt? Ich denke, eine Kastration ohne medizinische Notwendigkeit ist nicht notwendig. Denk mal lieber darüber nach, deine Hündin zu sterilisiern oder noch besser den Rüden, der Eingriff hat weniger Nebenwirkungen. Ich persönlich bin der Ansicht, dass man nicht um jeden Preis die Lebenserwartung steigern muss. Was nützt es einem Hund, wenn er 15 Jahre alt wird, sein Leben lang Diät halten muss, eventuell noch Harnikontinenz wird und vielleicht von anderen Hunden nicht aktzeptiert wird, da er nie richtig erwachsen wurde.Dann doch lieber 12 Jahre glücklich leben.