Katheter nach Schlaganfall dauerhaft?
Wenn jemand nach einem Schlaganfall einen Blasen-Katheter kriegt, bekommt er den nur zeitweise oder braucht er den dann immer?
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Wie soll man diese Frage pauschal beantworten? Das ist ganz klar von der Entwicklung und der Rehabilitation des Patientens abhängig. In vielen Fällen bedarf es keinem "Dauer-Katheter".
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2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich
Das ist von Fall zu Fall verschieden. Ferndiagnosen sind immer schwer. Kommt darauf an ob der Patient seinen Harndrang wieder selbst kontrolieren kann.
Kommentar von carolaheldt 27.04.2011Wusste leider nicht, dass es so verschieden ist. Gibts da wenigstens grobe Anhaltspunkte?
Kommentar von astortomastortom 27.04.2011Nein.
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1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich
das kann man von hier aus nicht beantworten - dein arzt kann dir das sagen
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Es kommen hier immer wieder die Aussagen, dass man diese Frage nicht pauschal beantworten kann. Das ist natürlich richtig, natürlich hängt das vom Rehaverlauf ab. Ich denke aber, dass Carolaheldt hier eigentlich etwas ganz Anderes bewegt als nur die Anfrage nach dem Blasen-Katheter. Und da sollten wir sie alle nicht alleine lassen!
Ich hatte selbst einen Schlaganfall, Gott sei Dank überwunden und zu 99% wieder hergestellt, so will ich Dir wenigstens ein bißchen mehr helfen.
Die Grundfrage, die wir alle stellen sollten ist, ob die betroffene Person z.B. halbseitig gelähmt ist, was alles davon betroffen ist. Wann war der Schlaganfall, wie lange ist das schon her. Liegt diese Person noch in der Akutklinik oder ist sie bereits bei den Rehamaßnahmen? Welches Alter hat die Person?
Als ich beispielsweise auf die Intensivstation kam, war ich linksseitig völlig gelähmt und völlig blind. Ich hatte das Gefühl, ich müßte dringend zur Toilette, da hieß es jedoch, ich könne eine Bettpfanne untergeschoben bekommen oder evtl. einen Blasenkatheter gelegt bekommen. Das mit der Bettpfanne fand ich nicht so toll, so wie ich mich insgesamt mit meiner Situation nicht abfinden wollte. Ich beschloß daher, ich werde auf alle Fälle kämpfen und als erstes Ziel anstreben, dass ich wieder zur Toilette gehen kann. Für's Erste akzeptierte ich die Bettpfanne, weil ich das immer noch besser fand als den Blasenkatheter. Nächstes Ziel war dann der Toilettenstuhl und als längerfristiges Ziel strebte ich die Toilette an. Man mußte mich mit aller Macht im Bett halten, weil ich immer noch nicht kapiert hatte, dass ich halbseitig gelähmt war und weil man Angst hatte, dass ich psychisch zusammenklappe, wenn ich das bemerke.
Der Chefarzt entschied, dass bei mir keine Lyse gemacht wird (= Auflösung des Blutpfropfens, dem ich den Schlaganfall "zu verdanken" hatte, mittels medikamentöser Infusionen). Es stellte sich heraus, dass dies für mich ein Glücksfall war, die Lähmungen bildeten sich innerhalb weniger Stunden zurück und die Blindheit reduzierte sich auf einen linksseitigen Gesichtsfeldausfall. Wohlgemerkt: für mich war es ein Glücksfall, weil mein Körper positiv reagierte, das muß absolut nicht für alle Schlaganfallpatienten gelten. Manche Patienten reagieren sehr viel besser mit einer Lyse.
Da wir nun in Deinem Fall überhaupt nicht wissen, um welche Art von Schlaganfall es sich handelt mit welchen erkennbaren Folgen, müssen wir zwangweise mit den Aussagen über Krankheitsverläufe vorsichtig sein. Ich will Dir jedoch am Beispiel meines Falles auch Mut machen! Bei der Entlassung aus der Reha prognostizierte der damalige Chefarzt, dass ich nie mehr wieder arbeiten und nie mehr wieder Autofahren würde können. Auch mit all dem gab ich mich nicht zufrieden, für mich stand fest, es lohnt sich zu kämpfen, zumal ich noch Kinder in Schule und Ausbildung hatte.
Mittlerweile arbeite ich wider voll!!! Und ich fahre auch wieder Auto, muß lediglich jährlich eine ärztliche Überprüfung auch beim TÜV über mich ergehen lassen. Aber das tue ich ohne Probleme, Hauptsache ich kann mein gewohntes Leben wieder leben mit geringen Einschränkungen, die ich aber gut beherrschen gelernt habe dank hervorragender Reha-Maßnahmen.
Vielleicht hilft Dir das schon mal fürs Erste. Solltest Dunoch mehr Informationen und Hilfen wollen, dann erkundige Dich doch auch mal bei der Deutschen Schlaganfallhilfe, kannst über Google finden. Weißt Du übrigens, dass auch Angehörige von Schlaganfallpatienten ein Anrecht auf psychologische Betreuung haben? Leider wird das zu selten von den Krankenhäusern und Rehaeinrichtungen gesagt. Meine Kinder haben das leider erst sehr viel später erfahren, sie hätten es dringend benötigt. Da wir Dein Alter nicht kennen, könnte es ja sein, dass das für Dich auch ein wichtiger Hinweis ist.
Ich wünsche der Person, um die es in dem Fall geht, alles erdenklich Gute für einen erfolgreichen Rehaverlauf und auch Dir persönlich einen guten Umgang mit der Problematik. Falls Bedarf ist, kannst Du gerne mit mir über mein Profil hier Kontakt aufnehmen.
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da musst du den arzt fragen
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Diese Frage kann Dir keiner hier in diesem Forum beantworten. Das hängt vom Heilungsprozess ab, davon, wie schwer der Schlaganfall war und wie alt der Patient ist. Alle anderen Aussagen wären nicht valide.
Kommentar von wagemutwagemut 28.04.2011Die Frage in der Form können wir natürlich nicht beantworten. Aber wir können auf das eingehen, was hinter der Frage steht, nämlich die Ängste vor dem, was die Zukunft bringt. Ich habe dazu in meiner Antwort entsprechend Stellung genommen. Vielleicht setzt Du Dich damit ein wenig auseinander, dann kann man auch die Validität von Fragen und Antworten anders bewerten.
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Diese Frage läßt sich so pauschal nicht beantworten.
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Tut mir Leid wenn das zu pauschal ist, leider weiss ich nicht was es da für Unterschiede gibt.
Na die Unterschiede sind die Rehabiliattionserfolge! Genaue Info bekommst du bei dem Arzt. Ich kenne viele die einen Schlaganfall hatten und haben überhaupt keinen Katheter - das hat auch was mit dem Alter zu tun und eben wie schon gesagt, mit den Rehabilitationserfolgen.
Danke für die Antwort. Ich dachte immer wenn die Blase mitbetroffen ist könne man schon etwas sagen. Hab ich mich wohl geirrt.