Hallo zusammen! Findet ihr auch das wir in Deutschland langsam und schleichend in eine art Kastensystem abgleiten? Wer aus einem armen Elternhaus kommt hat es ja oft sehr schwer mal aufzusteigen etc, im Gegensatz bekommen die Kinder wohlhabender Elten alles was man braucht zur Ausbildung etc. Könnt ihr das verneinen oder bejahen mit einem kurzen Statement? Damit würdet ihr mir sehr helfen.

Ich komme aus einem normalen Elternhaus. Nicht wohlhabend und auch nicht arm. Ich habe in meinem Leben genau das erreicht, was ich mir vorgenommen hatte. Also ich denke, dass es an jedem selber liegt.

Nein finde ich nicht. Der Staat kümmert sich halt einen Dreck um eine vernünftige Bildung der Kinder (auch die olle Von der Leyen).
Eltern die gut verdienen, zahlen halt selbst für die vernünftige Ausbildung.
Eltern die nicht gut verdienen, schaffen das halt nicht.
Ein Kastensystem kann ich hier nicht erkennen.
Laut deiner Beschreibung ist es das doch ^^
das Elternhaus prägt eben die meisten.
Langsam und schleichend ist etwas untertrieben, aber vielleicht auch nur höflich ausgedrückt.

Na, ganz so extrem wie in Indien ist es wohl noch nicht, aber du hast schon recht. Es ist erwiesenermaßen schwieriger für ein Arbeiterkind, aufs Gym zu kommen als für ein Oberschichtkind. Und wenn man bedenkt, was ein Studium kostet - Gebühren, Bücher, Auslandsaufenthalte - nicht einfach, wenn man nur wenig Geld hat.

Nein.
Kinder aus einem armen Elternhaus sind genauso schlau/dumm wie die aus reichen Familien.
Allerdings können reiche Familien ihre Kinder besser unterstützen, das stimmt.
Wou, wou! Hab nicht gesagt das arme Kinder dumm sind! Nur das die Chancen schlechter sind. ^°

ich würde das nicht als kastensystem bezeichnen.
aber es ist was dran.
allerdings scheint man das erkannt zu haben und die ausgaben für bildung werden gesteigert.
hoffen wir mal, daß es fruchtet !
Ja und Nein. Soziale Differenzierung zeigen die meisten Gesellschaften als Strukturmerkmal, nur kennen die meisten auch die Wege hinauf und die Wege hinunter. Das Glück der guten Geburt besteht zwar in Deutschland weiterhin, aber aus armen Verhältnissen kann man auch beschränkt hochkommen. Nur... einfach ist es nicht. Die einzelne Schicht hält Dich auch fest gewissermaßen: in deinem Denken, deinem Habitus und deinen Gewohnheiten, der Art, wie dein Charakter beschaffen ist usw. Man kann das aber bedingt durchbrechen oder verändern, das Prägende abstreifen wird jedoch nie ganz gelingen. Ausgezeichnet ist, dass die Regierungen der meisten Länder schon Unterstützungsprogramme zum Aufstieg anbieten, über deren Qualität man aber geteilter Meinung ist. Also in Summe: ja, es ist möglich, aus einer Art Kastensystem auszubrechen oder darin aufzusteigen - nein, man wird sich und seiner Schicht irgendwo immer treu bleiben, sei das in den kleinsten Dingen.

Ein Kastensystem ist definitiv härter, die einzelnen Kasten schotten sich gegeneinander ab - das ist nicht vergleichbar mit den Entwicklungen in Deutschland.
Ich würde eher von Schichten sprechen - deren Durchlässigkeit ist zwar auch gering, aber nicht so rigoros.
Es hängt, wie so oft, auch von den Eltern ab, ob sie sich überhaupt engagieren für ihr Kind. Denn dann kann auch ein sozial benachteiligtes Kind durchaus etwas werden - allen widrigen Umständen zum Trotz.
Zwar hat in Deutschland jeder die Möglichkeit was aus sich zu machen und auch aufzusteigen egal aus welcher Familie er kommt. Aber bei jeden den ich kenne, orientiert sich die Zukunft doch am Elternhaus.
Genetik lässt sich nicht kaufen. Und das Hirn ist immer noch das höchste Kapital. Es mag schwerer sein von Unten zu kommen, aber nur so weiß man was man verlieren kann.
Normal, also Mittelschicht ja? Das wäre ja indirekt reich laut unserer Regierung. Aber danke.
Ich wuerde es nicht als reich bezeichnen. Wir waren ein 3Maedl Haus und Eltern. Einmal im Jahr konnten wir uns Campingurlaub fuer 2 Wochen leisten. Nie modische Bekleidung aber dafuer hatten wir immer zu Essen. Ich wuerde sagen die untere Mittelschicht.