Frage von icecruiser,

Kastanientinktur herstellen: Wird der weiße Satz mitverwendet?

Hallo, kennt sich jemand mit dem Herstellenvon TInkturen aus? Ich habe Kastanien in Doppelkorn angesetzt, und da hat sich am Boden eine weißliche Substanz abgesetzt. Wenn ich das Glas schüttele, wird die ganze Tinktur für kurze Zeit milchig, dann setzt sich das Weiße wieder.

Was ist das? Braucht man es als Wirkstoff? Ich möchte die Tinktur innerlich verwenden (nur 1 Tropfen täglich, die Kastanienfrüchte sind ja intensiver als die Blüten), um die Gefäße zu stabilisieren / abzudichten.

Wenn ich nun die Tinktur abgießen / abfiltern möchte, muß das Weiße dann mit?

Vielleicht kann mir jemand weiterhelfen, oder sagen, wo ich mich informieren kann.

Danke!

Antwort von Schnabelwal,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Nein, das könnte die Haut auch gar nicht aufnehmen. Ich habe die Tinktur mit dem Kaffeefilter filtriert und den Rest Kastanien (auch den Satz im Filter) nochmal zerkleinert und mit Brennspiritus angesetzt. Für äußerliche Zwecke noch gut geeignet.

Kommentar von icecruiser,

Ich möchte die Tinktur innerlich anwenden, das ginge schon mit dem weißen Satz. Danke für den Tip mit dem Brennspiritus!

Kommentar von Schnabelwal,

Ich lasse auch gern ein wenig Trübstoffe mit drin, wirkt naturbelassener. - ja mit Doppelkorn mache ich es auch wenn ich es innerlich anwenden möchte..und fürs äußerliche ist der Brennspiritus doppelt-dreifach besser...einmal löst er mehr Wirkstoffe, dann ist er billiger UND man kann auch Reste verwerten damit. Für die äußerlich Anwendung ist es OK....innerlich nicht.

Kastanie nutze ich nur äußerlich. Wofür nimmst du sie innerlich?

Kommentar von icecruiser,

Krampfadern und gegen Ödeme soll es auch gut sein. Hab ich nicht, aber ich würde es gerne mal bei andern versuchen, ob es wirkt.

Wieviel % hat der Brennspiritus? Ich wollte das Aescin lösen, das ist wasserlöslich, da darf man nicht so viele % haben...

http://www.kraeuterweisheiten.de/rosskastanie.html

Kommentar von Schnabelwal,

Dankeschön:))

Antwort von Cougar99,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Typisch an Tinkturen ist, dass sie die Wirkstoffe gelöst bereitstellen, ein unlöslicher Anteil ist eigentlich sinnlos. Übrigens ist Paprika (die Frucht!) ein sehr wirksames Mittel zur Blutgefäßgesundheit durch das enthaltene Vitamin P!

Kommentar von icecruiser,

Aha, interessant. Habe ich leider nicht immer im Haus, ein Fläschchen wäre handlicher ;-)

Aber bei den anderen Tinkturen schwimmen ja auch unlösliche Bestandteile herum, meist grüne Teilchen bei den Blätter-Tinkturen.

Kommentar von Cougar99,

Als Drogist kenne ich nur Tinkturen ohne unlösliche Anteile. Bei der traditionellen Herstellung werden ungelöste oder unlösliche Bestandteile abfiltriert!

Kommentar von icecruiser,

OK, das kann ich ja machen. Bin ja kein Drogist, kann machen, was ich will ;-)

Kann es sein, daß die Haltbarkeit durch diese Schwebstoffe herabgesetzt wird?

Kommentar von Cougar99,

Solange die Alkoholkonzentration stimmt (über 50 %) ist das kein Thema.

Kommentar von icecruiser,

Ich habe manches mit 38,8% angesetzt (um die wasserlöslichen Bestandteile zu lösen) und manches mit 69.9% (hauptsächlich für Östrogen und Progesteron).

Dann halten also die mitDoppelkorn nicht so lange, ja? Oder nur,wenn sie nicht sauber abgefltert sind?

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