gri1su am 20.03.2008 um 15:15 Uhr
Karfreitag ist ja -wie andere ernste Feiertage auch- bei manchen Menschen mit einer relativ instabilen Stimmung durchaus geeignet, Depressionen oder Ähnlichees herbei zu führen.
Seid Ihr auch davon betroffen? Was unternehmt Ihr, um dem entgegen zu wirken?
Wie kann man Menschen helfen, die sich regelrecht "vergraben", zu keinen Unternehmungen zu bewegen sind?

Menschen werden an bestimmten Feiertagen depressiv, weil sie dann nicht diese Gesellschaft haben wie an den Arbeitstagen und an normalen Wochenenden. Oft ziehen sich Familien von Singles an längeren Feiertagen leider zurück.

Wenn du die Bedeutung von Karfreitag kennst und die Wirkung der religionsbedingten Energie, die da drin steckt, kann ich die Re-aktion vieler Menschen verstehen.
Feiertage haben die Eigenschaft, dass sie manchmal zum Nachdenken zwingen, einen in den Spiegel schaeun lassen und wenig Gelegenheit bieten, vor sich selbst davon zu laufen.
Helfen? Am besten durch liebevolle Zuwendung, aber nicht durch blinden Aktionismus
minister am 20. März 2008 17:11 sehr gut!

Überhaupt nicht. Ich freue mich über den Feiertag und das man mal wieder so richtig faulenzen kann.

Ich würde mir so einen Menschen schnappen und mit Ihm/Ihr ein lustiges Theaterstück oder einen lustigen Film anschauen.
Mich persönlich kann auch ein "Karfreitag" nicht "runterbringen" - ich habe genug Interessen und Dinge die mir Spass machen.
Brigitta am 20. März 2008 19:55 DH

Hmm,Ich geh Arbeiten.Ich habe Nachtschicht.Wenn ich dann Samstagsmorgens Heim komme bin ich bester Laune!

Besuche diesen Menschen doch! So hat er Abwechslung und kann sich nicht im Trübsinn vergraben. Ich würde auch vorschlagen mit ihm einen langen Spaziergang zu machen, aber da wird in diesem Jahr das Wetter nicht mitspielen.
Brigitta am 20. März 2008 20:02 Leider kann ich nur einen DH geben.

Warum sollte man an diesem Tag deprimiert sein, wenn man nicht gerade extrem katholisch ist? Sei doch froh, dass du frei hast!
nein ist doch super mal wieder ein verlänertes wochenende zuhaben
Es kann auch sein, daß diese Menschen nur einen Grund suchen um sich zu vergraben. Kümmer dich nett und ansonsten denke an dich. Oder bist du Psychologe? Laß dich nicht runter ziehen.
gri1su am 20. März 2008 23:02 nööö, Psychologe bin ich nicht, obwohl ich beruflich oft genug psychologisch handeln muss. Ich lasse mich da auch nicht hinein ziehen, aber es tut mir so leid, wenn diese Person sich so vergräbt. Der Partner ist kürzlich verstorben, und da ist die Verfassung an solchen ernsten Feiertagen natürlich ganz besonders im Keller.

Leider bin ich wohl zu spät mit antworten und hoffe, Du konntest diesem Menschen helfen? Gestern war ich teilweise auch sehr traurig, das Jesus so leiden musste - andrerseits, was für eine Liebe bedeutet das - unfassbar. Preis dem Herrn

Für unsere region, Ostseeküste im Westen ist es eher ein Tourirun... Wir kommen gar nicht in Depri_Stimmung... Da ist eher in der Vor / Weihnachtszeit mehr festzustellen.

Mich motiviert alleine schon die Tatsache, daß ich den ganzen Tag rumgammeln kann wie ich will, ohne mich nach irgendjemandem zu richten! Und wenn ich vom Gammeln genug habe, dann kann ich was unternehmen, oder umgekehrt, oder einfach machen, was ich will!!!
Ich finde, dass in deinem Fall du mit diesen Menschen am besten redest, was sie so zum nachdenken bringt/depriemiert! Wenn sie mit dir dann geredet haben, dann kann es sein, dass denen leichter wird! Sie schütten dir dann das Herz aus! verstehst du?!?!
Gerade in Partnerschaften oder Familien ist oft der Erwartungsdruck, dass man jetzt Zeit füreinander haben "muss" und dass die auch noch ganz toll sein "muss" wohl sehr hoch und umso größer ist dann die Enttäuschung, dass es nicht so klappt wie man eigentlich wollte. Normalerweise im Alltag wäre einem das vielleicht gar nicht so bewußt geworden. Wenn jemand an solchen Tagen zu Depressionen neigt sollte man ihn nicht dazu zwingen was "tolles" machen zu müssen, aber man kann versuchen einfach da zu sein. Oft hilft einfach Gesellschaft ohne Druck, dass man was tun muss. Das Nichtstun kann in dem Fall produktiver sein. Manche Menschen neigen sowieso schon zum Grübeln und an solchen Tagen dann eben ganz besonders.

Warum sollte der Karfreitag denn ein Stimmungsmiesmacher sein? Die Christen feiern an diesem Tag ihre Erlösung durch den Opfertod Jesu Christi. Das ist bei allem Schmerz und aller Trauer über die furchtbare Kreuzigung ein Grund zur Freude für uns. Für die Nichtchristen ist das nur ein Tag wie jeder andere bzw. ein freier Tag, an dem man ausschlafen kann und macht was man will. Niemand hat also einen Grund für miese Stimmung, wenn er sie nicht sowieso hat, Karfreitag oder nicht.
Feiertage haben u. a. auch den Sinn, daß der Mensch in unserer hektischen Zeit wieder zur Ruhe findet. Das heißt, daß wie bewusst nach "innen" gehen und uns um uns selbst kümmern. Das hat die Menschheit leider nur verlernt und ist immer mit etwas tun zu müssen, beschäftigt. Eine der göttlichsten Taten ist allerdings - nichts tun -.

einfach geschmacksache, will man den religiösen wert respektieren, oder nicht.
Versuche doch mal, den K-Freitag als einen erfreulichen Feier-Tag zu sehen und zu vermitteln. Immerhin hat Jesus uns an diesem Tag von unserem ganzen Mist befreit, den wir ständig bauen. Ist doch super, oder?
Ich arbeite in der Gastronomie und habe an diesem Tag ( wie an allen Feiertagen) besonders viel zu tun. Da bleibt gar keine Zeit, trübe Gedanken zu fassen. Da ich nicht religiös bin, würde mich der Karfreitag aber auch als reiner Faulenztag stimmungsmäßig nicht negativ beeinflussen.