Frage von lisamuller234, 28

Kaputte, trockene und strapazierte Haare was tun?

Hallo zusammen,

ich brauche mal dringend eure Hilfe. Ich würde meine Haare gerne wachsen lassen und die sollen natürlich auch gesund sein. Das Problem ist ich habe generell sehr dicke Haare, aber in den Spitzen sind sie sehr dünn und kaputt. und genau das will ich eben nicht. Ich wünsche mir volle Haare bis zu den Spitzen.

Was nehmt ihr für Produkte, die eure Haare seidig und gesund machen? Im Drogeriemarkt wird man ja nur so von den verschiedensten Pfelgeprodukten beworfen. Was nehmt ihr für Profukte und wie zufrieden seid ihr damit? Was macht ihr für eure schönen Haare?

Vielen Dank für eure Antworten, Lisa

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von Andreas Schubert, Haarpflege-Experte, 18

Nachhaltige, sinnvolle Pflege fängt nicht bei Shampoos (= Reinigungsmittel) oder Spülungen (= pure Weichmacher) an und das sind auch definitiv keine Pflegeprodukte.

Ob Du überhaupt generell (und auch wie häufig) irgend ein Pflegeprodukt benötigst, hängt primär davon ab, wie Du mit den haaren umgehst und wie Du sie grundlegend pflegst.

Der Weg zu richtig langem Haar kann definitiv hin und wieder etwas
"beschwerlich" sein und auf dem Weg dahin liegen 2 Längen, die am
kritischsten sind, was die Gefahren für das Spalten der Spitzen
betrifft  ... das ist die Schulterlänge und die Brustlänge.

Spliss ist zwar nicht 100%ig vermeidbar, aber wenn man ein paar
wichtige Maßnahmen/regeln befolgt, RICHTIG pflegt und korrekt mit den
Haaren umgeht, sollte man mit 2, 3 bis maximal 4 reinen Spliss-Schnitten
pro Jahr auskommen  ...  denn die meisten selbst generierten
Spliss-Ursachen lassen sich definitiv deutlich reduzieren/vermeiden.

Bei einem reinen Spliss-Schnitt verlierst Du kaum bis gar nichts an
Haarlänge   .. funktioniert so aber nur, wenn man nicht erst noch
wartet, bis sich der Spalt in den Haaren nach oben in die Haarlängen
erweitert hat  .... und das macht er nun mal ganz von selbst.

WICHTIG!  Was nun folgt, gilt nicht nur für Haare mit Spliss, sondern generell FÜR gesundes, geschmeidiges, glänzendes Haar.

Immer daran denken, dass Haare zwar "tote Hornschicht" sind und Horn eigentlich ein recht robustes Material ist, aber

1. jedes einzelne Haar ist für sich recht dünn/fein
2. Haare sind in nassem/aufgequollenem Zustand extrem "verletzbar"

Die meisten selbst generierten Spliss-Ursachen lassen sich leicht und deutlich reduzieren/vermeiden:

- beim Haarewaschen wirklich nur den Kopf/die Ansätze waschen und
massieren. Für die Haarlängen und -spitzen reicht der Schaum beim
Ausspülen völlig aus und wer mehr Schaum in den Haarlängen vermisst,
streicht den während dem Shampoonieren höchstens mal sachte und absolut gradlinig mit den Fingern vom Kopf aus durch die Haarlängen.

- Niemals die Haarlängen und -spitzen rubbeln .... schon gar nicht in nassem Zustand

- nur Bürsten mit Naturborsten und echte Horn- oder Holzkämme verwenden

- nasses Haar auch nicht durchbürsten, sondern immer nur mit einem grobzinkigen Natur-Kamm vorsichtig/sachte durchkämmen

- nie zu heißes Wasser verwenden ... je kühler, desto besser

- übermäßige Hitze generell vermeiden (nicht heiß fönen, u.s.w.)

- Bürsten, Kämme, etc. auch regelmäßig reinigen

- keine Haargummis mit Metallstücken verwenden

- auf Seiden- und/oder Satinkissen schlafen. Darauf reibt sich das Haar im Schlaf nicht auch noch unnötig

- Vitamin- und Mineralienmängel vermeiden

- mind. 2 - 2,5 Liter Wasser pro Tag trinken

- Stress vermeiden

- regelmäßig nachschneiden lassen, dann müssen wirklich immer nur die
Spitzen oder eben eventueller Spliss geringfügig beschnitten werden und
nicht mehr.

Je trockener das Haar, desto anfälliger für Bruch und Spliss. Deshalb
empfiehlt sich auch spätestensab Schulterlänge die Haaransatzwäsche,
die dem Haar auf lange Sicht hektoliterweise austrocknendes Wasser
erspart.

Für das Verdünnen und die Haaransatzwäsche sind grundsätzlich
ausschließlich hochwertige Shampoos geeignet, die auch wirklich sowohl
richtig gute waschaktive Substanzen enthalten als auch echte,
konzentrierte Wirkstoffe.  Durch das Verdünnenrelativiert sich aber auch
automatisch wiedet der Kaufpreis und viele hochwertige Naturshampoos
sind dann durch diese Anwendung in den effektiven Kosten plötzlich noch
günstiger als viele Chemieshampoos, die auf billigen Industriereinigern
und gesundheitsschädlicher Chemie basieren.

Ein hochwertiges Naturshampoo (z.B. "Shampoo & Duschbad Basis von
SANOLL) aus einer Auftrageflasche (1:10 mit Wasser verdünnt) bei
trockenem Haar scheitelweise den Ansätzen entlang auftragen und dann
ganz normal shampoonieren (und immer NUR auf dem Kopf!)

Durch das Verdünnen machst Du aus einem hochwertigen Naturshampoo für 8,50  EUR (200 ml) eines für 0,85 ... günstiger geht's schon nicht mehr
und mit einem Naturshampoo quälst Du Dein Haar (und auch Deine Kopfhaut)  weder mit chemischen Rückständen, die es auf Dauer nur stumpf, kraftlos,fettend, spröde, bruchanfällig machen, noch mit chemischen
Tensiden.

Wenn es Dir bei der Ansatzhaarwäsche zu wenig schäumt (ist nur Gewohnheitssache), emulgierst Du mit ganz wenig Wasser nach.

Es gibt natürlich auch noch andere, richtig gute, nachhaltige und
unbedenkliche Shampoos/Pflegeprodukte wie z.B. MARIAS Organic Care,
O'right, Sanoll, Oliebe, Herbanima, CulumNatura, u.s.w. . . . an einem
konkreten Beispiel musste ich aber mal eben die Kalkulation vorrechnen.

Die Shampoos von MARIAS (Mischverhältnis 1:7) enthalten nicht einmal
irgendwelches Industriewasser aus irgendeinem Teil des Produktionskreislaufs, sondern reine Blütenwasser und z.B. deren
Haarbalsam wirk wirklich und ehrlich pflegend FÜR die Haare  ... im
Gegensatz zu den ganzen sogenannten Pflegespülungen, etc.

Mischst Du solch ein Shampoo auf Vorrat, dann koche das Wasser vorher ab und lass es auskühlen. Dann sind die Keime darin abgetötet und können sich über Tage in der Flasche nicht vermehren .... und sie kommen nicht auf
die Kopfhaut.

Zusätzlich (und eigentlich grundlegend) sorgen logischerweise auch die täglichen Brüstenstriche für geschneidiges Haar .... seitdem zig Millionen
Menschen denken (weil es die Werbung ja sagt), Chemieshampoos und Spülungen hätten wirklich etwas mit Haarpflege zu tun, sind solche Basics leider etwas "aus der Mode geraten"   ...  auch wenn gerade die täglichen
Bürstenstriche .... richtig durchgeführt .... den meisten unserer Kundinnen haufenweise Produkt(e) ersparen.

Für die Bürstenstriche verwendest Du (und reinigst sie auch immer
gründlich) idealerweise idealerweise die "KOST Kamm Wildschweinbürste
mit 7 Reihen" (gibt es z.B.über amazon für 35,00 - 37,00 EUR. Nicht nur
die Borsten zählen zu den besten für Kopfhaut und Haare . .. die
Bauweise der Bürste lässt zu, dass Du sie direkt am Bürstenkopf
führen kannst und so den Druck auf den Kopf besser regulieren kannst.
Außerdem entfällt so die "Hebelwirkung" mit dem Anfassen am Griff und
somit geht das bei 50 - 60 oder mehr Bürstenstrichen nicht auf die
Handgelenke.

So verteilst Du das Talg von Deiner Kopfhaut in die Haarlängen und Haare
brauchen Talg für deren Geschmeidigkeit und Glanz ... unter Anderem
dafür produziert Dein Organismus diesen Stoff.

Wichtig!
Immer mit Druck über die Kopfhaut bürsten ... vom Ansatz über den Kopf
bis zum gegenüberliegenden Ansatz und in die Haarlängen hinaus ... und
das in 2 - 3 Runden um den gesamten Kopf.

Immer daran denken:
Wirklich sinnvolle, wirksame, nachhaltige und effiziente Haarpflege
fängt nicht mit irgend einem Shampoo an und schon gar nicht mit
irgendwelchen Chemie-Shampoos . . . und Spülungen sind auch nur
Kämmhilfen.

All unsere Langhaar-Kundinnen halten sich einfach an diese Maßnahmen und sind immer happy mit ihren Haaren.

Antwort
von Abbagang, 22

Also falls du kaputte Spitzen hast solltest du diese erstmal schneiden, da Spliss nicht wirklich weg geht und die Haare ohne sie etwas geschnitten zu haben nicht gesund wachsen können.

 Ich benutze für meine Haare immer BC (Bonacure Hairtherapy) Moisture Kick von Schwarzkopf. Das ist ein Spray Conditioner der bis in die Haarzelle wirkt und für alle Haarstrukturen geeignet ist.

Antwort
von donttouchthis, 20

Mein Friseur hat mir sehr geholfen mit dem Luxeoil von Wella. Ich musste leider zuerst die Spitzen abschneiden damit das kaputte Haar vollständig weg ist und dann wöchentlich das Öl in die Haare geben. Nebenbei benutze ich noch Balsame welche dem Haar ebenfalls Feuchtigkeit spenden.

Antwort
von miika2405, 19

hallo:)

das dünne, kaputte haar würde ich abschneiden.

ich benutze ein feuchtigkeitsshampoo von dove, aber bei dem Shampoo ist es dir überlassen, welches du gerne magst. was ich sehr gerne mache ist, vor dem haare waschen öl in die haare geben, vor allem in die spitzen. Dann ganz normal die haare waschen, aber nur mit Shampoo und dann läuft trocknen lassen. Dann sehen die haare gleich gesünder aus und sind auch viel weicher. Du "wäscht" praktisch mit dem Shampoo einen teil des Öls aus den haaren, aber was von dem öl dann noch übrig bleibt, wird von den haaren aufgenommen. probier's mal aus!

viel spaß 💟

Antwort
von Evellite, 16

Es würde zu lange dauern, hier jetzt meine Pflegeroutine aufzulisten...

Aber wenn du Langhaarforen googlest, findest du eine Menge nützlicher Informationen von Leuten, die teilweise extrem lange, gesunde Haare haben :)

Antwort
von Leni0815, 14

Kokosöl (z.b von DM) einfach in die spitzen machen oder mal den ganzen Kopf und ein paar Stunden oder über Nacht einwirken lassen und dann gründlich mit Shampoo ausspülen :)

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